Barry Callebaut verkauft mehr Schokolade
publiziert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 09:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 5. Jul 2012 / 10:31 Uhr
Schokoladenhersteller Barry Callebaut legt an Umsatz zu.
Schokoladenhersteller Barry Callebaut legt an Umsatz zu.

Zürich - Chocolatiers, Confiseure und Nahrungsmittelhersteller haben fleissig bei Barry Callebaut eingekauft: Der weltgrösste Schokoladenhersteller konnte zwischen September und Mai in allen Regionen mehr absetzen als im Vorjahr.

Entwicklung von Exportmärkten für die Food Industrie
7 Meldungen im Zusammenhang
Am stärksten wuchs Barry Callebaut in Nord- und Südamerika, wo rund ein Viertel des Umsatzes herkommt. In dieser Region legte die Verkaufsmenge um 15 Prozent zu. In Asien verkaufte der Schokoladenhersteller rund 12 Prozent mehr, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte.

Weniger stark fiel das Wachstum in Europa aus, wo Barry Callebaut rund die Hälfte seines Umsatzes erwirtschaftet. Das Verkaufsvolumen sei zwar mit 3,7 Prozent stärker gewachsen als der Markt, schrieb das Unternehmen. Die Wirtschaftslage in Südeuropa habe das Gesamtwachstum jedoch überschattet. In Schweizer Franken gerechnet sank der Umsatz in dieser Region um 3,4 Prozent.

Insgesamt verkaufte der Konzern in den ersten neun Monaten 1'037'300 Tonnen Kakao- und Schokoladenerzeugnisse, was einem Plus von 6,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Im dritten Quartal betrug das Wachstum 6,5 Prozent.

Damit konnte der Markt deutlich übertroffen werden, wie das Unternehmen mitteilte. Der Umsatz stieg in den neun Monaten um 2,3 Prozent auf 3,59 Mrd. Franken. In Lokalwährungen gerechnet resultierte ein Plus von 8,4 Prozent.

Aktienkurs gibt nach

Trotz des vergleichsweise schwachen Wachstums in Europa zeigte sich Barry Callebaut erfreut über die Ergebnisse. «Angesichts des schwierigen Marktumfelds in Westeuropa sind wir mit dem insgesamt starken Wachstum in all unseren Regionen und Produktgruppen sehr zufrieden», wird Konzernchef Jürgen Steinemann im Communiqué zitiert.

Anders sahen dies die Anleger: Der Aktienkurs sank zwischenzeitlich um bis zu 3,5 Prozent, kurz nach 10 Uhr notierte er bei minus 2,8 Prozent. Der Gesamtmarkt gemessen am Swiss Performance Index (SPI) hat derweil um 0,4 Prozent zugelegt.

Barry Callebaut sei zuversichtlich, die mittelfristigen Finanzziele zu erreichen, wird Steinemann weiter zitiert. Der Konzern will bis 2012/13 die Verkaufsmenge jährlich um 6 bis 8 Prozent zu steigern, ebenso das Betriebsergebnis (Ebit).

Im ersten Geschäftshalbjahr 2012/12 (per Ende Februar) war das Betriebsresultat allerdings in Lokalwährungen um 5,5 Prozent geschrumpft. Die Kosten für die ehrgeizigen Expansionspläne - der Konzern investierte weltweit in Fabriken - hatten den Gewinn zusammenschmelzen lassen.

Vor einem Jahr hatte sich Barry Callebaut vom Geschäft mit Produkten für den europäischen Detailhandel getrennt. Das Unternehmen positioniert sich nun hauptsächlich als industrieller Zulieferer für Flüssigschokolade und Halbfertigprodukte. Ausserdem liefert der Konzern mit Sitz in Zürich auch Premium-Produkte zur Weiterverarbeitung an Chocolatiers, Confiseure und Bäcker.

(alb/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Barry Callebaut, der grösste Kakao- und Schokoladenhersteller der Welt, hat in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres ... mehr lesen
Zurückzuführen ist dies auf die weiterhin tiefen Preise für Kakao.
Zürich - Trotz 8,3 Prozent mehr Absatz: Der weltgrösste Schokoladehersteller Barry Callebaut hat im ersten Quartal 2012/13 weniger Umsatz gemacht. In Lokalwährungen sank er um 1,4 Prozent, in Franken um 0,6 Prozent. mehr lesen 
Zürich - Die Expansion in den vergangenen Monaten hat dem Schokoladenkonzern Barry Callebaut in seinem Geschäftsjahr 2011/12 Gewinn gekostet. Während die Menge der verkauften Schokolade um 8,7 Prozent auf 1,38 Mio. Tonnen stieg, weitete sich der Umsatz um 8,3 Prozent auf 4,83 Mrd. Franken aus. mehr lesen 
Barry Callebaut baut Schokoladenfabrik in der Türkei
Zürich/Eskisehir - Barry Callebaut erwartet einen rasch ansteigenden ... mehr lesen
Warwick - Neue Hoffnung für kalorienbewusste Naschkatzen: Britische Forscher haben eine Schokolade entwickelt, die nur noch ... mehr lesen
Nun hoffen die Forscher, dass die Süsswarenindustrie ihre Methode übernimmt. (Symbolbild)
Weitere Artikel im Zusammenhang
Zürich - Die Schuldenkrise hat in Südeuropa die Lust auf Schokolade verdorben. In Nord- und Südamerika war sie dafür umso grösser. Weltweit hat der grösste Schokoladehersteller Barry Callebaut in seinem ersten Quartal mehr Schokolade verkauft. Doch wegen des starken Frankens bleibt weniger Umsatz in der Kasse. mehr lesen 
Entwicklung von Exportmärkten für die Food Industrie
Eine Bäuerin erntet Salatgurken.
Eine Bäuerin erntet Salatgurken.
Welternährungstag  St. Gallen - Bäuerinnen aus Kolumbien, Kanada, Tschad und Myanmar haben am Donnerstag an der Olma in St. Gallen über Gleichstellung diskutiert. Hätten Bäuerinnen mehr Zugang zu Land, mehr Rechte und bessere Bildung, liesse sich die Zahl der Hungernden um 100 Millionen verringern. 
Die Zahl der Hungernden nimmt kontinuierlich ab.
Weniger Hungernde auf der Welt Bonn - Die Zahl der Hungernden geht weltweit zurück. Als unterernährt gelten zwar immer noch etwa 805 Millionen Menschen. Im Vorjahr hatte ...
Trotz des schwierigen Umfelds visiere Nestlé «ein organisches Wachstum um 5 Prozent an.
Nahrungsmittel  Vevey VD - Nestlé bleibt trotz der Abkühlung der Konjunktur in vielen Ländern und ...  
Titel Forum Teaser
  • tigerkralle aus Winznau 98
    Ecopop löst keine Probleme Frau Sommaruga , Ecopop löst sicher nicht alle Problehme , aber Sie ... Di, 14.10.14 13:04
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2509
    Dass... die Chinesen die lachenden Dritten im Bunde sein werden, war schon ... Mo, 13.10.14 17:33
  • jorian aus Dulliken 1512
    Der aufgezwungen Boykott! Nun spürt also die BRD, dass sie Russland boykottiert. Wer hat den ... Fr, 10.10.14 03:25
  • LinusLuchs aus Basel 37
    Beziehungskorruption schafft sich nicht selber ab Kritiker einlullen, besänftigen, ruhigstellen. Zu nichts anderem dient ... Mo, 29.09.14 15:09
  • Menschenrechte aus Bern 112
    Milliardäre Für jeden Milliardär, gibt es tausende Arme, jedoch ist das denen ... Do, 25.09.14 00:55
  • BigBrother aus Arisdorf 1450
    Was ist die Alternative? Warum nur China? Wollte die Schweiz nur noch mit lupenreinen Ländern ... Mi, 24.09.14 10:32
  • Argovicus aus Aarau 7
    Cham Papier Schon ein Jammer und Zeugnis von grossen Management Fehlern, wenn ein ... Mo, 22.09.14 14:18
  • kubra aus Port Arthur 3177
    Schlupflöcher stopfen Im Energiebereich wird von den meisten Regierungen empfohlen, weniger ... So, 21.09.14 12:29
Molybdändisulfid: dünn und durchsichtig.
Green Investment Forscher erfinden dünnen, tragbaren Generator New York/Atlanta - Forscher haben aus ...
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
17.10.2014
16.10.2014
Eftychidis Stefan Logo
16.10.2014
THE LEADING GOLF COURSES EUROPE Logo
16.10.2014
lehre4you Logo
15.10.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
DI MI DO FR SA SO
Zürich 11°C 13°C bewölkt, Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Basel 10°C 13°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall bewölkt, wenig Schneefall
St.Gallen 13°C 15°C bewölkt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen bedeckt, wenig Schnee, Schneeregen oder Regen
Bern 15°C 18°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 14°C 18°C bewölkt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen bedeckt, Regen
Genf 16°C 20°C bewölkt, Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 15°C 22°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten