Kleinere Nachfrage nach Uhren
Baselworld geht unter schwierigen Vorzeichen auf
publiziert: Mittwoch, 16. Mrz 2016 / 17:15 Uhr
Die Schweizer Uhrenbranche hat ein schwieriges Jahr hinter sich.
Die Schweizer Uhrenbranche hat ein schwieriges Jahr hinter sich.

Basel - Die Baselworld 2016 öffnet am morgigen Donnerstag ihre Tore in einem wirtschaftlich und politisch schwierigen Umfeld. Für die rund 1500 Aussteller in diesem Jahr führt dennoch kein Weg an dieser wichtigsten Uhrenmesse vorbei.

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Fast alle Aussteller des vergangenen Jahres seien wieder vertreten, erklärte Baselworld-Direktorin Sylvie Ritter am Mittwoch vor den Medien in Basel. Dennoch seien einige Aussteller, insbesondere kleinere und mittlere Unternehmen, besorgt über den mittelfristigen Rückgang der Nachfrage.

Tatsächlich musste die Schweizer Uhrenbranche im vergangenen Jahr nach einem Rekordjahr 2014 eine Abbremsung hinnehmen. Die Ausfuhren gingen um 1,6 Prozent auf rund 28,1 Millionen Armbanduhren zurück. Der Umsatz schrumpfte um 3,3 Prozent auf 21,5 Milliarden Franken.

Verhaltener Optimismus für 2016

Im Januar 2016 sank der Umsatz gar um 7,9 Prozent. Mit Blick auf das laufende Jahr gehen die Branchenvertreter dennoch von einer stabilen bis leicht anziehenden Marktentwicklung aus.

Jean-Daniel Pasche, Präsident des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie FH, glaubt, dass die Exporte von Schweizer Uhren 2016 stagnieren werden, wie er an der Medienkonferenz zum Start der Baselworld erklärte.

«Ich blicke etwas optimistischer auf das laufende Jahr», sagte hingegen François Thiébaud mit Verweis auf Pasche. Thiébaud, Konzernchef der Swatch-Marken Tissot, Certina und Mido sowie Präsident des Komitees Schweizer Aussteller, erwartet 2016 ein Wachstum von 2 bis 5 Prozent.

Nachfrage dürfte wieder steigen

Zwar sei die Entwicklung der Uhrenindustrie nach wie vor von Herausforderungen wie etwa dem anhaltend starken Franken oder der unsicheren Lage der Weltwirtschaft geprägt, doch dürfte die Nachfrage nach Schweizer Uhren nach einem schwierigen ersten Quartal ab April wieder anziehen.

Bis dahin dürften die Lager vieler Händler weniger voll sein, was diese zu Einkäufen bewegen könnte, sagte Thiébaud. Ausserdem sei auch im Tourismus, insbesondere aus China, wieder mit steigenden Zahlen zu rechnen.

Zuletzt kamen die Touristenströme insbesondere in Frankreich nach den Terroranschlägen in Paris vom November arg ins Stocken, was der Luxusgüterindustrie zusetzte. Schliesslich werden Luxusgüter vielfach auf Reisen eingekauft. Die Schweizer Uhrenexporte nach Frankreich sind im Dezember um 9 Prozent gesunken und haben sich im Januar wieder erholt (+4,7 Prozent).

Pasche sieht für das laufende Jahr eine gute Entwicklung in Sachen Uhrenverkäufe in Europa für Märkte wie Italien, Grossbritannien oder Deutschland. Für die USA geht der Verbandspräsident von einer stabilen Entwicklung der Uhrenexporte aus, während es in China Platz für leichtes Wachstum gebe. Thiébaud ist langfristig für den chinesischen Markt optimistisch gestimmt. «Die guten Jahre liegen in China noch vor uns», glaubt er.

Keine Angst vor Smartwatches

Keine Angst vor den Smartwatches hat die Schweizer Uhrenindustrie. Smartwatches seien weiterhin nicht eine Konkurrenz für ihr Kerngeschäft. Diese «Computeruhren» hätten bisher nicht den erwarteten Erfolg gehabt und sie veralteten schnell, sagte Thiébaud. «Viele junge Leute interessieren sich für sie, aber später werden sie eine Schweizer Uhr haben wollen», glaubt der Uhrenchef.

(bg/sda)

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