
Bern - Der Schweizer Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann hat vor der Einführung von Eurobonds gewarnt. Er schlägt den Euro-Ländern vor, zwei Drittel in die Zukunft zu investieren und mit einem Drittel «die Sünden der Vergangenheit zu erledigen».
«Disziplin und nachhaltiges Wachstum sind gefragt», sagte Schneider-Ammann. Ein Rezept könne die Schweiz liefern: Sie investiere in Bildung und Innovation, werde damit effizienter und leistungsfähiger und habe mit der Schuldenbremse die Schulden im Griff.
Eine Vergemeinschaftung der Schulden jedoch sei gefährlich, sagte der Vorsteher des Eidg. Volkswirtschaftsdepartements (EVD). Denn sie schwäche die stärkeren Volkswirtschaften und lasse die Schwächeren glauben, dass mit ihrer Disziplin und Effizienz der Kontinent zurück zu Wachstum geführt werden könne.
«Schon die Einwilligung von Bundeskanzlerin Merkel in eine Fiskalunion betrachte ich als Kniefall und kaum zielführend», sagte Schneider-Ammann. Die Probleme müssten fundamentaler angegangen werde.
An «ein Horrorszenario Zusammenbruch Euro» glaubt Schneider-Ammann dennoch nicht. «Das kann und wird sich Europa nicht leisten». Für «möglichere Entwicklungen» seien aber auch in der Schweiz Massnahmen vorbereitet worden. «Wir spielen immer wieder verschiedenste Szenarien durch», sagte Schneider-Ammann.
Mindestkurs kompromisslos verteidigen
Der Schweizer Wirtschaft geht es im Vergleich mit derjenigen der EU zurzeit zwar gut - doch darin sieht Schneider-Ammann auch eine Gefahr. «Die Schere zwischen unserer Wirtschaftsentwicklung und derjenigen der EU darf nicht weiter aufgehen, denn dies würde wiederum den Franken unter Druck setzen.»
Dadurch würde auch der Druck auf die Schweizer Nationalbank (SNB) zunehmen. «Umso wichtiger ist es, dass sie den Mindestkurs trotzdem und kompromisslos verteidigt. Das wird sie auch tun.» Allerdings gebe es dies nicht zum Nulltarif.
Mit dem Entscheid der Europäischen Zentralbank (EZB), den Leitzins von 1,0 auf 0,75 Prozent zu senken, bleibe der Aufwertungsdruck auf den Franken bestehen und dürfte sogar grösser werden, sagte Schneider-Ammann. «Umso entscheidender ist die Limite der Nationalbank bei 1,20 Franken.» So werde wenigstens das Verhältnis zum Euro nicht noch nachteiliger.
Eine schrittweise Absenkung des Mindestkurses hält Schneider-Ammann für unrealistisch. «Jetzt geht es darum, dass die Firmen 'im Schatten der 1,20-Sicherheit' ihre Wettbewerbsfähigkeit verbessern und wiederum Geld verdienen, um in die Zukunft investieren zu können.»
Damit würden sie die Abhängigkeit vom Schutz der SNB reduzieren können, ohne dass der Arbeitsmarkt mit Arbeitslosigkeit die Zeche zahle.
(asu/sda)
- Midas aus Dubai 3063
Zeichen für was? Schaden? Also Grendel, Sie wollen also ein Gesetzt annehmen dass der Schweiz ... gestern 21:24 - grendel aus Herisau 3
zeichen setzen ich mach mir keine illusionen, dass eine annahme gross verbesserungen ... Mo, 17.06.13 19:24 - BigBrother aus Arisdorf 1362
einfach naiv und blauäugig Die Umsetzung der Initiative wird bestimmt einfach sein, denn bei einer ... Mo, 17.06.13 15:56 - thomy aus Bern 3841
Liiieeeber jorian ... Einfach so ein (un-)gutes Gefühl ... Jetzt interessiert es mich nicht ... Mo, 17.06.13 11:22 - jorian aus Gretzenbach 1196
Humor Sie sind nicht neugierig, warum wollen Sie dann wissen, wer hinter dem ... So, 16.06.13 22:15 - Heidi aus Oberburg 875
was nein, thomy? Haben Sie keine Ahnung, obwohl ich das mehrmals hier im Forum erwähnt ... So, 16.06.13 21:58 - thomy aus Bern 3841
Nein, liebe Heidi ... ... so genau weiss ich es nicht - Allerhöchstens kann ich etwas ahnen. ... So, 16.06.13 21:08 - jorian aus Gretzenbach 1196
Gewerkschaften Ich war bei der UNIA, ich war bei der SYNA und beim SBKPV. Brauchte ... Fr, 14.06.13 06:39
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