Global-Threat-Report von McAfee: Trends und Gefahren aus dem Internet
Cyber-Kriminelle erschliessen neue Felder
publiziert: Freitag, 13. Apr 2007 / 07:16 Uhr

McAfee hat die zweite Ausgabe seines Global-Threat-Reports vorgestellt. Zentrales Thema ist die nahe Zukunft des Security- Geschäfts, einschliesslich der Bedrohungen, Verteidigungsstrategien und sonstiger Belange, mit denen Sicherheitsspezialisten in den nächsten fünf Jahren konfrontiert werden.

Das mobile Telefonieren gilt derzeit im Grossen und Ganzen als sicher. McAfee erwartet aber ein starkes Wachstum der Angriffe auf mobile Geräte.
Das mobile Telefonieren gilt derzeit im Grossen und Ganzen als sicher. McAfee erwartet aber ein starkes Wachstum der Angriffe auf mobile Geräte.
Beim Global-Threat-Report handelt es sich um ein halbjährlich erscheinendes Sicherheitsjournal, das technisches Personal und Security-Beauftragte über die aktuellen Trends im Malware-Bereich auf dem Laufenden hält. Sie können darauf basierend fundierte Entscheidungen im Sicherheitsumfeld treffen. Die neue Ausgabe des Global-Threat-Reports vereint Beiträge von McAfees führenden Forschern, Managern und Experten zu den Themen Cybercrime, Sicherheit bei Microsoft Windows Vista, Spyware, Spam, Sicherheit im Mobilfunk sowie Data Leakage und Security Risk Management.

Die Zukunft des Cybercrime

Cybercrime findet nur da statt, wo es sich bezahlt macht. Heute wenden sich die meisten Cyber-Kriminellen zwar an PC-Anwender, doch werden viele Angreifer ihre Tätigkeiten in Zukunft auf andere Technologiebereiche verlagern – und zwar, sobald diese im grossen Stil im Einsatz sind. Dazu gehören beispielsweise Voice-over-IP (VoIP) und RFID (Radio-Frequency-Identifications). Die Kommunikation über VoIP ist schon heute nicht mehr sicher und kann zum Beispiel leicht abgehört, verfälscht oder zum so genannten VoIP-Spamming genutzt werden. Kriminelle nutzen hierbei die Möglichkeit, über VoIP weltweit beliebig viele, kostenfreie Telefonate führen und dabei illegale Werbebotschaften verbreiten zu können.

Absichern von Anwendungen

Anwendungssicherheit gleicht einem ständigen Wettlauf mit der Hacker-Gegenseite. Die Entwickler haben es schwer, mitzuhalten. Immer mehr Informationen über Software-Bugs und Möglichkeiten, diese auszunutzen, werden über das Internet zugängig gemacht. Hacker machen sich diese zu Nutze, um darüber hinaus weitere Schwachstellen in Bereichen zu finden, die bisher als sicher galten. Auch wenn die Entwickler von Software heute viel über die Ausnutzung von Schwachstellen wissen und Sicherheitslücken bei der Programmierung von Software immer seltener werden, wird das Hackergehirn auch in Zukunft einen Weg finden, auch auf komplexerer Ebene wie in unsauber implementierten API oder komplexen Webanwendungen Schwachstellen auszumachen und auszunutzen.

Die Zukunft der Vista-Sicherheit

Microsoft hat zwar Schritte unternommen, um Windows Vista sicherer zu machen. Die dabei implementierten Verbesserungen reichen aber nicht aus, um allein für Systemsicherheit zu sorgen. Leider schwächen sie zudem die Bemühungen von Drittanbietern, Rechner zu schützen. Schwerpunkt dieses Artikels sind der Schutz vor Zero-Day-Angriffen, Probleme beim Umgang mit den zahlreichen Patches sowie das Politikum des Zugriffs auf den Kernel für dritte.

Spyware wird erwachsen

Obwohl Programmierer bei der Entwicklung ihrer Software-Pakete viele Sicherheitsmassnahmen einbauen, gehen neue Spyware-Technologien oft deutlich über die beste Planung hinaus und erschliessen so neue Angriffspunkte. Spyware wird sich seinen Weg auch über neue Übertragungswege wie Bluetooth und RFID bahnen. Dank Bluetooth wird aus dem Handy die handliche Spionage-Kamera. Bluesnarfing, Bluebugging und Bluejacking sind Methoden einer leistungsfähigen und gefährlichen digitalen Form der Werkspionage. RFID kann nicht nur Handelswaren verfolgen und die Logistik optimieren helfen, es kann auch ein unscheinbares Etikett zur Überwachung von Personen werden.

Die Plage der Spam-Mails bleibt

McAfee erwartet, dass der prozentuale Anteil des Spam-Volumens in den nächsten zwei Jahren nur geringfügig wächst. Gleichzeitig wird aber das absolute Spam-Volumen bedingt durch die weltweit steigende Bandbreite und durch die dadurch zunehmende Menge an Mails. Der sogenannte Image Spam - also Spam, der sich an Grafiken und Bilder anhängt - gilt derzeit als modernste Technik, um Anti-Spam-Massnahmen zu umgehen. Interessant ist auch die zunehmende Verlagerung des Tatorts. Aus dem stillen Kämmerlein sind die Hacker nun herausgetreten und spammen komfortabel und sicher in Internetcafes oder Wireless-Hotspots.

Online-Verbrechen greifen auf Handys über

Das mobile Telefonieren gilt derzeit im Grossen und Ganzen als sicher. McAfee erwartet aber ein starkes Wachstum der Angriffe auf mobile Geräte und gleichzeitig eine zunehmende technische Vielseitigkeit. Schliesslich gibt es ja dank mobiler Bezahlsysteme auch hier konkret Geld umzuleiten. Spyware, SMiShing (also SMS-gestütztes Phishing) sowie Social Networking über Smartphone und Handy sind ein Teil der neuen Hackerexpertise. Provider stehen hier oft viel mehr in der Verantwortung als ihre Kunden. Denn der Provider muss seine Rolle als Verbraucherschützer für den mobilen Anwender annehmen.

Der Datenkompromitierung den Hahn zudrehen

Die Gefahr, dass Daten fahrlässig oder vorsätzlich das Unternehmen verlassen (Data Loss oder Data Leakage) nimmt stetig zu und kann enorme Auswirkungen auf den Ruf eines Unternehmens haben. Datenverschlüsselung gilt in diesem Bereich als einziger Schutzmechanismus mit einem ausreichenden Reifegrad. McAfee erwartet, dass sich Laufwerksverschlüsselung und grundlegende Schutzmassnahmen gegen Data Leakage in den nächsten fünf Jahren im Unternehmensumfeld im grossen Stil durchsetzen werden. Doch darüber hinaus gibt es auch neue umfassende Ansätze, wie unerwünschter Datenfluss unterbunden werden kann. Wenn dieses Thema grundsätzlich angegangen werden soll, erfordert dies etwa die Festlegung von Richtlinien zum Umgang mit Informationen und den besonderen Schutz von Gateways ˆ mit Berücksichtung auch mobiler Endpunktgeräte.

Risikomanagement

Das Security Risk Management ist ein wichtiges strategisches Thema für IT-Manager. Unternehmen, die sich nicht für einen Risikomanagementprozess entscheiden und sich stattdessen auf reaktives Abwehren von Bedrohungen beschränken, werden feststellen, dass Geschäftspartner, die sich umfassenden Schutzmassnahmen verschrieben haben, in Zukunft ohne sie weiter arbeiten. Ziel ist es, Ereignisse zu identifizieren, die dem Unternehmen schaden können. Entsprechend sind nach Priorität der zu schützenden Geschäftsprozesse Gegen-Strategien festzulegen, die unternehmensweit eingehalten werden müssen, so dass der Geschäfterfolg beschützt und gewahrt werden kann.

Sicherung von Systemen und Netzwerken. Dank seiner unübertroffenen Erfahrung im Bereich Sicherheit und der ständigen Verpflichtung zur technologischen Erneuerung ermöglicht McAfee privaten und professionellen Anwendern sowie öffentlichen Behörden die präventive Abwehr von Angriffen, die Abwehr von Störungen sowie die ständige Überwachung und Verbesserung der Netzwerksicherheit. Weitere Informationen unter www.mcafee.

(wg)

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