Handel
China schiesst erneut gegen EU im Handelsstreit
publiziert: Sonntag, 2. Jun 2013 / 14:44 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 2. Jun 2013 / 16:59 Uhr
Die EU-Handelskommission entscheidet darüber, ob sie die Einfuhr von Solarmodulen aus China mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen soll. (Symbolbild)
Die EU-Handelskommission entscheidet darüber, ob sie die Einfuhr von Solarmodulen aus China mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen soll. (Symbolbild)

Peking - China und die Europäischen Union streiten. Brüssel pocht im Streit um billige Solarprodukte auf Strafzölle gegen China. Peking ermittelt gegen EU-Stahlrohre. Und nun auch gegen Chemie-Importe.

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Kurz vor der Entscheidung in Brüssel über vorläufige Strafzölle auf Solar-Importe aus China am Mittwoch kündigte das chinesische Handelsministerium ein Anti-Dumping-Verfahren gegen spezielle Chemie-Importe aus der EU und den USA an.

Die Einfuhr des Lösungsmittels Tetrachlorethen werde untersucht, schrieb die Behörde in einer knappen Mitteilung am Freitag auf ihrer Internetseite. Zwei chinesische Chemiefirmen hätten bereits Ende April einen Antrag auf ein Verfahren gegen die Chemieimporte gestellt, berichtete das Nachrichtenportal China News Service.

Der Verdacht: Aufgrund von staatlicher Unterstützung könnten Firmen ihre Produkte unter Wert verkaufen. Vom Sprecher von EU-Handelskommissar Karel De Gucht hiess es dazu am Wochenende nur: «Kein Kommentar.»

Kampf gegen billige Importe

Dabei untersucht die Kommission die gleichen Vorwürfe, aber gegen Solar-Importe aus China. Sie könnte die Einfuhr von Solarmodulen mit einem durchschnittlichen Zollsatz von 47 Prozent belegen. Die EU-Behörde muss bis zum Mittwoch darüber entscheiden, ob sie im Handelsstreit bei diesen Produkten die Strafzölle erhebt.

Der Ruf mancher Solarhersteller in Europa nach einem Machtwort aus Brüssel ist laut. Die Branche ist von etlichen Pleiten und Werksschliessungen geschwächt. Führt das Verfahren der EU-Kommission zu keinen Schritten gegen billige Importe aus China, fürchten einige Firmen weitere Insolvenzen.

In der europäischen Solar-Branche sind die Anti-Dumping-Zölle aber auch umstritten: Solaranlagen könnten sich massiv verteuern. Zudem fürchtet Europa Vergeltungsmassnahmen seitens Chinas. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und der Aussenhandelsverband BGA warnten bereits vor einer Eskalation im Handelsstreit mit China.

Viele EU-Staaten gegen Strafzölle

Auch unter den EU-Mitgliedsstaaten regt sich Protest gegen die Massnahmen gegen China. Dem Vernehmen nach sind bis zu 18 EU-Staaten gegen die Sanktionen, die von der Bundesregierung klar abgelehnt werden. Auch EU-Kommissar Günther Oettinger stellt sich gegen Strafzölle: Er sieht nach eigenen Worten darin keine Hilfe für deutsche Unternehmen der Branche. «Es fehlt auf längerer Sicht die internationale Wettbewerbsfähigkeit», sagte Oettinger «Focus Online».

(asu/sda)

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