Breites Bündnis im Atomkonflikt angestrebt
publiziert: Mittwoch, 18. Jan 2006 / 23:52 Uhr

Berlin - Im Atomkonflikt mit Iran wollen Deutschland und Frankreich ein möglichst breites internationales Bündnis herstellen, um Teheran zur Änderung seiner Haltung zu bewegen.

Merkel und De Villepin sprachen sich für ein deutliches Zeichen an den Iran aus.
Merkel und De Villepin sprachen sich für ein deutliches Zeichen an den Iran aus.
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Diese Absicht bekräftigten die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin vor einem Treffen in Berlin. Merkel sagte, bei der bevorstehenden Sitzung des Gouverneursrats der internationalen Atombehörde IAEA sollen dafür die Grundlagen geschaffen werden.

Merkel betonte, es gehe darum, dass die internationale Staatengemeinschaft ein Zeichen setze, dass sie die Haltung Irans nicht akzeptiere. Es sei nun wichtig, «entschlossen nächste Schritte zu gehen».

Auch der französische Aussenminister sagte, es sei vorrangig, einen internationalen Konsens in dem Konflikt herzustellen. Danach könne es «weitere Etappen» geben. Wichtig sei, dass die internationale Staatengemeinschaft einig bleibe.

Merkel und de Villepin unterstrichen die Bedeutung der deutsch- französischen Zusammenarbeit für die weitere Entwicklung in Europa. Der Premierminister brachte auch den Aufbau einer gemeinsamen deutsch-französischen Grenzpolizei ins Gespräch, die gegen illegale Einwanderung vorgehen könnte.

Zuvor hatte de Villepin in einem Vortrag unterstrichen, dass sein Land auch mit der neuen deutschen Bundesregierung eng an der Weiterentwicklung Europas arbeiten wolle.

Deutschland und Frankreich müssten weiter die Rolle eines Motors beim Aufbau Europas übernehmen, sagte de Villepin in der Berliner Humboldt-Universität. Es gehe darum, sich mit Pragmatismus den Herausforderungen zu stellen.

(bert/sda)

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