Beschäftigte der Deutschen Telekom billigen Kompromiss
publiziert: Freitag, 29. Jun 2007 / 21:03 Uhr

Bonn/Berlin - Die Beschäftigten der Deutschen Telekom haben sich in einer Urabstimmung für ein Ende der Streiks und die Annahme des Kompromisses zur Stellenauslagerung ausgesprochen.

Zum 1. Juli werden 50'000 Beschäftigte in drei neue Gesellschaften unter dem Dach der T-Service GmbH wechseln.
Zum 1. Juli werden 50'000 Beschäftigte in drei neue Gesellschaften unter dem Dach der T-Service GmbH wechseln.
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Wie die Gewerkschaft ver.di am Abend mitteilte, votierten 72,6 Prozent der rund 22'000 aufgerufenen Mitarbeiter für die erzielte Verhandlungslösung. Diese sieht unter anderem längere Arbeitszeiten und Gehaltskürzungen um 6,5 Prozent mit Ausgleichszahlungen über einen längeren Zeitraum vor.

Damit ist der mehrwöchige Streik bei der Telekom auch offiziell beendet. Bundesvorstand Lothar Schröder betonte, dass die Einkommen für die betroffenen Beschäftigten nach der Auslagerung gleich blieben und der Kündigungsschutz erheblich verlängert worden sei.

Verlängerung der Arbeitszeit um vier Stunden

Die Verlängerung der Arbeitszeit um vier Stunden sei verschmerzbar. ver.di werde die nächsten Tarifrunden aktiv nutzen, um die Beschäftigten der Telekom an den allgemeinen Einkommensentwicklungen teilhaben zu lassen, betonte Schröder.

Zum 1. Juli werden 50'000 Beschäftigte in drei neue Gesellschaften unter dem Dach der T-Service GmbH wechseln. Über die Konditionen des Transfers hatten die Tarifpartner in der vergangenen Woche nach einem Verhandlungsmarathon von acht Tagen eine Lösung erzielt.

Neben den Gehaltskürzungen und längeren Arbeitszeiten verständigten sich die Tarifpartner auch auf einen Kündigungsschutz bis Ende 2012. Die Auslagerung ist Teil der Konzernstrategie das Unternehmen in Deutschland wieder wettbewerbsfähiger zu machen.

(smw/sda)

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