Börsenindex Nikkei stürzt dramatisch ab
publiziert: Freitag, 10. Okt 2008 / 08:58 Uhr / aktualisiert: Freitag, 10. Okt 2008 / 09:58 Uhr

Tokio - Panikverkäufe und die Angst vor einer weltweiten Rezession haben die Börsen in Asien am Freitag erneut einbrechen lassen. Der wichtigste asiatische Index, der japanische Nikkei, fiel so stark wie seit über 20 Jahren nicht mehr.

Schlechte Stimmung in Tokio: Der Nikkei sank um 9,6 Prozent.
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Zum Ende einer desaströsen Börsenwoche erklärten Händler, der Einbruch habe psychologische Gründe und mit der realen Wirtschaftsentwicklung nicht mehr viel zu tun.

Verstärkt worden sei der Abwärtstrend zum Wochenausgang durch schlechte US-Vorgaben und den ersten Zusammenbruch eines japanisches Unternehmens im Zuge der Finanzkrise. Experten hoffen nun auf weitere staatliche Hilfen zur Stabilisierung der Märkte.

In Tokio brach der Nikkei-Index um 9,6 Prozent auf 8276 Punkte ein. Zwischenzeitlich lag er über zehn Prozent im Minus. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 7,1 Prozent schwächer bei 840 Zählern.

Einbruch in Australien

Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Shanghai, Taiwan und Singapur notierten schwächer, die Verluste fielen jedoch geringer aus als in Tokio. Australiens Börse brach dagegen so stark ein wie seit 16 Jahren nicht mehr. Der Leitindex S&P/ASX 200 schloss 8,3 Prozent tiefer.

Händler in Tokio zeigten sich ratlos. «Im Wesentlichen hat das psychologische Gründe - und das wird nicht aufhören, bis die Ängste um das Finanzsystem aufhören», sagte Hiroaki Osakabe von Chibagin Asset Management.

Mitverantwortlich für die Panikverkäufe in Tokio war Experten zufolge die Pleite des mittelgrossen Versicherers Yamato Life, das als erstes japanisches Unternehmen in Folge der Finanzkrise zusammenbrach. Bisher hatten viele Händler gehofft, dass Japan die Finanzkrise im Vergleich zu den USA und Europa relativ glimpflich überstehen werde.

Exporttitel unter Druck

Nach den massiven Verlusten in den USA, wo die drei wichtigsten Indizes auf dem tiefsten Stand seit mehr als fünf Jahren schlossen, gerieten in Japan besonders Exporttitel unter Druck.

Angesichts der anhaltenden Furcht vor einer globalen Rezession erreichte der japanische Yen im asiatischen Devisenhandel ein Dreijahreshoch zum Euro.

Die europäische Gemeinschaftswährung rutschte zeitweise auf 132.80 Yen ab, später notierte sie mit 133.91 Yen. Der Dollar markierte ein Sechs-Monatstief von 97.91 Yen, erholte sich später aber wieder auf 98.96 Yen. Der Euro verlor gegenüber dem Dollar leicht auf 1.3530 Dollar.

(tri/sda)

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