Bei der Öko-Bilanz von Fleisch gibt es Verbesserungspotenzial
publiziert: Donnerstag, 13. Sep 2012 / 13:55 Uhr
Entscheidend ist laut der Studie, wie das Futter für die Masttiere hergestellt und von den Tieren verwertet wird. (Symbolbild)
Entscheidend ist laut der Studie, wie das Futter für die Masttiere hergestellt und von den Tieren verwertet wird. (Symbolbild)

Bern - Die Öko-Bilanz von Fleisch kann verbessert werden. Laut einer Studie von Agroscope kommt es vor allem darauf an, wie das Fleisch produziert wird. Entscheidend ist, wie die Tiere gehalten werden, was und wie viel sie fressen und wie schnell sie schlachtreif sind.

Landwirtschaftliches Zubehör
Agro Weber
Dietrütistrasse 3
9525 Lenggenwil
2 Meldungen im Zusammenhang
Der weitaus grösste Teil der Auswirkungen der Fleischproduktion auf die Umwelt entsteht im Mastbetrieb und nicht bei Transporten, wie Agroscope am Donnerstag in einer Mitteilung zur Studie festhielt. Es kommt also weniger darauf an, woher das Fleisch kommt, als wie es produziert wird.

Entscheidend ist laut der Studie, wie das Futter für die Masttiere hergestellt und von den Tieren verwertet wird. Tiergerecht gehaltenes Geflügel beispielsweise wächst langsamer und braucht mehr Futter als konventionell gehaltenes. Die tiergerechtere Geflügelmast beeinflusst somit die Umwelt stärker.

Zertifizierte Soja verfüttern

Biologisch produziertes Futter wiederum schont die Ressourcen, und weil Biobauern auf mineralische Dünger und Pestizide verzichten, wird das Ökosystem geschützt. Wegen der tieferen Erträge im Bio-Landbau wird pro Kilogramm gefressenes Futtermittel das Klima mehr belastet und es gehen mehr Nährstoffe verloren.

Um die Umweltbilanz von Geflügel- und Schweinemast zu verbessern, müssten die Verantwortlichen bei der Zusammensetzung der Futterrationen und beim Anbau des Futters ansetzen. Viel beitragen könne es, konsequent als abholzungsfrei zertifiziertes Soja zu füttern, heisst es dazu in der Studie.

Viele Flächen für den Soja-Anbau werden gewonnen, indem Regenwald abgeholzt oder artenreiche Savanne in Anbauflächen umgewandelt wird. Das schlägt bei der Umwelteinflüsse zu Buche mit der CO2-Freisetzung durch Brandrodung und Humusabbau und dem Potenzial für die Bildung von Ozon.

Mutterkuhhaltung schneidet mit der angewandten Methode zur Berechnung der Umweltwirkung nicht besser ab als konventionelle Kälbermast. Deren Masttiere stammen aus der Milchproduktion - ein grosser Teil der Umwelteinflüsse durch die Muttertiere wird der Milch- und nicht der Fleischproduktion zugeschlagen.

Anders bei der Mutterkuhhaltung: Hier wird die gesamte Beeinträchtigung der Umwelt durch die Kühe der Fleischproduktion belastet. Das lässt das Potenzial für Treibhausgas-Emissionen und Bildung von Ozon ansteigen, vor allem weil die Mutterkühe Methangas ausstossen.

Für und gegen Kraftfutter

Mast ist umso effizienter je schneller die Tiere schlachtreif werden. Bei Wiederkäuern können hohe Zuwachsraten laut Studie nur erreicht werden, wenn sie neben Gras Kraftfutter fressen. Dessen Produktion beeinträchtigt die Umwelt, und der Anbau konkurriert den Anbau von Nahrungsmitteln für Menschen.

Futtergras benötigt zwar mehr Flächen als Kraftfutter. Doch das Grünland kann nicht gleich genutzt werden wie Ackerland. Mit mehr Rücksicht auf die Artenvielfalt können die Flächen weniger intensiv genutzt werden.

Untersucht wurde in der Studie, wie die Produktion eines Kilogramms verkaufsfertigen Fleisches die Umwelt beeinflusst. Unter die Lupe genommen wurden herkömmliche Mastmodelle für Schweine, Geflügel und Rindvieh, besonders tierfreundliche Methoden, Haltungsmodelle mit Auslauf und Bio-Betriebe, in der Schweiz und im Ausland.

(knob/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Almeria - Jeder Europäer verursacht allein durch seine Nahrung den Ausstoss von zwei Tonnen CO2 pro Jahr. Das berichten ... mehr lesen
Saisonal Gemüse und Früchte haben die beste Öko-Bilanz.
Landwirtschaftliches Zubehör
Agro Weber
Dietrütistrasse 3
9525 Lenggenwil
Treuhandstelle für kleine Unternehmen. Beratung und Software für Landwirtschaft, Gewerbe und KMU.
Pinus AG
Dorfstrasse 48
8542 Wiesendangen
Die Experten für den Boden
19,4 Prozent der Agrarfläche sind angeblich mit Kadmium, Nickel und Arsen kontaminiert.(Symbolbild)
19,4 Prozent der Agrarfläche sind angeblich mit ...
Regierungsstudie  Peking - Rund ein Fünftel von Chinas Agrarland ist verseucht. «Die Situation des Bodens in China stimmt nicht optimistisch», heisst es in dem am späten Donnerstag von der Umweltschutzbehörde veröffentlichten Bericht. 
Umsatz um 2 Prozent gesteigert  Basel - Der Agrochemiekonzern Syngenta ist gut ins neue Jahr gestartet. Der Weltmarktführer für Pflanzenschutzmittel hat im ...  
Syngenta ist gewachsen.
Syngenta kauft italienischen Saatgut-Produzenten Basel - Der Agrochemiekonzern Syngenta steigt als Zulieferer in den milliardenschweren Pastamarkt in ...
Syngenta kauft das Unternehmen Società Produttori Sementi.
Gewinn von Syngenta gesunken Basel - Der Agrarchemiekonzern Syngenta hat im vergangenen Jahr weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Reingewinn schrumpfte um ...
Der Schweizer Konzern Syngenta hat letztes Jahr kein grosser Erfolg erlebt.
Titel Forum Teaser
  • jorian aus Gretzenbach 1445
    Metzger & Bankster Vermischen Sie bitte die Bankster & Metztger nicht die ganze ... heute 07:07
  • keinschaf aus Henau 2217
    Korrektur "Die arbeiten offenbar alle in Grossunternehmen und in der Baubranche, ... gestern 22:11
  • keinschaf aus Henau 2217
    Ironie! Liebe Heidi... ich weiss, es ist nicht immer einfach, geschriebene und ... gestern 22:01
  • Heidi aus Oberburg 958
    Das ist nicht wahr Ich arbeite in der Baubranche, und da ist niemand für Fr. 22.00/h ... gestern 21:50
  • keinschaf aus Henau 2217
    Fertige Propagandalüge Ich halte - was nicht überraschen mag - diese Angaben für eine rein ... gestern 19:52
  • keinschaf aus Henau 2217
    Richtig, aber... Natürlich könnten - theoretisch - solche Löhne bezahlt werden... Aber ... gestern 19:14
  • HeinrichFrei aus Zürich 314
    Ohne Beruf: eher arbeitslos und vielleicht Working poor Fachkräftemangel in der Schweiz. In der Propagandaschlacht gegen die ... gestern 17:37
  • keinschaf aus Henau 2217
    Patchwork Wird eine Firma MWSt-pflichtig, so kann sie künftig jeglichen ... Do, 17.04.14 07:00
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
16.04.2014
15.04.2014
B BERYL DJ Logo
15.04.2014
14.04.2014
14.04.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich -1°C 6°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Basel -1°C 5°C bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
St.Gallen -0°C 8°C bewölkt, wenig Schneefall leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Bern 1°C 10°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Luzern 3°C 12°C bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt leicht bewölkt
Genf 4°C 10°C leicht bewölkt leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen leicht bewölkt, wenig Regen
Lugano 5°C 13°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten