Die Schweiz wird bis 2034 atomfrei
Bundesrat beschliesst Atomausstieg
publiziert: Mittwoch, 25. Mai 2011 / 15:47 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Jun 2011 / 13:25 Uhr
Der Bundesrat will aussteigen.
Der Bundesrat will aussteigen.

Bern - Der Bundesrat hat sich für einen Ausstieg aus der Atomenergie entschieden: In der Schweiz sollen nach seinem Willen keine neuen Atomkraftwerke gebaut werden. Die bestehenden Atomkraftwerke vorzeitig abschalten will der Bundesrat aber nicht.

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Energieministerin Doris Leuthard sprach von einem «historischen Tag». Der Bundesrat habe sich den Entscheid nicht leicht gemacht, sagte sie vor den Medien in Bern. Er habe die Vor- und Nachteile der Atomenergie sorgfältig abgewogen.

Ausschlaggebend für den Entscheid des Bundesrates war laut Leuthard sowohl das Risiko der Atomenergie als auch deren Preis. Das Restrisiko habe sich in Fukushima manifestiert, sagte die Energieministerin. «Wir mussten überlegen, ob wir damit leben wollen in der dicht bevölkerten Schweiz».

Hinzu komme, dass die Kernkraft immer teurer werde, während die Preise für erneuerbaren Energien sinken würden. Damit falle der komparative Vorteil der Atomenergie zunehmend weg. Aus diesen Gründen habe sich der Bundesrat für einen schrittweisen Ausstieg entschieden.

Keine Jahreszahl für den Ausstieg

Ein fixes Datum hat die Regierung nicht festgelegt: Die Reaktoren sollen so lange laufen, wie sie sicher sind. Ob sie dies sind, soll das Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) entscheiden. Es sei an den Experten und nicht an der Politik, die Sicherheit zu beurteilen, sagte die Energieministerin.

Wann ein Atomkraftwerk das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, hängt laut Leuthard nicht zuletzt davon ab, wie viel die Betreiber noch investieren wollen. Der Bundesrat geht von einer Lebensdauer von rund 50 Jahren aus. Wenn die Sicherheit es erfordere, könne ein AKW auch früher abgeschaltet werden, sagte Leuthard. «Es können aber auch 60 Jahre sein.»

Bei einer Betriebsdauer von 50 Jahren würde Beznau I 2019 abgeschaltet. Beznau II und Mühleberg würden 2022 folgen, Gösgen 2029 und Leibstadt 2034. Die Grünen streben mit einer Volksinitiative den Ausstieg bis 2029 an, die SP verlangt in einem parlamentarischen Vorstoss den Ausstieg bis 2025.

(bg/sda)

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Zeit nutzen
Bin mit JB absolut einverstanden. Ich hoffe aber doch sehr, dass die Zeit wirklich genutzt wird und nicht wieder verstreicht ohne dass etwas geschieht.
Vernunft hat gesiegt
Genau das Richtige wurde beschlossen.
Die AKW's laufen lassen bis zum Ende der Laufzeiten.
In dieser langen Zeit, wird es kein Problem sein, die Atomkraft zu ersetzen.
Dazu braucht es nur eines:
Die Rechtsbürgerlichen müssen den Weg freimachen zur konsequenten Förderung und Realisierung der erneuerbaren Energien. Der Stillstand der letzten 10 Jahre war unerträglich.

Die SVP muss ja nicht weinen. Nebst der Atomlobby hat sie ja noch ihr zweites finanzielles Standbein die UBS, bis die wieder hoppsgeht jedenfalls.

Die Linken müssen nun die diversen Umweltverbände und Deppenvereine wie den VCS stark unter Druck setzen, damit keine sinnlosen Einsprachen mehr erfolgen.
Bzw. man sollte das Einspracherecht für Energieprojekte sowieso abschaffen.

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