Bernanke schliesst 2013 «schwache Rezession» nicht aus
publiziert: Dienstag, 17. Jul 2012 / 21:20 Uhr
Notenbank-Chef Ben Bernanke.
Notenbank-Chef Ben Bernanke.

Washington - Zentralbankchef Ben Bernanke rechnet mit einem weiteren Abschwächen der US-Konjunktur in den nächsten Monaten. Zugleich sieht er erhebliche Gefahren für das Wachstum durch anstehende Steuererhöhungen und Sparmassnahmen 2013.

getAbstract präsentiert via Internet Zusammenfassungen herausragender Wirtschaftsbücher
3 Meldungen im Zusammenhang
Dies könnte Anfang nächsten Jahres gar zu einer «schwachen Rezession» führen, sagte Bernanke in seinem Halbjahresbericht vor dem Bankenausschuss im US-Senat.

Eindringlich warnte er vor Risiken der Eurokrise für die amerikanische und die weltweite Konjunktur. «Die Möglichkeit, dass sich die Situation in Europa weiter verschlechtert, bleibt eine entscheidende Gefahr für die Aussichten», sagte er am Dienstag.

Zugleich machte der Fed-Chef klar, dass die Zentralbank bereitstehe, um die Konjunktur mit weiteren Massnahmen zu stützen. Allerdings nannte er keine konkreten Schritte. Die historisch niedrigen Leitzinsen sollten zumindest bis Ende 2014 beibehalten werden.

Mit einem Wachstum von lediglich zwei Prozent habe die US-Konjunktur im ersten Halbjahr 2012 deutlich an Tempo verloren. Noch im zweiten Halbjahr 2011 habe das Plus bei 2,5 Prozent gelegen. Für das zweite Halbjahr 2012 müsse «mit einem noch geringeren Anstieg» gerechnet werden, sagte Bernanke, ohne sich jedoch auf eine genauere Prognose festzulegen.

Der Fed-Chef verwies auf jüngste Schätzungen, nach denen das Wachstum in diesem Jahr zwischen 1,9 und 2,4 Prozent, im nächsten Jahr zwischen 2,2 und 2,8 Prozent liegen könnte. Allerdings unterstrich er ausdrücklich die fiskalischen Risiken («fiscal cliff») durch auslaufende Steuerentlastungen und Sparmassnahmen im Staatshaushalt 2013.

Leichte Rezession

Falls alle anstehenden Massnahmen im nächsten Jahr tatsächlich umgesetzt würden, schloss er einen Rückfall in eine leichte Rezession Anfang 2013 nicht aus. Dies könnte auch bedeuten, dass im kommenden Jahr 1,25 Millionen weniger Jobs als erwartet geschaffen würden.

Die Lage auf dem Jobmarkt nannte Bernanke frustrierend. Er erwarte, dass die Arbeitslosenrate noch bis Ende 2014 bei sieben Prozent oder gar darüber liegen dürfte - derzeit sind 8,2 Prozent der Amerikaner ohne Job.

Das düstere Bild Bernankes ist zugleich ein schwerer Rückschlag für Präsident Barack Obama, der im November um seine Wiederwahl fürchten muss. Konjunktur und Arbeitslosigkeit sind Hauptthemen des Wahlkampfes.

Bernanke nannte zwei Hauptgefahren für die US-Konjunktur: «Die erste ist die Bankenkrise in der Euro-Zone, die zweite ist die Haushaltssituation in den USA.» Ausdrücklich nannte er die Krise in Griechenland, die Lage spanischen Banken und die allgemeine Situation im europäischen Bankensektor.

(fest/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Washington - Die US-amerikanische Wirtschaft hat im Juli mehr Stellen geschaffen als erwartet. Die Beschäftigtenzahl nahm mit 163'000 so stark zu wie seit Februar nicht mehr. mehr lesen 
Washington/Berlin - Die Weltwirtschaft droht angesichts der Euro-Schuldenkrise und weiterer Risiken weiter an Schwung zu ... mehr lesen
Voraussetzung für die Schätzung: Die EU reagiert auf die Schuldenkrise.
IWF-Chefin Christine Lagarde.
Tokio - Die Weltwirtschaft stürzt nach Einschätzung von IWF-Chefin Christine Lagarde in immer grössere Schwierigkeiten. ... mehr lesen
getAbstract präsentiert via Internet Zusammenfassungen herausragender Wirtschaftsbücher
Unternehmertum auf den Punkt gebracht
Kunden sagten über die Geschäftspraktiken des UBS-Bankers aus.
Kunden sagten über die Geschäftspraktiken des UBS-Bankers aus.
Weil-Prozess  Fort Lauderdale - Im Prozess gegen den ehemaligen UBS-Top-Banker Raoul Weil in Florida hat die Anklage am Dienstag fünf ehemalige Kunden der UBS in den Zeugenstand gerufen. Sie machten deutlich, dass die Bank US-Kunden auch von 2002 bis 2008 beim Steuerbetrug tatkräftig unterstützte. 
Staatsanwalt wirft Weil-Verteidiger unsachliches Kreuzverhör vor Ford Lauderdale - Im Prozess gegen den früheren ...
Weil-Prozess: Kronzeuge unter Druck Fort Lauderdale - Am dritten Tag des Prozesses gegen den ehemaligen UBS-Spitzenbanker ...
US-Steuerprozess gegen Weil - Beweislast fehlt noch Fort Lauderdale - Trotz schwerer Anschuldigungen: Den Klägern im ...
Von Juli bis September gingen die Erlöse von McDonald's um 5 Prozent auf knapp 7 Mrd. Dollar zurück.
Fastfood  Oak Brook - Viele Burger-Fans kehren der weltgrössten Imbisskette McDonald's den Rücken: Auf dem Heimatmarkt USA knickte der ...  
Titel Forum Teaser
  • tigerkralle aus Winznau 98
    Ecopop löst keine Probleme Frau Sommaruga , Ecopop löst sicher nicht alle Problehme , aber Sie ... Di, 14.10.14 13:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2510
    Dass... die Chinesen die lachenden Dritten im Bunde sein werden, war schon ... Mo, 13.10.14 17:33
  • jorian aus Dulliken 1512
    Der aufgezwungen Boykott! Nun spürt also die BRD, dass sie Russland boykottiert. Wer hat den ... Fr, 10.10.14 03:25
  • LinusLuchs aus Basel 37
    Beziehungskorruption schafft sich nicht selber ab Kritiker einlullen, besänftigen, ruhigstellen. Zu nichts anderem dient ... Mo, 29.09.14 15:09
  • Menschenrechte aus Bern 112
    Milliardäre Für jeden Milliardär, gibt es tausende Arme, jedoch ist das denen ... Do, 25.09.14 00:55
  • BigBrother aus Arisdorf 1450
    Was ist die Alternative? Warum nur China? Wollte die Schweiz nur noch mit lupenreinen Ländern ... Mi, 24.09.14 10:32
  • Argovicus aus Aarau 7
    Cham Papier Schon ein Jammer und Zeugnis von grossen Management Fehlern, wenn ein ... Mo, 22.09.14 14:18
  • kubra aus Port Arthur 3177
    Schlupflöcher stopfen Im Energiebereich wird von den meisten Regierungen empfohlen, weniger ... So, 21.09.14 12:29
Molybdändisulfid: dünn und durchsichtig.
Green Investment Forscher erfinden dünnen, tragbaren Generator New York/Atlanta - Forscher haben aus ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.10.2014
16.10.2014
Eftychidis Stefan Logo
16.10.2014
THE LEADING GOLF COURSES EUROPE Logo
16.10.2014
lehre4you Logo
15.10.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
MI DO FR SA SO MO
Zürich 11°C 14°C bewölkt, Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 10°C 13°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen 13°C 16°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern 15°C 18°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 21°C bewölkt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 16°C 20°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
Lugano 15°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten