Bundesrätliche Ausnahme für Chavalon
publiziert: Mittwoch, 24. Nov 2010 / 23:32 Uhr
Gaskraftwerk. (Symbolbild)
Gaskraftwerk. (Symbolbild)

Bern - Im Unterwallis kann am Standort des früheren Ölwerkes von Chavalon künftig ein Gaskraftwerk betrieben werden. Gegen den Willen des Parlaments und der Mehrheit der Kantone hat der Bundesrat Sonderregeln für Chavalon beschlossen.

...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
4 Meldungen im Zusammenhang
Anders als andere Gaskombikraftwerke ist Chavalon nicht dazu verpflichtet, wesentliche Teile der Abwärme für Heizzwecke zu nutzen. Der Bundesrat hat am Mittwoch eine entsprechende Verordnung verabschiedet. Die Verordnung und das Gesetz über die fossil-thermischen Kraftwerke treten am 1. Januar 2011 in Kraft.

Der Bundesrat habe ausführlich über die Frage diskutiert, sagte Bruno Oberle, der Direktor des Bundesamtes für Umwelt (BAFU), auf Anfrage. Hätte er keine Sonderregeln beschlossen, hätte dies das Aus für Chavalon bedeutet. Der Bundesrat wolle sich aber Gaskombikraftwerke als Option offen halten, und Chavalon sei einer der wahrscheinlichsten Standorte.

Das Parlament hatte das Gesetz über die klimapolitischen Auflagen für fossil-thermische Kraftwerke in der Sommersession zu Ende beraten und verabschiedet. National- und Ständerat einigten sich darauf, dass Gaskombikraftwerke ihre CO2-Emissionen vollumfänglich kompensieren müssen, dies aber teilweise im Ausland tun dürfen.

«Lex Chavalon» im Parlament umstritten

Sonderregeln für Chavalon waren in den Räten umstritten. Zur Debatte stand, ob das frühere Ölwerk, das künftig als Gaskraftwerk betrieben werden könnte, denselben Wirkungsgrad erfüllen muss wie andere Werke.

Der Wirkungsgrad ist umso höher, je besser die bei der Stromproduktion entstehende Wärme genutzt wird. Bei Chavalon besteht das Problem darin, dass das ein paar hundert Meter über dem Rhonetal gelegene Werk nicht in der Nähe von Siedlungen liegt und somit die Abwärme nicht zum Heizen genutzt werden kann.

Die Befürworter einer Sonderregelung argumentierten, ohne Ausnahmeklausel verunmöglichten die Räte den Betrieb eines Gaskraftwerks an diesem Standort, und dies sei - nicht zuletzt aus regionalpolitischen Gründen - der falsche Weg. Die Mehrheit befand aber am Ende, für alle Werke müssten dieselben Regeln gelten.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Bern - Das Bundesamt für Umwelt (BAFU) und die Betreiberin des geplanten Gaskombikraftwerks Chavalon in ... mehr lesen
Das Gaskraftwerk Chavalon nimmt eine weitere Hürde.
Gastautor Christian Wasserfallen ist Nationalrat FDP und Mitglied der Kommission für Umwelt, Raumplanung und Energie UREK.
ETH-Zukunftsblog Je länger die Zeit fortschreitet, desto konkreter wird die eiligst beschlossene Energiewende. Noch schneller geht es in ... mehr lesen
Sitten - Die Walliser Regierung hat die Beschwerden gegen das Gaskraftwerk Chavalon teilweise gutgeheissen. Diverse ... mehr lesen
Das Projekt hält nach Meinung des Walliser Staatsrats die umweltschutzrechtlichen Bestimmungen ein
Gaskombikraftwerke dürfen 30 Prozent der CO2-Emissionen im Ausland einsparen.
Green Investment Bern - Gaskombikraftwerke müssen ihre CO2-Emissionen vollständig kompensieren. Sie dürfen dies aber teilweise im Ausland tun. ... mehr lesen
Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
Branchenverband, Ihr kompetenter Partner für Elektro-, Energie- und Informationstechnik
Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Die Massnahmen beziehen sich vor allem auf höhere CO2-Abgaben auf Brennstoffe, das Gebäudeprogramm oder die Abgasvorschriften für neue Personenwagen.
Die Massnahmen beziehen sich vor allem auf ...
Klimaschutz  Bern - Nach dem Willen des Ständerats soll die Schweiz ihre Anstrengungen zur Reduktion von Treibhausgasen fortsetzen. Er hat am Dienstag der Änderung des Kyoto-Protokolls zugestimmt. Es handelt sich um die internationale Verpflichtung der Schweiz für die Jahre 2013-2020. 
G20-Staaten machen Tempo beim Klimaschutz Brisbane - Trotz anfänglichen Widerstands der australischen Gastgeber haben die ...
Wegen Terrorgefahr  Paris - Die Umweltorganisation Greenpeace hat wegen Terrorgefahr eine vorübergehende Abschaltung der französischen ...
Das Atomkraftwerk in Fessenheim.
Paris: Nationalversammlung für Reduzierung der Atomkraft Paris - Die französische Nationalversammlung hat für die Senkung des Anteils der Atomkraft an ...
Im Gesetz ist die Atomstrom-Reduzierung festgeschrieben. (Symbolbild)
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Das kann ich aus meinem Berufsleben unbedingt bestätigen. Mitarbeiter im Verkauf und den ... Do, 20.11.14 00:51
  • HeinrichFrei aus Zürich 350
    UBS, Crédit Suisse, Kantonalbanken, usw. finanzieren Firmen die Atombomben fabrizieren Schlimm sind nicht nur die Devisenmanipulationen der UBS zulasten von ... Mo, 17.11.14 16:00
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Sag ich doch! " Im Juni 2002 traten die Bilateralen I in Kraft. Zuvor habe die ... So, 16.11.14 17:19
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Seht her, was andere können, das können wir schon lange! Gut haben wir so ... Fr, 14.11.14 20:14
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2589
    Eine... Nichtlieferung dieser Schiffe würde das Aus für die französische ... Fr, 14.11.14 10:21
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Gut so, denn Zufriedenheit immer schlecht! Nur Kritik führt zur Verbesserung der ... Di, 11.11.14 18:24
  • LinusLuchs aus Basel 49
    Offene Märkte, geschlossene Demokratie Wenn Schneider-Ammann, der neoliberale Prototyp im Bundesrat, vom ... Di, 11.11.14 10:55
  • Kassandra aus Frauenfeld 1067
    Aber dann bitte sowohl unsere als die Gesetze der Handelspartner achten und ... Di, 11.11.14 00:33
Das Atomkraftwerk in Fessenheim.
Green Investment Greenpeace fordert Aus für alte französische AKW Paris - Die Umweltorganisation Greenpeace ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Erneuerbare Energie
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
swiss halal market & expo Logo
21.11.2014
20.11.2014
19.11.2014
Bk Beeckon CONNECTEUR D'AFFAIRES SUISSE Logo
19.11.2014
19.11.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 5°C 6°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel 5°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 6°C 7°C leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 8°C 9°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Luzern 8°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 8°C 12°C leicht bewölkt stark bewölkt, wenig Regen stark bewölkt, wenig Regen stark bewölkt, wenig Regen stark bewölkt, wenig Regen stark bewölkt, wenig Regen
Lugano 9°C 12°C bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen bedeckt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten