BP verkauft Ölfelder in Katastrophenregion
publiziert: Montag, 17. Sep 2012 / 09:57 Uhr
Der britische Ölmulti BP braucht derzeit dringend frisches Geld und will dieses mit gross angelegten Verkäufen in die Kasse spülen. (Symbolbild)
Der britische Ölmulti BP braucht derzeit dringend frisches Geld und will dieses mit gross angelegten Verkäufen in die Kasse spülen. (Symbolbild)

London/Stuttgart - Der britische Ölmulti BP braucht derzeit dringend frisches Geld und will dieses mit gross angelegten Verkäufen in die Kasse spülen. Insiderinformationen zufolge steht eine Veräusserung von einem Teil der BP-Ölfelder im Golf von Mexiko kurz vor dem Abschluss.

Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
7 Meldungen im Zusammenhang
Die Briten wollen dafür rund sieben Mrd. Dollar. Das entspricht einem Wert von umgerechnet 5,46 Mrd. Euro. Als Käufer ist Plains Exploration & Production im Gespräch. Der Grund für die Verkäufe von Anlagen und Plattformen ist genauso logisch wie dringend notwendig: Dem Konzern stehen Schadenersatzforderungen von enormen Ausmassen ins Haus.

Regierung verschärft Tonlage

Der drohende Schadenersatz geht zurück auf die Erdölkatastrophe rund um die Bohrplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko aus dem Jahr 2010. Der Prozess soll im Januar beginnen. Die Administration in Washington hat BP unlängst grobe Fahrlässigkeit und mutwilliges Verhalten vorgeworfen. «Der geplante Verkauf von Teilen der Felder im Golf von Mexiko ist als Reaktion auf die Attacken vonseiten der US-Regierung zu sehen. Diese hat sich mit dem aktuellen Vorwurf klar positioniert und die Tonlage in dieser Causa deutlich verschärft», sagt Achim Wittmann, Erdöl-Analyst von der Landesbank Baden Württemberg, im Interview mit pressetext.

Sollten die Gerichte zu demselben Schluss kommen und den Vorwurf bestätigen, könnte es zu einer Vervierfachung der Strafzahlung bis zu 21 Mrd. Dollar kommen. BP verkauft schon seit mehreren Monaten Unternehmensteile, um sich ein Finanzpolster zu verschaffen, dass das vermeintlich harte Gerichtsurteil abdämpfen kann. Insgesamt plant das Unternehmen Verkäufe in der Höhe von 38 Mrd. Dollar. Davon wurden bereits 26,5 Mrd. Dollar veräussert. BP betont allerdings, dass der Golf von Mexiko weiterhin als wichtige strategische Region angesehen wird. Allein im Juni hat das Unternehmen dort 43 neue Bohrlizenzen erworben.

Herbe Folgen des Super-Gaus

«Diese neue Schärfe, die nun von staatlicher Seite ins Spiel gebracht wurde, hatten die Märkte nicht erwartet und stellen für die Börsianer zweifellos eine negative Überraschung dar», so Experte Wittmann. Seit dem Mega-Gau hat der Konzern rund ein Drittel seines Börsenwerts verloren. Vor allem in der vergangenen Woche hat das Papier zeitweise um 4,5 Prozent nachgegeben. Bei Redaktionsschluss dieser Meldung (12:00 Uhr) notiert die Aktie mit einem Plus von 0,33 Prozent bei 5,47 Euro.

Die Explosion auf der Plattform, der elf Arbeiter zum Opfer fielen, führte zu dazu, dass rund drei Monate lang unkontrolliert Öl ins Meer gelang. Es stellt die grösste Ölkatastrophe in der Geschichte der USA dar, sowohl für Mensch als auch für Flora und Fauna. In einem Vergleich mit 125.000 geschädigten Privatpersonen hat sich BP bereits zu einer Zahlung von 7,8 Mrd. Dollar geeinigt. Eine Zustimmung des zuständigen Gerichts fehlt allerdings noch.

(knob/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
New Orleans - Der britische Ölkonzern BP muss wegen der Explosion der Bohrinsel «Deepwater Horizon» ... mehr lesen
Es wäre die höchste Strafzahlung in der US-Geschichte, die ein Unternehmen jemals zahlen musste. (Symbolbild)
Moskau - Der britische Ölriese BP soll im Streit um das russische Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP eine Strafe von umgerechnet 3 Mrd. Fr. wegen Vertragsverletzung zahlen. ... mehr lesen
BP hatte das Gemeinschaftsunternehmen TNK-BP 2003 zusammen mit dem Konsortium Alfa Access-Renova gegründet, dem vier russische Milliardäre angehören.
TNK-BP hatte im vergangenen Jahr einen Gewinn von fast 9 Milliarden Dollar gemacht.
London - Der britische Ölriese BP will seine milliardenschweren Anteile am ... mehr lesen
New Orleans - Zwei Jahre nach der Explosion auf der Bohrplattform «Deepwater Horizon» im Golf von Mexiko ist die Einigung zwischen dem Ölkonzern BP und Zigtausenden ... mehr lesen
Nach zwei Jahren wird den Geschädigten vom Richter recht gegeben.
Weitere Artikel im Zusammenhang
BP rechnet mit Kosten in Höhe von 7,8 Milliarden Dollar.
New Orleans - Eine Einigung zwischen dem Ölkonzern BP und zehntausenden durch die Ölpest infolge der Explosion auf der ... mehr lesen
Washington - Im Zusammenhang mit der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko vor zwei Jahren hat die US-Justiz einen ... mehr lesen
87 Tage dauerte es, bis BP das defekte Bohrloch schliessen konnte.
Nutzen Sie die kostenlose Energie von der Sonne!
Helvetic Energy GmbH
Winterthurerstrasse 702
8247 Flurlingen
...bis 30% Heizkosten sparen und CO2 reduzieren!
Branchenverband, Ihr kompetenter Partner für Elektro-, Energie- und Informationstechnik
Electrosuisse
Luppmenstrasse 1
8320 Fehraltorf
Professionelle Beratungsdienstleistungen in den Bereichen Windkraft, Photovoltaik und Biogas
Bis Jahresende zahle die Ukraine ihre Altschulden.
Bis Jahresende zahle die Ukraine ihre Altschulden.
Ukraine  Brüssel - Nach monatelangen Verhandlungen haben die Ukraine und Russland am Donnerstagabend eine Einigung im Gasstreit erzielt. Die Energieminister beider Länder sowie die Chefs der Versorger Gazprom und Naftogaz unterzeichneten gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger in Brüssel zwei entsprechende Abkommen. 
Gasstreit zwischen Russland und Ukraine offenbar beigelegt Brüssel - Der Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine ist wohl beigelegt. Die ...
Russland liefert seit Juni kein Gas mehr in die Ukraine.
Neue Verhandlungen im Gasstreit zwischen Ukraine und Russland Brüssel/Kiew - Mit dem Wintereinbruch vor Augen versuchen ...
Oettinger: Keine Einigung zu Gas zwischen Russland und Ukraine Brüssel/Kiew - Im Ringen um russische Gaslieferungen für ...
Anzeige erstattet  Paris - Drohnen unbekannter Herkunft haben in den vergangenen Wochen sieben französische ...  
Im Gesetz ist die Atomstrom-Reduzierung festgeschrieben. (Symbolbild)
Paris: Nationalversammlung für Reduzierung der Atomkraft Paris - Die französische Nationalversammlung hat für die Senkung des Anteils der Atomkraft an der Stromproduktion ...
Titel Forum Teaser
  • Kassandra aus Frauenfeld 1033
    Gold scheffeln bringt nichts. Wenn mans braucht, wills keiner und wenn alle es wollen, ... gestern 18:59
  • HeinrichFrei aus Zürich 347
    Korrektur: CH-Gold lagert nicht in USA, wie ich schrieb Das Gold der Schweiz wird nicht in den USA aufbewahrt, wie ich schrieb. ... gestern 07:39
  • HeinrichFrei aus Zürich 347
    Gold in Bunkern der Schweiz lagern, nicht mehr in den USA Wenn sogar die SVP die Nein-Parole zu der Goldinitiative ausgegeben ... Do, 30.10.14 22:12
  • tigerkralle aus Winznau 102
    Täglich Täglich eine Hiobsbotschaft von den Schweizer Banken .Da gibt des ... Do, 30.10.14 09:58
  • zombie1969 aus Frauenfeld 2541
    Wann... hat man beim "World Economic Forum (WEF)" das letzte Mal nachgesehen, ... Di, 28.10.14 16:09
  • tigerkralle aus Winznau 102
    Am Pranger Das ist sehr beschämend , wo die UBS überall am Pranger steht .In ... Di, 28.10.14 08:54
  • LinusLuchs aus Basel 39
    Höchst demokratiefeindlich Der Leistungsauftrag der SRG hat in unserer Demokratie eine ... Do, 23.10.14 15:07
  • tigerkralle aus Winznau 102
    Ecopop löst keine Probleme Frau Sommaruga , Ecopop löst sicher nicht alle Problehme , aber Sie ... Di, 14.10.14 13:04
Es ist wichtig, den richtigen Umgang mit den eigenen Daten zu lernen.
Startup News Eigene Daten richtig schützen - Methoden und Programme zum Datenschutz Das Internet hat die wichtigsten Bereiche des alltäglichen Lebens übernommen, sei es Online Banking, Familienerinnerungen, soziales ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
Erneuerbare Energie
Übrigens: Hier könnte auch Ihr Unternehmen gefunden werden.
Erfassen Sie zuerst Ihr kostenloses Firmenporträt! Mit dem Firmenporträt präsentieren Sie Ihr Unternehmen und Ihre wichtigsten Dienstleistungen schnell und einfach auf dem wichtigsten KMU-Marktplatz der Schweiz.
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
MAKE UP BAR GENEVE Logo
28.10.2014
SIGEF
Social Innovation and Global Ethics Forum Logo
28.10.2014
27.10.2014
KANZLEI + Logo
27.10.2014
Le TIGRE Logo
27.10.2014
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SA SO MO DI MI DO
Zürich 8°C 14°C sonnig und wolkenlos leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Basel 4°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
St.Gallen 4°C 12°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Bern 3°C 15°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Luzern 6°C 15°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
Genf 5°C 16°C sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos sonnig und wolkenlos
Lugano 7°C 16°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig
mehr Wetter von über 6000 Orten