Beschäftigung in der Industrie wächst solid
publiziert: Donnerstag, 24. Feb 2011 / 13:44 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 24. Feb 2011 / 14:14 Uhr
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Zur positiven Tendenz trägt vor allem die Uhrenbranche und das Baugewerbe bei.
Zur positiven Tendenz trägt vor allem die Uhrenbranche und das Baugewerbe bei.

Neuenburg - Die Lage auf dem Schweizer Arbeitsmarkt hat sich erneut verbessert. Gemäss dem Bundesamt für Statistik (BFS) waren im vierten Quartal 2010 48'000 Personen mehr beschäftigt als noch ein Jahr zuvor. Insbesondere die Uhrenindustrie und das Baugewerbe konnten zulegen.

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Gesamtschweizerisch hat die Zahl der Beschäftigten innerhalb eines Jahres um 1,2 Prozent zugenommen. Damit gingen im vierten Quartal 4,085 Millionen Menschen in der Schweiz einer Arbeit nach, wie das BFS im am Donnerstag publizierten Beschäftigungsbarometer festhält.

Zum ersten Mal seit Anfang 2007 nahm die Beschäftigung im Industriesektor mit 1,4 Prozent mehr zu, als jene des Dienstleistungssektors, welcher mit plus 1,1 Prozent weiter stabil bleibt. In absoluten Zahlen: Im Vergleich zum vierten Quartal 2009 waren 14'000 Personen mehr in der Industrie und 34'000 Personen mehr im Dienstleistungsbereich angestellt.

Wirtschaftskrise teilweise noch spürbar

Verantwortlich für die positive Entwicklung im Industriesektor seien vor allem die Uhrenbranche sowie das Baugewerbe, wie das BFS weiter schreibt. Die davor stark von der Krise betroffenen Uhrenhersteller beschäftigten im Vergleich zum 4. Quartal 2009 3000 Personen oder 2,9 Prozent mehr. Das Baugewerbe trug mit plus 7000 Beschäftigten (+2,3 Prozent) ebenfalls zu der positiven Tendenz bei.

Hingegen ächzen der Maschinenbau und die Branche «Herstellung von elektrischen Ausrüstungen» noch immer unter der Wirtschaftskrise. Beide büssten im Jahresvergleich noch je 1000 Beschäftigte ein (-1,4 Prozent respektive -1,2 Prozent). Allerdings, so das BFS, würden die Indikatoren für die nächsten Quartale im Maschinenbau eine Verbesserung in Aussicht stellen.

Rekrutierungsprobleme

Das grösste Beschäftigungswachstum im Dienstleistungssektor verzeichnete mit plus 6000 Personen (+2,2 Prozent) das Gesundheitswesen. Deutliche Einbussen ergaben sich in den Branchen Gastronomie (-3000; -1,7 Prozent) und Kunst und Unterhaltung (-2000; -3,7 Prozent).

Doch auch für diese Branchen könnte es künftig aufwärts gehen. Das zumindest zeigen erste Indikatoren. Der Index der offenen Stellen wie auch der Indikator der Beschäftigungsaussichten entwickeln sich positiv und bestätigen die Signale der beiden Vorquartale.

(bg/sda)

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