Demonstranten schlafen auf Paradeplatz
Besetzer verharren weiter auf dem Zürcher Paradeplatz
publiziert: Sonntag, 16. Okt 2011 / 11:45 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 16. Okt 2011 / 12:00 Uhr
Die Aktivisten liessen sich von den tiefen Temperaturen nicht abhalten.
Die Aktivisten liessen sich von den tiefen Temperaturen nicht abhalten.

Zürich - In mehreren Schweizer Städten haben am Wochenende «Empörte» gegen die Banken, das Wirtschaftssystem und die etablierte Politik protestiert. In Zürich besetzten Aktivisten den Paradeplatz. Rund 40 übernachteten dort in Zelten. Sie wollen den Platz vorerst nicht freigeben.

4 Meldungen im Zusammenhang
Am Samstag demonstrierten rund tausend Menschen auf dem Zürcher Paradeplatz friedlich und farbenfroh, nach dem Vorbild der Proteste gegen die Wall Street in New York. In Genf gingen rund 300 Aktivisten auf die Strasse, in Basel 100 und in Bern etwa 50.

«Rettet Menschen, nicht Banken»

Unter dem Motto «Rettet Menschen, nicht Banken» nahmen die Aktivisten den Zürcher Paradeplatz in Beschlag und liessen sich vor den Sitzen der Grossbanken UBS und Credit Suisse nieder. Unter ihnen waren viele junge Menschen, aber auch zahlreiche Erwachsene und vereinzelte Familien.

Nach Angaben der Organisatoren kamen gegen tausend Personen zusammen. Die Jungsozialisten (Juso) teilten mit, es seien 1200 Teilnehmer gezählt worden. Bei der Stadtpolizei Zürich hiess es auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, es seien 600 bis 800 Personen auf dem Paradeplatz gewesen.

Die Stadtpolizei hielt sich im Hintergrund und schritt auch nicht ein, als rund 40 Aktivisten beschlossen, in der Nacht auf Sonntag auf dem Paradeplatz zu campieren. Der Platz werde vorerst nicht geräumt, sagte Aktivist Laurent Moeri am Sonntag. Fordere die Polizei die Aktivisten auf, zu gehen, würden sie umziehen.

Ein Sprecher der Stadtpolizei machte keine Angaben dazu, wie die Ordnungshüter vorgehen wollen. Vor dem Sitz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich in Basel hatte am Samstag ein Sit-In stattgefunden. Rund 100 Personen versammelten sich zu friedlichen Diskussionen.

Jean Ziegler: Grussbotschaft aus Paris

Zu «Occupy Paradeplatz» in Zürich hatten unter anderen die Juso und die jungen Grünen aufgerufen. An der Veranstaltung nahmen auch Vertreter der umstrittenen Gruppierung «We are change» und von «Echte Demokratie jetzt» teil.

In Zürich vor Ort war auch der ehemalige Genfer SP-Nationalrat und Globalisierungskritiker Jean Ziegler. Seiner Meinung nach braucht es die «Occupy»-Proteste in der Schweiz «unbedingt», wie er im Interview mit der «SonntagsZeitung» sagte.

Sie als Aufstand von Verschwörungstheoretikern zu bezeichnen, ist für Ziegler ein «diffamatorischer Angriff auf die Bürgerbewegung und inakzeptabel».

(asu/sda)

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Kopfsteuer
..ist abgeschafft.
Steuern sind nicht das einzige Problem auf dieser Welt. Ausser bei Ihnen - da steht manches auf dem Kopf.
Das Leiden der Besetzer ist aus dem Busch halt nur schwerlich zu beurteilen. Ihr Leiden ist mir auch nicht bekannt. Aber es hat bestimmt auch mit dem Kopf zu tun.
Das Leiden
Diese Besetzer leiden wahrscheinlich alle so sehr unter der grossen Steuerlast der Kopfgeldsteuer.
Komplexe Forderungen
lassen sich halt nicht in einfache Formeln zwängen, die dann "konkret" umgesetzt werden können. Nachdem nun Hundertschaften von Politikern jahrzehntelang Bullshit praktiziert haben, ist es fast zynisch, nun eine "klare" Formulierung zu fordern. Das wäre etwa so, wie die Heisenberg'sche Unschärferelation in einem Satz erklären zu wollen.
Das ist das Grundproblem der Politik: es werden ständig einfache Lösungen für komplexe Probleme angeboten; meistens bevor die Probleme richtig analysiert worden sind. Das funktioniert nicht.
Fraglich . . .
. . . ob es gut ist, wenn wieder dieser diffuse Clan von Globalisierungsgegnern dieses wichtige Thema blockiert. Es macht wenig Sinn, ohne klare Forderungen zu demonstrieren, die denn auch konkret umgesetzt werden müssen. Keine Spekulation mit Food, Energie oder Währungen. Diese Forderung gehört ins Parlament (weltweit) und nicht auf die Strasse.
Ich find's ja gut,
dass die paar Leutchen sich politisch betätigen und sich für die Welt in der sie leben interessieren.

Dass sie nicht meine Meinung vertreten ist das eine.
Dass ich auf keine Gegendemo gehe das andere.

Es hat damit zu tun, dass ich arbeiten muss und deshalb keine Zeit dazu habe. So wie ein Grossteil der schweigenden Mehrheit.

In den Medien wird für die paar verträumten und verwirrten Leutchen ein Riesenfass aufgemacht. Aber gemach, die schweigende Mehrheit ist nicht so fotogen. Deshalb stürzt man sich auf Exoten.

Die ihren Lebensunterhalt wie verdienen?
Hat ein Qualitätsjourni darauf eine Antwort, weil er nachgefragt hat? Kann man von den Journis doch erwarten, oder? Bei den paar Leutchen dauert so 'ne Umfrage ja nicht allzulange. Sollte durch's Zeilenhonorar gedeckt sein.
Wie hat noch keiner nachgefragt. Ja jetzt aber hurtig.
Hat man Ihnen
eigentlich schon mal den Gang zum Kopfdoktor nahe gelegt?

Es ist ja jedem überlassen, sein Leben hinter dem Vorhang hervorgügselnd zu verbringen, um über alles zu schimpfen und spotten, was man nicht verstehen kann. Ich hoffe, Sie behalten Ihren Senf wenigstens für sich, wenn Sie mal tot sind. Oder motzen Sie dann noch aus der Holzkiste?
" Kuriert
die Blasenentzündung" liest man doch da auf einem Plakat!
Hoffentlich wird es noch kälter heute Nacht. Dann ist bei einigen Teilnehmer dieser unbeholfenen und albernen Demos in der Tat kurieren der eingefangenen Blasenentzündung angesgt.
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  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
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  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
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