Bankgeheimnis: «Gesund und munter» oder erledigt?
publiziert: Freitag, 20. Feb 2009 / 07:01 Uhr / aktualisiert: Montag, 2. Mrz 2009 / 18:19 Uhr

Bern - Die Kommentatoren der Schweizer Presse sind sich uneinig über den Zustand des Bankgeheimnisses nach der Herausgabe von UBS-Kundendaten an den US-Fiskus: Das Spektrum reicht von «gesund und munter» bis erledigt.

Die Vorgehensweise der USA könnte insbesondere der Europäischen Union als Vorbild dienen.
Die Vorgehensweise der USA könnte insbesondere der Europäischen Union als Vorbild dienen.
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«Das Bankgeheimnis ist Geschichte, auch wenn Finanzminister Hans-Rudolf Merz dies derzeit noch nicht einsehen mag», heisst es in der «Südostschweiz» vom Freitag. Es sei nurmehr ein «Mythos», schreibt der «Tages-Anzeiger».

Beide Zeitungen machen den ehemaligen UBS-Chef Marcel Ospel und dessen aggressive Wachstumsstrategie in den USA für das Verschwinden des «Standortvorteils für den Bankenplatz Schweiz» verantwortlich.

«Kritiker des Bankgeheimnisses werden Ospel noch als Helden auf den Sockel heben», heisst es im «Tages-Anzeiger». «Dem Vaterland» hätten «Ospel und Konsorten» einen Bärendienst erwiesen, bilanziert «Le Quotidien Jurassien».

Einen anderen Akzent setzt das Westschweizer Wirtschaftsblatt «L'Agéfi». Der Kommentator räumt zwar ein, dass die Vorgehensweise der USA anderen, insbesondere der Europäischen Union, als Vorbild dienen könne, erklärt das Bankgeheimnis jedoch für «gesund und munter».

«Le Temps»: «Niederlage für Anhänger»

In «Le Temps» ist dagegen die Rede von einem «coup de Trafalgar» - einer entscheidenden Niederlage für die Anhänger des herkömmlichen Modells. Die bislang übliche Unterscheidung zwischen «Steuerhinterziehung» und «Steuerbetrug» sei nicht mehr haltbar.

Die «Neue Zürcher Zeitung» sieht den gesamten «Finanzplatz mit dem Rücken zur Wand». Die UBS, die Finanzmarktaufsicht (Finma) und der Bundesrat hätten sich bei der Einigung mit den US-Justizbehörden zu einem gravierenden Schritt entschlossen, dessen Nutzen unklar sei.

«Jene Banker, die bloss hier hocken und auf hinterzogene Gelder warten, werden die Folgen spüren», meint der «Tages-Anzeiger» am Freitag: «Die anderen, die sich längst dem internationalen Wettbewerb ausgesetzt haben, zucken die Schultern. Sie pfeifen nicht erst seit gestern auf das Bankgeheimnis.»

(bert/sda)

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Erklären
In Ihrer Logik gibt es keinen Fehler. Das Problem liegt irgendwo anders und es kommt mir so vor, als wenn wir kleinen (dummen?) Bürgerlein die ganze Wahrheit nicht erfahren dürfen. Da sind ganz grosse Betrügereinen im Hintergrund am laufen. Da bin ich mir sicher. Ich frage mich, wie lange es noch geht bis dem Volk der Kragen platzt. Es wäre überhaupt kein Problem die UBS abzustossen. Im Gegenteil, ich könnte mir vorstellen das die Geschäfte von einer anderen Bank sehr viel besser getätigt werden könnten. Die UBS wird uns noch unsummen Geld kosten. Haben wir genügend Druckmaschienen? Falls nicht, können wir ja schon mal das Geld unserer nächsten Generationen ausgeben. Es war schon immer so: Die Zeche bezahlt das Volk und wer sich mit vergangenen Kriesen etwas auseinander setzt, der versteht was ich damit meine. Ich bin der Meinung, das einige Leute in unserem nicht mehr tragbar sind und bewusst zu eigenem Nutzen schaden anrichten.
Kann mir das jemand erklären?
Wie konnte es dazu kommen?

1. Hat die FINMA überhaupt die Kompetenz, so etwas zu entscheiden?
2. Wieso gibt man dem Druck nach? Wäre folgendes Szenario nicht auch denkbar
Man trennt die Geschäftsbereiche nach Lokation, dass die USA unabhängig wäre. Man lässt die Frist verstreichen, ein Strafverfahren der US Justiz wird eingeleitet. Danach würden Kundengelder abfliessen und die Arbeit stillstehen. Die UBS in den USA stirbt. Die anderen Geschäftsbereiche wären nicht tangiert.

Damit würden die Amerikaner sich ins eigene Fleisch schneiden, schliesslich haben Sie einere weitere Bank verloren. Mehr Arbeitslose, weniger Kredige, weniger Wachstum.
Für die Schweiz wäre ein Risikofaktor ausgeschaltet.

Kann mir jemand den Fehler in meiner Logik erklären? Ich versteh zwar nicht viel davon, aber viele Schweizer Firmen trennen sich doch auch von Ihrer Tochergesellschaften.
Bankgeheimnis
Die Schweiz wird nach und nach ausgehebelt. Das Vorgehen von Bundes Merz ist verwerflich und grenz für mich an Landesverrat. Ich habe den Glauben an unsere Bundesräte verloren. Das Volk wird übergangen und unsere Gesetze werden von höchsten "Würdeträgern" missachtet. Ist BR Merz der UBS etwas schuldig? Irgendwas scheint hier nicht zu stimmen. Auch wenn wir die UBS noch und noch stützen, sie wird uns in den tiefen Strudel abwärts reissen. Es ist unglaublich, wie leicht sich unsere BR von anderen Ländern erpressen lassen. In diesem Fall die USA und die haben ja wohl genug dreck am Stecken und das weltweit. Da laufen ganz krumme Dinger im Hintergrund. Haben da möglicherweise auch noch die Bilderberger die Finger im Spiel?
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