Birkenfeld muss für drei Jahre ins Gefängnis
publiziert: Montag, 4. Jan 2010 / 10:09 Uhr / aktualisiert: Montag, 4. Jan 2010 / 19:46 Uhr

Washington - Der wichtigste Zeuge in der UBS-Affäre, Bradley Birkenfeld, muss am Freitag definitiv ins Gefängnis. Ein Richter im US-Bundesstaat Florida lehnte es ab, die Haft des ehemaligen Kundenberaters der Grossbank UBS zu verschieben.

Bradley Birkenfeld war Kundenberater der UBS in den USA.
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Auch bezüglich der Dauer zeigte sich der Bundesrichter hart: Birkenfeld muss wie vorgesehen 40 Monate hinter schwedische Gardinen. Die Anwälte hatten einen späteren Haftantritt sowie eine mildere Strafe für den 44-jährigen US-Amerikaner gefordert.

Steuerstreit ins Rollen gebracht

Birkenfeld hatte den Steuerstreit zwischen der Schweiz und den USA ins Rollen gebracht, welcher zu einer Aufweichung des Schweizer Bankgeheimnisses führte. Seine Informationen bildeten den Grundstein für die Ermittlungen der US-Behörden gegen die UBS.

Er war im vergangenen August verurteilt worden, weil er dem kalifornischen Immobilienhändler Igor Olenicoff dabei half, rund 200 Mio. Dollar an der US-Steuerbehörde IRS vorbei auf Konten in der Schweiz und in Liechtenstein zu verstecken.

Entschädigung gefordert

Zwei Tage vor Birkenfelds Verurteilung unterzeichneten die Schweiz und die USA einen Vergleich, wonach Bern trotz des Schweizer Bankgeheimnisses den US-Behörden Informationen über 4500 UBS-Konten liefern muss, deren Besitzer der Steuerhinterziehung verdächtigt werden.

Birkenfeld möchte für seine Kooperation fürstlich entschädigt werden: Sein Anwalt fordert eine hohe Belohnung für seinen Klienten. Birkenfeld sagte dem US-Fernsehsender CBS, er habe auf 19'000 UBS-Kunden aus den USA hingewiesen, die auf geheimen Konten der Schweizer Bank rund 20 Mrd. Franken angelegt hätten. Es sei ungerecht, dass nur er ins Gefängnis müsse.

 

(fest/sda)

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