Aon Consulting European Employee Benefits Benchmark
Blindlings in die Altersarmut
publiziert: Freitag, 4. Jun 2010 / 12:15 Uhr

Rotterdam - Sowohl europäischen Regierungen als auch Arbeitgebern gelingt es nicht, ihre Bürger und Arbeitskräfte ausreichend über den langfristigen Wert ihrer Rentenbezüge aufzuklären. Weniger als ein Viertel der europäischen Arbeiter geben an, sich für ihre Rente zu interessieren, obwohl eben diese sie im Ruhestand unterstützen wird.

Zwischen der Vorstellung eines sorglosen Lebensabends und der Realität liegen zuweilen Welten.
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Dies geht aus Erhebungen von Aon Consulting hervorgeht.



 Diese Studie ist Teil der «Aon Consulting European Employee Benefits Benchmark», einer Befragung unter mehr als 7500 Arbeitern aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Irland, den Niederlanden, Norwegen, Spanien, der Schweiz und Grossbritannien und damit zehn der führenden Wirtschaftssysteme Europas. Die Bewertung konzentriert sich auf die Meinungen von Arbeitern in ganz Europa zu Themen wie Pensionierung, Sozialleistungen und anderen pensionsbezogenen Fragestellungen.


Deutsche vorne

Grossbritannien, Frankreich und den Niederlanden gelingt es nicht, eine ausreichende, langfristige Kultur der Altersrücklagen zu fördern. Und das trotz der durch die Kreditverknappung verursachten Turbulenzen an den Finanzmärkten, wobei lediglich 12 Prozent der Menschen ein aktives Interesse an ihren Pensionen bekunden. Dem stehen 37 Prozent in Deutschland, und damit der höchsten Quote Europas, Belgien mit 34 Prozent und der Schweiz mit 33 Prozent gegenüber.

5 Prozent tun gar nichts

Trotz der Bedeutung einer Finanzplanung für den Ruhestand und des generellen Trends hin zu weniger staatlicher Unterstützung bei den Rentenzahlungen geben 16 Prozent der Personen an, keine Altersvorsorge parat zu haben, da sie sich das Sparen nicht leisten könnten. 11 Prozent gaben an, einfach nicht dazu zu kommen, und 5 Prozent behaupten, sich aktiv dafür entschieden zu haben, auf staatliche Leistungen zu bauen, was diese somit der Willkür der jeweiligen Regierung ausliefert.

Wenig Eigenverantwortung

Es verwundert vielleicht nicht, dass der Trend in ganz Europa zu weniger 18- bis 35-jährigen Personen mit Altersrücklagen geht als bei höheren Altersklassen. Oliver Rowlands, Pensionierungsleiter EMEA bei Aon Consulting: «Viele Menschen werden schlicht und ergreifend blindlings in die Altersarmut laufen, sofern sie nicht mehr als ein aktives Interesse an ihren Rentenzahlungen bekunden. Regierungen und einige Arbeitgeber in ganz Europa suchen nach Wegen, um ihre Rentenzahlungsverpflichtungen zurückzufahren. Daher ist es unerlässlich, dass die Menschen mehr Verantwortung für ihre eigenen Altersfinanzen übernehmen.»

Kontinuierlich kommunizieren

Viele Arbeitgeber nehmen die Leistung angemessener Renten für ihre Mitarbeiter auch weiterhin sehr ernst und geben eine Menge Geld für die Leistung einer langfristigen Fürsorge für ihre Belegschaft aus. Obwohl Arbeiter im Allgemeinen von Arbeitgebern geforderte Renten wertschätzen, und zwar sowohl leistungsorientierte als auch beitragsorientierte Versorgungszahlungen, neigen sie dazu, ihre Angelegenheiten erst bis kurz vor der Pensionierung in die Hände zu nehmen, wenn es schon zu spät ist. Arbeitgeber müssen den Wert und die Auswahlmöglichkeiten im Zusammenhang mit dieser Leistung durch offene, ehrliche, klare und kontinuierliche Mitteilungen an ihre Mitarbeiter kommunizieren, um hieraus eine effiziente Waffe in ihrem Arsenal beim «War for Talent» zu schmieden. Gleichzeitig müssen sie dafür sorgen, ihre Belegschaft dahingehend aufzuklären und zu unterstützen, die notwendigen Schritte zu unternehmen, um geeignete und erforderliche Massnahmen rund um das Thema Altersvorsorge zu ergreifen.

(ds/KMU Magazin)

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- Abschaffung der Bemessungsgrenzen in Deutschland
- Alle Einkünfte mit Sozialabgaben beaufschlagen
- Rentenzahlung nicht nach Einzahlungsintensität, sondern wie in der Schweiz, Zahlung von Mindest- und Maximalrenten festlegen.
Es ist keine Frage der Aufklärung über die Altersvorsorge, sondern das von Politikern aller Richtungen forcierte zerstörerische Vorgehen gegen das Umlagesystem und das damit einhergehende berechtigte Misstrauen gegen die Lobby der Versicherungswirtschaft. Alleine die Aufgabe der paritätischen Teilhabe der Arbeitgeber zeigt, woher der wind weht. Kommen die Vorschläge der EU mit der Ausweitung des Rentenalters auf 70 Jahre, ohne dass auch nur im Geringsten Ausicht auf Arbeitsplätze besteht, wird uns dazu bringen auf die Straße zu gehen. Hier wird Politikern wie Frau Wagenknecht die nötige Unterstützung vorbereitet. Wollen Sie wirklich wieder Verhältnisse wie in den 20 er Jahren? Der Umgang mit der Finanzkrise und der damit einhergehenden Staatsverschuldung zu Lasten der jungen Generation wird - da braucht man kein Prophet sein - Die Rentner bald in massive Gegenwehr drängen. Artikel wie dieser ekeln einen an!!
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