CS verteidigt hohe Banker-Löhne
publiziert: Sonntag, 7. Mrz 2010 / 11:15 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 7. Mrz 2010 / 12:52 Uhr

Zürich - Der Chef der Credit Suisse (CS), Brady Dougan, hat die hohen Löhne und die Bonus-Zahlungen für Banker verteidigt: Die Bonus-Programme der CS hätten dazu beigetragen, dass die Grossbank die Finanzkrise besser überstanden habe als manche Konkurrentin.

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Brady Dougan erhält im April laut «Sonntag» 35 bis 40 Mio. Fr. aus einem Bonuspaket. (Archivbild)
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«Ich behaupte, dass Bonus-Programme dazu beigetragen haben, dass meine Geschäftsleitungskollegen und ich die CS vor grösseren Verlusten bewahrt haben», sagte Dougan in einem Interview mit der Zeitung «Sonntag».

Dougan begründete dies mit der Verknüpfung von Bonuszahlungen an den Erfolg. «Wir hatten über die ganze Laufzeit ein Interesse, dass es der Bank langfristig gut geht.» Die Programme machten die Banker und Manager zu beteiligten Unternehmern.

Ein Börsenhändler, der unmittelbar für seinen Jahresumsatz belohnt werde, habe kein Interesse, weniger Risiken einzugehen. «Wir schon. Wir haben die Geschäftsrisiken frühzeitig reduziert. Das zahlt sich jetzt aus, auch für mich», sagte Dougan. Er erhält im April laut «Sonntag» 35 bis 40 Mio. Fr. aus einem Bonuspaket von 2005.

Starke Konkurrenz

Die ingesamt hohen Löhne der Bankbranche verteidigte Dougan mit der Konkurrenz durch Finanzgesellschaften, die Private-Equity- oder Hedge-Fonds betrieben. Diese zahlten noch höhere Löhne als Banken. Damit gute Mitarbeiter nicht zu diesen Gesellschaften wechselten, müsse die Credit Suisse lohnmässig mithalten.

Von der Idee, die Aktionäre über die Lohnsumme der Geschäftsleitung abstimmen zu lassen, wie es die «Abzocker-Initiative» vorsieht, hält Dougan wenig: «Man treibt es zu weit, wenn man Aktionäre über operationelle Fragen abstimmen lässt. Die Aktionäre sollten den Verwaltungsrat kontrollieren und dieser das operative Management.»

(bert/sda)

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Die geistige Haltung
Die rechtliche Situation ist klar.

Ich meinte eher die geistige Einstellung der Banker Hubabuba. Geht es um ihre Boni, schreien sie sie wären wie Unternehmer. Bleibt der Erfolg jedoch aus, dann bestehen sie trotzdem drauf.

Bei Unternehmern funktioniert das nicht so.
Ltd, S.A., AG, GmbH ....
Der Aktionär haftet höchstens mit seinem eingebrachten Geld. Die GmbH ist ja auch "mit beschränkter Haftung"

Ausser natürlich dass in kleinen Gesellschaften, der Hauptaktionär mitunter auch der Geschäftsführer ist, ist es kein prinzipieller Unterschied zwischen gross und klein.

Anders sieht das allerdings aus für Einzelfirmen, Kommanditgesellschaften .... wo der Inhaber auch noch mit seinem Privatvermögen haftet. Wer ohnehin genügend Kapital investiert, wird darum das Risiko minimieren und seine Firma wenigstens zu einer GmbH machen.

Das derzeitige Klima sollte darum genutzt werden, um ein paar zusätzliche Regeln aufzustellen, um Exzesse zu vermindern ( verhindern ?) und um die Schuldigen haftbar machen zu können..
Weiterer Beweis
Dies ist nur ein weiterer Beweis dafür, das nichts dazugelernt wurde, und das die Banker & Co. keinerlei ethische und moralische Wertvorstellungen mehr haben.
Es wurde alles der Gier geopfert und das ganze Entlöhnungssystem dieser Konzerne ist nur noch pervers und hat mit Entlöhnung im eigentlichen Sinne nichts mehr zu tun.
Beleidigung
Leider vergisst Dougan dass man Banker nicht nur wie Unternehmer behandeln soll wenn es gut geht, sondern auch wenn eine Bank Verluste macht.

Dass sich solche Leute deshalb Unternehmer nennen ist eine Beleidigung für jeden richtigen Unternehmer der auch grade stehen muss wenn es in die andere Richtung geht.
Ja klar ich verteidige auch
und das vor allem mein Portmonnaie. Sind wir mal ehrlich. Der Bonus ist für gute Arbeiter und gute Arbeit gar nicht so wichtig. Das sagen alle gemachten Umfragen zu dem Thema. Vor allem ist kein Mann der Welt 5 Mio pro Jahr wert. Die überschätzen sich nur masslos. Das einzige was solche Grosskonzerne stark macht, ist ihre Grösse. Diese Firmen manövrieren mit fremden Geld so träge wie ein Tankschiff auf dem Ocean. Jeder KUM wäre schon lange Konkurs gegangen. Vor allem sind die Finanzfirmen Schuld an der Krise. Sie leugnen es um so weitermachen zu können wie zuvor. Alles für den Geldsäckel
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