Bush erwartet beträchtliche Kosten für Steuerzahler
publiziert: Freitag, 19. Sep 2008 / 16:36 Uhr / aktualisiert: Freitag, 19. Sep 2008 / 17:35 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush hat eingeräumt, dass die Massnahmen seiner Regierung zur Stützung der angeschlagenen Finanzmärkte das Land zunächst teuer zu stehen kommen.

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«Diese Massnahmen erfordern es, eine beträchtliche Summe an Geld der Steuerzahler zur Verfügung zu stellen», sagte Bush in Washington. Die kostspieligen Eingriffe der Regierung brächten ein «Risiko» mit sich. Auf lange Sicht sei aber zu erwarten, «dass dieses Geld letztlich zurückgezahlt wird», sagte der Präsident.

Zuvor teilte Finanzminister Henry Paulson mit, dass über einen «Gesamtplan» beraten werde, um die Krise zu überwinden. Paulson und US-Notenbankchef Ben Bernanke berieten mit Vertretern des US-Kongresses und der Präsidentin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, über das Vorgehen.

«Wir beschäftigen uns mit einem Ansatz, die systemischen Risiken in den Kapitalmärkten anzugehen», sagte Paulson nach den Treffen in Washington. «Wir sprachen über eine umfassende Herangehensweise, die per Gesetz das Problem der nicht-liquiden Vermögenswerte in den Bilanzen bewältigen soll.»

Schaffung einer staatlichen Behörde

Bernanke beschrieb die Gespräche im Kongress als «sehr, sehr positiv». Pelosi sagte: «Wir hoffen, sehr schnell voranzukommen. Tempo ist entscheidend.» Der demokratische Mehrheitsführer im Senat, Harry Reid, sagte, er erwarte einen Vorschlag binnen Stunden.

Laut Insidern erwägt die Bush-Regierung die Schaffung einer staatlichen Behörde, in der riskante Papiere und faule Kredite aus dem US-Hypothekenmarkt gebündelt werden sollen. Dies würde die Bilanzen der Banken von Lasten befreien und ihnen wieder einen normalen Geschäftsbetrieb ermöglichen.

Die Lösung wäre ähnlich wie beim Vorgehen in der schweren Krise von amerikanischen Sparkassen und Genossenschaftsbanken in den späten 1980er Jahren, berichtete der Wirtschaftssender CNBC.

Schwere Turbulenzen

Im Gefolge der Pleite der US-Bank Lehman Brothers waren die Börsen in den vergangenen Tagen weltweit in schwere Turbulenzen geraten. Die grossen Notenbanken der USA, Japans und in Europa hatten hohe Milliardenbeträge in den Markt gepumpt, um die Märkte zu stabilisieren.

Am Donnerstag erholten sich die US-Aktienmärkte nach ersten Gerüchten über den staatlichen Rettungsplan wieder. In Reaktion auf die mögliche Auffanglösung kletterte der Dow-Jones-Index zum Handelsschluss um fast 3,9 Prozent. Auch die Börsen in Lateinamerika und Japan reagierten mit teils kräftigen Gewinnen.

(smw/sda)

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Die Aktienhändler sind nervös.
Freiheiten
Liebe Valerie,
Wer's nicht versteht, dem ist nicht zu helfen. Hier melden sich ja wirklich häufig sehr einfache Gemüter zu Wort. Je weniger man versteht, umso leichter lebt es sich und um so besser kann man politisieren. Aber seltsam ist es schon, dass die, die immer aufheulen, wenn der Staat ein mal die Weichen stellen will und muss, weil etwas aus dem Ruder läuft, aufheulen und meinen, die Gestze seien alles Teufelszeug der Linken, selbst aber eine Volksinitiative nach der anderen starten, oder nach dem Staat rufen, wenn es wirtschaf6tlich bergab geht!. Volkinitiativen aber immer schön gegen Minderheiten, das kostet bei Wahlen keine Stimmen! Jetzt neu sollen IV-Bezüger nicht mehr eingebürgert werden können. Ganz schlau, denn das spart natürlich eine Menge Geld, wenn man IV-Bezüger nicht einbürgert!! Wer das eine nicht versteht, der versteht auch das andere nicht, da ist nichts zu machen. Die Freiheit ist so wie so nur etwas für uns Privilegierte!
Zweifel
Werter Magnus, es ist ja wahr, was Sie sagen. Ich bezweifle nur, ob einige bürgerlich gesinnte Leute Ihre Aussage richtig verstehen.
Vielleicht nicken diese nur mit dem Kopf und sagen: "Genau, Regulierung ist doch unnötig!"
Nur, diesmal kann man die Schuld für das Debakel nicht den Sozialisten in die Schuhe schieben oder in den USA den Demokraten. 8 Jahre Republikaner haben das Schlamassel angerichtet, oder etwa nicht?
Freier Markt
Es braucht keinen Staat, keine Gesetze nein, alles Sozialistenkram, der freie Mart regelt alles von allein! Wenn der freie Markt dann aber alles schön runter geregelt hat, na, wer kommt dann daher und soll alles wieder nach oben regeln? Natürlich der Staat, hab ich doch immer gesagt!
Dass der dann mitreden will und vielleicht sogar Gesetze machen möchte, damit so etwas nicht mehr passiert, ist doch wieder so ein völlig linker Sozialistenmist!l
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