Beim Filet wird trotz Krise nicht gespart
publiziert: Samstag, 13. Dez 2008 / 10:05 Uhr

Bern - Zwar prophezeien Ökonomen magere Zeiten: Die Wirtschaft lahmt, die Arbeitslosenquote steigt. Aber als wärs Trotz: Schweizer Konsumenten schlemmen an Weihnachten als gäbs kein Morgen.

Insgesamt rechnen die Geschäfte mit einem Umsatzplus.
Insgesamt rechnen die Geschäfte mit einem Umsatzplus.
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Es wird auch dieses Jahr gegessen, was zu jedem Weihnachtsfest auf den Tisch kommt, wissen die Detailhändler. Und das ist stets teuer und auserlesen. «Beste Stücke», nennt es Karl Weisskopf, Mediensprecher bei Coop.

Auch bei Migros schnallen die Kunden den Gürtel in keiner Weise enger. Vor allem auch die etwas wertigere Sélection-Linie sei gefragt, sagt Mediensprecherin Monika Weibel.

Zwar kaufen Konsumenten die eigentlichen Festtags-Mahlzeiten erst unmittelbar vor dem 24. Dezember, doch rechnet man weder bei Coop noch bei Migros mit einer Trendwende. Im Gegenteil. «Die ersten Sonntagsverkäufe sind auf Vorjahresniveau oder besser gelaufen», so Monika Weibel. «Nimmt man dies als Vorlaufsindikator, dann kann man von guten Zahlen ausgehen.»

Die Abrechnungen des ersten Dezember-Wochenendes liegen auch bei Globus bereits auf dem Tisch. «Der Umsatz liegt im Vergleich zum Vorjahr mehrere Prozente höher», sagt Mediensprecher Jürg Welti.

Unstet, aber spendabel

Zwar würden sich die Konsumenten dieses Jahr auffällig unstet verhalten. Gewöhnlich umsatzstarke Tage seien schwach und umgekehrt. Doch insgesamt rechnet Globus mit einem Umsatzplus.

Dieses wird auch den Delikatessen zu verdanken sein, zu denen Kunden eifrig greifen. «Filet, Fisch, Tartare, Fondue chinoise», nennt Jürg Welti die Verkaufsschlager vor den Festtagen. «Alles, was man im Teig backen kann, läuft sehr gut», so Welti weiter. Die Gründe dafür würden auf der Hand liegen: Man wolle zwar feiern und delikat speisen, aber nicht lange kochen.

Bei Globus haben diese Gründe sogar zu einer neuen Gourmet-Produktelinie geführt. Vor allem Kunden aus oberen Einkommensklassen dürften zugreifen. Eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte zeigt nämlich, dass Konsumenten ab 75'000 Franken Jahreseinkommen sich bei ihren Weihnachts-Ausgaben (Essen und Geschenke) mehrheitlich nicht beeinflussen lassen von teurere Lebensmittel- und Energiepreisen. Das Unternehmen hatte im Oktober 940 Personen in der Schweiz befragt.

Gespart wird anderswo

22 Prozent schränken sich bei beidem ein. Wird nur beim einen oder anderen gespart, dann eher bei den Geschenken (14 Prozent) als bei den Lebensmitteln (8 Prozent). Auch Konsumenten mit schmaleren Budgets ziehen, wenn überhaupt, Einsparungen bei Geschenken jenen bei den Esswaren vor.

«Wenn die Konsumenten sparen, dann an einem anderen Ort als beim Essen», bringt es Globus-Sprecher Jürg Welti auf den Punkt. Selbst beim Discounter Denner tönt es gleich: In der Vorweihnachtszeit laufen die edlen Produkte sehr gut - konkret die Schaumweine, Bordeaux und Leckereien aus der Premium-Linie Primess.

(Von Lucia Theiler/sda)

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