Axpo verzichtet auf Gas-Kombikraftwerke
publiziert: Dienstag, 3. Jul 2007 / 07:46 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Jul 2007 / 13:23 Uhr

Bern - Der Energiekonzern Axpo verzichtet vorderhand darauf, in der Schweiz Gas-Kombikraftwerke zu bauen. Die vom Parlament verlangte Kompensation der anfallenden CO2-Emissionen sei nicht machbar. Axpo hatte Kraftwerke in Perlen LU und Schweizerhalle BL geplant.

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Die Axpo fordert indirekt eine Änderung der Rahmenbedingungen.
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Schon die Bedingung, dass 70 Prozent der anfallenden CO2-Emissionen eines Gas-Kombikraftwerks in der Schweiz selber kompensiert werden müssen, lege die Messlatte sehr hoch, schreibt Axpo in einem Communiqué. Praktisch verunmöglicht würde der Bau durch die Modalitäten der Anrechenbarkeit der Kompensationsmassnahmen.

Laut dem Bund sollen nur Projekte angerechnet werden, die nicht wirtschaftlich sind. Zudem wolle der Bund die Schwelle flexibel handhaben, ab welcher die Kompensationsmassnahmen angerechnet werden. Für Investitionsentscheide fehle deshalb die «regulatorische Basis».

Axpo sieht Preissteigerungen

Axpo habe sich deshalb entschieden, die beiden laufenden Gas-Kombiprojekte vorerst nicht weiter zu verfolgen. «Wir halten uns aber für eine Weiterführung bereit, falls sich die Rahmenbedingungen ändern», wird Axpo-Chef Heinz Karrer im Communiqué zitiert.

Der Verzicht auf Gas-Kombikraftwerke könnte laut Axpo die Stromkonsumenten teuer zu stehen kommen. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass es im nächsten Jahrzehnt zu Kapazitätsengpässen, Netzinstabilitäten und auch zu erheblichem Preissteigerungen kommen werde.

Projekte anderer Gesellschaften>/b>

Neben der Axpo haben auch andere Energiekonzerne Pläne für den Bau von Gaskombikraftwerken in der Schweiz. Die in Bern ansässige BKW Energie AG etwa möchte bis 2010 eine solche Anlage in Utzenstorf BE realisieren.

Neben der BKW planen auch der Energiekonzern EOS und die Groupe E den Bau einer Anlage. Beide Projekte würden weiterverfolgt, wie es auf auf Anfrage heisst.

Insgesamt hatte die Stombranche den Bau von maximal fünf Gaskombikraftwerken bis 2035 ins Auge gefasst. Dafür wird mit Kosten von bis zu 2 Milliarden Franken gerechnet.

(ht/sda)

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