Greenpeace will keine Atomenergie mehr
Ban Ki Moon fordert mehr Atom-Sicherheit in Tschernobyl
publiziert: Mittwoch, 20. Apr 2011 / 13:09 Uhr
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon besuchte das Atomkraftwerk Tschernobyl.
UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon besuchte das Atomkraftwerk Tschernobyl.

Tschernobyl - UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon hat bei einer Besichtigung des Atomreaktors Tschernobyl mehr Sicherheit von Nuklearanlagen gefordert. Aus den Unglücken in Tschernobyl und aktuell im japanischen Fukushima müssten Lehren für «substanziell höhere Standards» gezogen werden.

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Ban besuchte am Mittwoch das Atomkraftwerk Tschernobyl, dessen Reaktor 4 am 26. April 1986 bei einer misslungenen Notfallübung explodiert. Er sei «tief bewegt», den Unglücksort mit eigenen Augen zu sehen, sagte der UNO-Generalsekretär.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew wollte Ban am Nachmittag eine internationale Konferenz über die Sicherheit von Atomanlagen eröffnen. Ein Vierteljahrhundert nach dem Super-GAU wollen Vertreter von 50 Staaten über die Zukunft der Kernenergie beraten.

Die Umweltorganisation Greenpeace forderte die Teilnehmer-Länder auf, sich angesichts der schweren Katastrophen von der Atomenergie zu verabschieden. Die Ex-Sowjetrepublik Ukraine will die Zahl ihrer bisher 15 Atomreaktoren in den nächsten Jahren fast verdreifachen.

Schutzmantel für 1,6 Milliarden Euro

Die ukrainische Führung hofft, während der bis Freitag angesetzten Tagung weitere Länder zu Geldspenden für den geplanten Schutzmantel um den Reaktor 4 zu bewegen.

Bereits am Dienstag hatten die EU, die USA aber auch die Schweiz sowie andere Länder bei einer Geberkonferenz weitere 550 Millionen Euro für den Sarkophag bewilligt. Damit der 1,6 Milliarden teure Schutzmantel gebaut werden kann, fehlen noch mindestens 200 Millionen Euro.

(bg/sda)

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Man müsste die Ukraine dazu zwingen, sämtliche Gewinne aus dem AKW Strom für Tschernobyl aufzuwenden.

Aber die internationale Gemeinschaft ist offenbar so blöd auch noch für Tschernobyl zu zahlen.
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