Börsen reagieren verhalten auf Stresstest-Ergebnisse
publiziert: Montag, 26. Jul 2010 / 21:02 Uhr / aktualisiert: Montag, 26. Jul 2010 / 23:02 Uhr
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Die Finanzwerte in ganz Europa gehörten zu den Gewinnern.
Die Finanzwerte in ganz Europa gehörten zu den Gewinnern.

Zürich/Frankfurt/London - Nach der Veröffentlichung der Stresstest-Ergebnisse für europäische Banken haben sich die Anleger am Montag auffallend zurückgehalten. Die Ruhe an den Märkten stand in keinem Verhältnis zur Aufregung im Vorfeld der Publikation.

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Da beim Stresstest Überraschungen ausgeblieben seien, wirkten die Anleger ein wenig richtungslos, sagte ein Händler. Die Investoren interessierten sich daher wieder verstärkt für die US-Konjunkturdaten und Quartalsabschlüsse, die in den kommenden Tagen veröffentlicht werden.

An der Schweizer Börse legten die beiden Grossbanken am Montag zu: UBS schlossen in einem insgesamt kaum veränderten Gesamtmarkt um 1,5 Prozent höher und gehörten damit zu den grössten Gewinnern, Credit Suisse avancierten um 1,4 Prozent.

UBS und Credit Suisse hatten einen Stresstest der hiesigen Finanzmarktaufsicht (FINMA), der strenger angelegt war als jener in der EU, zwar klar bestanden. Doch die Anleger interessierten sich mehr für die UBS-Quartalszahlen, die am (morgigen) Dienstag veröffentlicht werden. Vor allem interessiert die Frage, ob der Abfluss von Kundengeldern gebremst werden konnte.

Bank-Branchenindex legt zu

Wie in Zürich gehörten Finanzwerte in ganz Europa zu den Gewinnern. Trotz aller Kritik an der Belastungsprobe für 91 Geldhäuser herrschte Erleichterung, dass negative Überraschungen ausblieben. Der europäische Stoxx-Branchenindex kletterte um 1,6 Prozent.

Die Titel der Deutschen Bank fielen zunächst um bis zu 3 Prozent, schlossen dann aber 1,3 Prozent im Plus. Händler erklärten die anfänglichen Abgaben damit, dass die Deutsche Bank ihr Staatsanleihen-Portfolio nicht im Detail veröffentlichen wolle. Ein Sprecher der Bank signalisierte indes, dass der Branchenprimus dies bei den Quartalszahlen am Dienstag nachholen werde.

Einige Händler äusserten zudem die Befürchtung, dass die Deutsche Bank in einem Krisenfall für ihre weniger gut aufgestellte Tochter Postbank geradestehen müsste. Diese hatte den Stresstest nur knapp bestanden. Dessen ungeachtet stieg die Postbank-Aktie zeitweise um 2,2 Prozent. Händler hatten dafür keine Erklärung parat.

(fest/sda)

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