Bauernaufstand: Tausende demonstrieren
publiziert: Samstag, 29. Aug 2009 / 14:49 Uhr

Sempach - Mehrere Tausend Bauern haben am «Bauernaufstand» in Sempach LU demonstriert. Dabei verabschiedeten sie eine Resolution, in der sie einen Bundesbeschluss für eine privatrechtliche Mengensteuerung und den Abbruch der Verhandlungen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen fordern.

Die Bauern fordern eine Mengensteuerung durch die Produzenten.
Die Bauern fordern eine Mengensteuerung durch die Produzenten.
1 Meldung im Zusammenhang
Mit Alphorn, Transparenten, Kuhglocken und Fahnen trafen die Bauern ein. Und sie alle waren gekommen, um Missstände zu beheben. Nach Angaben der Organisatoren, der Bäuerlichen Interessensgruppe für Marktkampf (BIG-M), des Bäuerlichen Zentrums Schweiz (BZS) und der SVP Schweiz, fanden gegen 10'000 Bauern den Weg zur Schlachtkapelle in Sempach.

In erster Linie sollte der Bauernaufstand eine Manifestation für eine Systemänderung im Milchmarkt sein. Politik und Verbände seien nicht mehr in der Lage, die Missstände zu beheben. Deshalb brauche es den Druck der Basis. Und dieser könne nur noch mit einer nationalen Kundgebung erzeugt werden, sagte Josef Kunz, Luzerner Nationalrat und Präsident des BZS in seiner Ansprache.

Peter Gfeller, Präsident der Schweizer Milchproduzenten (SMP), betonte, dass die Aufhebung der Milchkontingentierung gezeigt habe, dass wegen unterschiedlichen Strukturen zwischen den Produzenten und den Verarbeitern der Markt versage. Deutlich lehnte auch er ein Agrarfreihandelsabkommen mit der EU ab.

«Heft in eigene Hand nehmen.»

Martin Haab, Co-Präsident von BIG-M, sah nur einen einzigen Weg, aus dieser «desolaten Situation» zu kommen: «Wir müssen das Heft in die eigene Hand nehmen.» Die Bauern müssten das Angebot der Nachfrage anpassen können.

Gerügt von den Referenten wurde auch immer wieder Bundesrätin Doris Leuthard. Sie verfolge eine penetrante Billigpreisstrategie, sagte SVP-Präsident Toni Brunner.

Höhepunkt des Aufstands war die Verabschiedung einer Resolution. Darin fordern die Bauern vom Bundesrat einerseits einen dringlichen Bundesbeschluss für eine privatrechtliche Mengensteuerung durch die Produzenten, an die sich sämtliche Milchproduzenten zu halten haben. Andererseits sollen die Verhandlungen mit der EU über ein Agrarfreihandelsabkommen abgebrochen werden.

(ht/sda)

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Falsch ausgedrückt
Natürlich wäre dies sinnvoller, aber nicht überall besteht die Möglichkeit. Grundsätzlich gilt Hilfe zur Selbsversorgung. Es wäre sinnvoller da wo es geht Landwirtschafts-Know-How und Maschinen zu liefern.

Ich habe mich falsch ausgedrückt und meinte als zusätzliche Hilfe bei Nahrungslieferungen in Krisenzonen, zum Beispiel nach Darfur.

Auch ich kriege das Kotzen wenn im Supermarkt in Kinshasa europäische Tomaten und Kartoffeln verkauft werden oder der dortige Kaffee nicht verkauft wird weil die Leute Nespresso-Kapseln trinken.
Falscher Ansatz
Zitat Middas
"mehr Milchpulver zu niedrigen Preisen für die Hungernden"

Ich geh da nicht ganz einig mit Ihnen. Wenn die Menschen sich Produkte günstiger kaufen können, als der lokale Markt das produzieren kann, zerstören wir diesen zugunsten unserer Bauern. Gleichzeitig sind die Bauern dadurch der Lage enthoben, marktgerechte Produkte anzubieten.

Sinnvoller wäre es, die Produkte wo vorhanden als Initialzündung vor Ort zu kaufen und so den lokalen Markt zu stärken.
Einfacher Vorschlag
Man könnte das ganze mal marketingtechnisch prüfen. Warum nicht eine Spezialpackung mit 20 Rappen Aufpreis? Dieser Aufpreis geht dann direkt an die Bauern.

Mich würde wundern wie weit die Solidarität mit den Bauern dann in der Bevölkerung geht. Die Meisten leben nur nach dem Motto "Geiz ist geil".

Das Problem sind doch die Monster-Milchverarbeiter wie Emmi, die den Bauern keinen gerechten Preis zahlen und zudem Millionen an Subventionen für Käse einstreichen. Dazu kommen noch die Importe mit hoch subventionierten EU-Produkten und dass wir es nicht schaffen trotz diesen Milchpreisen mehr Milchpulver zu niedrigen Preisen für die Hungernden in Afrika zu haben.
Lebensmittel statt Computer....
dieser Budget-Vergleich hinkt. Niemand kauft sich weniger Lebensmittel weil er einen Computer hat oder kauft sich keinen Computer weil die Lebenmittel teuer sind oder kauft sich einen Computer weil die Lebensmittel billig sind. Wer einen Computer unbedingt braucht wird sich diesen kaufen und spart sich dann vielleicht diese Auslage an anderen Luxusgütern ab und beschränkt sich vielleicht in der Freizeitbeschäftigung. Wer sich diesen einfach kauft auch wenn er diesen nicht unbedingt braucht, hat auch das Geld für Lebensmittel.

Butter, Milch, Käse, Brot, Obst etc. (Lebensmittel) Kann sich jeder leisten, auch wenn sie ein bisschen teurer wären.
Schokolade, Riegel, Softdrinks, Alkohol. Getränke etc. (Luxus-Lebensmittel) müsste, sollte oder könnte sich nicht jeder leisten.

So richtet sich jeder nach seinem Budget, ob Computer oder nicht! Aber ich bin auch der Meinung. Dem Bauer soll seine ehrliche Arbeit, Leistung und Bereitschaft mehr als 8 Stunden pro Tag und mehr als 5 Tage pro Woche zu arbeiten auch richtig bezahlt werden.
Bauern
Na ich verstehe die Bauern, die verdienen ihr Geld durch ehrliche Arbeit.

Die Lebensmittel sind so oder so zu billig! Wäre dem nicht so, hätte ich kein Geld für einen PC oder einen Fernseher.

Ach warum heissen die Lebensmittel wohl Lebensmittel?
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