BP beginnt im Golf von Mexiko mit Aufräumarbeiten
publiziert: Samstag, 7. Aug 2010 / 23:11 Uhr
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Vorbereitungen für die endgültige Versiegelung der Quelle. (Archivbild)
Vorbereitungen für die endgültige Versiegelung der Quelle. (Archivbild)

Washington - Nach der erfolgreichen Abdichtung der defekten BP-Ölquelle haben im Golf von Mexiko die Aufräumarbeiten begonnen. Da kaum noch Öl auf der Meeresoberfläche zu finden sei, sammelten die Einsatzkräfte die im Wasser ausgelegten Barrieren wieder ein, berichteten US-Medien.

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Tausende Fischer, die bisher mit ihren Booten das Öl vom Wasser abschöpften, hätten von der Einsatzleitung diese neue Aufgabe bekommen. Derweil laufen die Vorbereitungen für die endgültige Versiegelung der Quelle weiter.

Die auf tausende Kilometer Länge ausgelegten schwimmenden Begrenzungen sollten das Öl davon abhalten, an die Küsten geschwemmt zu werden. Sie könnten aber bei Tropenstürmen, die sich nun in der laufenden Hurrikan-Saison häufen, zu zerstörerischen Geschossen werden.

Barrieren werden zum Risiko

«Die Barrieren werden zum Risiko, weil sie Schäden im Marschland verursachen können, auf Strassen landen oder sich in den Docks verfangen», sagte BP-Topmanager Doug Suttles.

Gleichzeitig gingen unten am Meeresboden die Arbeiten an der Ölquelle weiter. Nachdem das vier Kilometer lange Steigrohr zum Öl-Reservoir mit Zement versiegelt wurde, soll nun am kommenden Freitag eine seit Mai laufende Entlastungsbohrung abgeschlossen werden.

Allerdings sei es - anders als bisher geplant - wohl nicht nötig, dabei das rund 18 Zentimeter dicke Steigrohr selbst anzubohren, um es auch von unten mit Zement zu füllen, sagte der Einsatzleiter Admiral Thad Allen. Es genüge, lediglich den äusseren Ring um das Rohr herum abzudichten. Damit solle verhindert werden, dass Öl aus möglichen kleinen Lecks unten in der Quelle nach oben drängen kann.

Folgen nicht unterschätzen

Trotz der jüngsten Erfolgsmeldungen warnen Umweltschützer davor, die Folgen der Katastrophe zu unterschätzen. «Das Desaster der »Exxon Valdez« ist 20 Jahre her und die Gemeinden und das Ökosystem in Alaska leiden immer noch darunter», sagte Kristina Johnson von der US-Naturschutzgruppe «Sierra Club».

Die Verpflichtungen von BP in dem Katastrophengebiet seien längst nicht abgeschlossen. «Wir werden noch lange unter der Ölpest zu leiden haben.»

(fkl/sda)

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