CAScination: ein GPS für den OP
publiziert: Dienstag, 19. Jan 2010 / 12:32 Uhr

Matthias Peterhans und Stefan Weber von der Uni Bern ist es gelungen, ein Navigationssystem zu entwickeln, das bei der Entfernung von Tumoren in der Leber Unterstützung leistet. Damit begeisterten die beiden Wissenschaftler auch die venture kick Jury und sicherten sich weitere 20‘000 Franken.

Matthias Peterhans und Stefan Weber im OP
Matthias Peterhans und Stefan Weber im OP
iVisc nennt sich das neu entwickelte Navigationssystem von Matthias Peterhans und Stefan Weber. In rund zwei Jahren intensiver Arbeit haben sie es geschafft, einen kompletten Hard- und Software-Prototypen für den OP aufzubauen, der wie ein GPS funktioniert und nun bereits im klinischen Umfeld getestet wird.

Tumore präzise orten
Haben sich mehrere Tumore in der Leber gebildet, ist es oft nicht mehr möglich, diese chirurgisch zu entfernen. Matthias Peterhans meint dazu: «Man muss sich das so vorstellen: Bilden sich mehrere Ableger an verschiedenen Orten, liegen diese oft zwischen wichtigen Blutgefässen der Leber. Bei der operativen Entfernung solcher Tumore mit der heute erreichbaren chriurgischen Präzision würden sich durch die durchgeschnittenen Gefässe grosse Ausfallgebiete ergeben. Die verbleibenden Leberanteile genügen dann nicht mehr zur Regeneration der Leber und deshalb kann nicht operiert werden.»

Fälle, die heute hoffnungslos sind, werden operierbar
Mit iVisc erhalten die Chirurgen ein System, mit dem sie die Tumore während der Operation per Monitor genauestens lokalisieren können. Peterhans: «Indem wir dem Chirurgen nun während der Operation anzeigen, wo diese Risikogebiete liegen und seine Instrumente an den Gefässen vorbei direkt zum Tumor führen, wird nur herausgeschnitten was wirklich nötig ist. Durch die erhöhte Präzision ermöglich unser Navigationsystem also die Behandlung einer neuen Patientengruppe, die bisher als chirurgisch nicht behandelbar galt.»

Mühelose Integration
Ein grosser Vorteil des Systems liegt auch darin, dass sich iVisc problemlos in eine bestehende Operationssaalumgebung integrieren lässt und die Spitäler nebst iVisc also keine weiteren Apparaturen anschaffen müssen, um von navigierter Chirurgie profitieren zu können. Der Kostenpunkt spricht auch in anderen Belangen für iVisc. Durch die erhöhte Präzision und verbesserte Orientierung während der Operation ist davon auszugehen, dass schonender operiert wird, dadurch weniger Komplikationen auftreten und sich Patienten dementsprechend schneller erholen. Chirurgie ist im Vergleich zu den anderen Behandlungsmöglichkeiten relativ billig und durch die erhöhte chirurgische Behandelbarkeit ist daher eine markante Reduktion der Gesundheitskosten pro Fall zu erwarten.

Bei venture plan ein Geschäftsmodell entwickelt
Auf dem Weg zum Unternehmertum hat Matthias Peterhans auch Unterstützung von venturelab erhalten. «Bei venture plan habe ich gelernt, wie man Forschungsresultate zu einem Geschäftsmodell weiterentwickelt und eigentlich zum ersten Mal etwas über Themen wie Marketing und Financing gehört.» Um sein Businessmodell noch weiter zu perfektionieren, plant er dieses Jahr noch den Besuch des venture trainings.

Ein rasanter Entwicklungsprozess
In der kurzen Zeit seit Firmengründung im August 2009 hat Matthias Peterhans eine ganz neue Sichtweise auf sein Projekt erhalten. «In der Forschung stellen sich vor allem Fragen zur technologischen Machbarkeit und der Anwendbarkeit von High-Tech im Operationssaal. Aus der Sicht einer Firma stehen aber Punkte wie Unique Selling Propositions und Nutzen für den Kunden im Vordergrund. Es ist sehr interessant mein PhD-Projekt nun auch aus dem Blickwinkel eines Unternehmers zu betrachten und so weiter zu entwickeln.» Den Schritt ins Unternehmertum hat er bis jetzt keineswegs bereut: «Unternehmer sein ist spannend und intensiv – es stellen sich jeden Tag neue Aufgaben und Herausforderungen. Ich habe während den ersten Monaten mit CAScination viel gelernt und es macht Freude zu sehen, wie sich unser Startup-Projekt rasant entwickelt.»

(es/venturelab)

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