Studie zum Arbeitsmarkt
Automatisierung radiert fast jeden zweiten Job aus
publiziert: Montag, 9. Nov 2015 / 13:14 Uhr
Ob in Zukunft neue Jobs den Wegfall alter Berufe kompensieren, ist noch offen. (Symbolbild)
Ob in Zukunft neue Jobs den Wegfall alter Berufe kompensieren, ist noch offen. (Symbolbild)

Bern - Buchhalterinnen, Bankangestellte, Kassierer: Ihre Aufgaben könnten künftig von Maschinen ausgeführt werden. Fast die Hälfte der Beschäftigten in der Schweiz dürfte laut einer Studie in den kommenden zwanzig Jahren durch Automatisierung ersetzt werden.

5 Meldungen im Zusammenhang
48 Prozent der Berufe stehen auf der Kippe. Auch hochqualifizierte Arbeitsplätze sind nicht sicher vor der Wegrationalisierung, wie eine Studie des Beratungsunternehmens Deloitte im Auftrag des SRF-Wirtschaftsmagazins «Eco» ergibt, die am Montag veröffentlicht wurde.

Während bisher vor allem in der Industrie Jobs ausradiert wurden, zeichnet sich nun ein vermehrter Abbau im Dienstleistungssektor und in der Administration ab. Entscheidend ist vor allem der Anteil an Tätigkeiten, die sich wiederholen und vereinheitlichen lassen. Deshalb sind auch Berufe wie Steuerberater, Augenoptiker und Immobilienverwalter bedroht, nebst weniger hochqualifizierten Berufen wie Telefonist und Kassierer.

Auch in Zukunft gefragt werden der Studie zufolge jedoch Anwälte, Ärzte oder Psychologen sein. Auch bei weniger hochqualifizierten Berufen gibt es weiterhin zukunftsträchtige Jobs wie Fitnesstrainer und Coiffeur, deren Arbeit kaum eine Maschine übernehmen könnte.

Bisher neue Jobs durch Automatisierung

Für die Analyse stützt sich Deloitte auf Berechnungen der US-Ökonomen Carl Benedikt Frey und Michael A. Osborne. Diese haben berechnet, wie gut ein Beruf aufgrund der dafür notwendigen Tätigkeiten prinzipiell automatisierbar wäre. Je höher diese Automatisierungswahrscheinlichkeit, desto geringer fiel auch das Beschäftigungswachstum eines Berufes in den letzten 25 Jahren in der Schweiz aus, hält die Studie fest.

In den letzten Jahrzehnten wurde viele Routinetätigkeiten automatisiert, heisst es. Insgesamt seien jedoch während des letzten Vierteljahrhunderts mehr Stellen geschaffen als verdrängt worden. Die Automatisierung erhöhte die Produktivität und die Löhne. Andererseits verbesserte sie die Qualität von Güter und Dienstleistungen und senkte gleichzeitig die Preise. Beides erhöhte die Nachfrage und schuf dadurch neue Stellen.

Ob in Zukunft neue Jobs den Wegfall alter Berufe kompensieren, ist noch offen. Markus Koch, Leiter Deloitte Schweiz verwies gegenüber «Eco» auf frühere industrielle Revolutionen mit Folgen für den Arbeitsmarkt. So verlagerten sich viele Arbeitsplätze aus der Landwirtschaft in die anderen Wirtschaftssektoren Industrie und Dienstleistung. Der Unterschied sei, dass dieses Mal der Wechsel schneller geschehen und quer über alle Sektoren stattfinden werde.

(bert/sda)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Oxford - Kassierer im Detailhandel, Kaufmännische Angestellte, ... mehr lesen
Hierzulande wären Büroangestellte überdurchschnittlich stark von der Digitalisierung gefährdet, gibt es in der Schweiz doch 284'000 kaufmännische Angestellte und 48'000 Buchhalter. (Symbolbild)
«Ostschweiz am Sonntag»: Ende Jahr sollen in der Schweiz zwölf Zollstellen geschlossen werden.
Die heutigen Schlagzeilen: mehr lesen
Winterthur ZH - Schweizer ... mehr lesen
Nur ein kleiner Teil der Firmen setzt Industrie 4.0 um.
Die Anforderungen im IT-Umfeld werden immer komplexer. (Symbolbild)
In einem klassischen IT-Umfeld wird ... mehr lesen
Wien - Die Lebensmittelindustrie steht ... mehr lesen
Die Lebensmittelbranche stellt besondere Anforderungen an eine Automatisierung.
Jobsuche im digitalen Zeitalter
Jobsuche im digitalen Zeitalter
So finde ich den richtigen Job  Betroffene kennen ihre Herausforderungen und Schwierigkeiten - die Jobsuche. Oft herrscht Unsicherheit darüber, wie die Jobsuche im Zeitalter der Digitalisierung richtig anzugehen ist. Dabei liegt die Antwort hier schon auf der Hand: Sowohl Stellenausschreibungen als auch Bewerbungsprozesse laufen heute überwiegend über das Internet. mehr lesen 
Mehr Einsatzstunden als im Vorjahr  Im dritten Quartal 2017 konnten die Temporärunternehmen 4,2 Prozent mehr Einsatzstunden vermitteln als im Vorjahr. Dies zeigt der Swiss Staffingindex, das Geschäftsbarometer ... mehr lesen
Swiss Staffingindex - Arbeitstagbereinigte Entwicklung der Temporärbranche im Vergleich zum Vorjahresquartal
Wie gelingt einem Unternehmen die Internationalisierung?  Ist von einer Internationalisierung die Rede, so bezieht sich dies meist auf eine Firmenstrategie bzw. die künftige Entwicklung eines Unternehmens. Der Fokus liegt auf dem internationalen Markt, wodurch Produkte und Dienstleistungen nicht nur national, sondern auch auf Auslandsmärkten oder gar weltweit angeboten werden können. mehr lesen  
Hochgeschwindigkeitsverkehr komplett eingestellt  Brüssel - Ein Streik hat in Belgien den zweiten Tag in Folge den Zugverkehr erheblich behindert. Nach Angaben der Bahngesellschaft SNCB fielen im ... mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Energie sparen, Elektroauto
Startup News So spart man mit dem Elektroauto Die Anschaffung eines Elektroautos mag sich für manche immer noch ein wenig futuristisch anhören, sind sie ja tatsächlich in der Form, wie wir sie heute kennen, erst ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Primär für KMU und Start-ups. In zwei Stunden erhalten die Teilnehmer einen vertieften Einblick, was heute im Marketing wichtig ist und wie man geplante Massnahmen richtig umsetzt.
Publinews Der international erfolgreiche sowie ausgewiesene Marketing- und KMU-Experte Benno Stäheli zeigt in kostenlosen Workshops auf, wie KMU auch im ... mehr lesen
Volles Plenum bei der Keynote von Christian Gisi -
 Mammut Sports Group.
Publinews 10 Jahre SOM - am 18. und 19. April auf der Messe Zürich  Die SOM ist das Schweizer Gipfeltreffen für eBusiness, Online Marketing und Direct Marketing. Am 18. und 19. April feiert die Fachmesse ihr zehnjähriges Jubiläum ... mehr lesen
ASPSMS ist durch die Mobile Messaging Einstellungen nun ein Bestandteil von Matomo.
Publinews Benachrichtigungen per SMS  Matomo, ehemals Piwik, ist eine weltweit führende Open Source Analytics-Anwendung. Sie kann sowohl lokal als auch in der Cloud installiert werden. ... mehr lesen
Empörte oder enttäuschte Kunden können über die sozialen Medien sehr leicht einen Shitstorm erzeugen, der dem Ansehen eines Unternehmens grossen Schaden zufügen kann.
Publinews GSD Master AG  Martin Schranz ist ein Unternehmer, dessen Erfolg vor allem auf sein Durchhaltevermögen zurückzuführen ist. Nach zahlreichen Rückschlägen hat er die ... mehr lesen
Mithilfe Vergleichsportalen können Kunden nicht nur bei einer Bank die Konditionen erfragen, sondern in kurzer Zeit gleich mehrere Banken miteinander vergleichen.
Publinews Zentralstelle für Kreditinformation  Verbraucher, die einen neuen Kredit aufnehmen möchten, sehen sich bei der Beantragung mit einer Reihe von Herausforderungen konfrontiert. Eine der Hürden bei der Kreditvergabe ist ... mehr lesen
Flyer von Flyeralarm
Startup News FLYERALARM  FLYERALARM zählt zu den führenden Online-Druckereien Europas im B2B-Bereich. 2002 gegründet, beschäftigt das Familienunternehmen heute knapp ... mehr lesen
Auto auf Schnellstrasse
Publinews so profitiert auch Autoteilhändler Autodoc vom Boom  Für die Autodoc GmbH liefen die letzten Geschäftsjahre gut - alleine 2016 verzeichnete das Berliner Unternehmen einen Gesamtumsatz von 118,5 Millionen Euro. Das ... mehr lesen
Team von AquAero beim StartUpForum Aargau
Startup News StartUpForum Aargau  Christoph Müller und Thomas Manyoky, AquAero GmbH, berichten am StartUpForum Aargau über Ihre Erfahrungen als Jungunternehmer ... mehr lesen
Coworking in Solothurn
Startup News Von Adriana Gubler, Wirtschaftsförderung Kanton Solothurn  Die Forschungs- und Hochschulstandorte sind die grossen Start-up-Motoren der Schweiz. Aber auch im Kanton Solothurn entwickelt sich eine vielfältige ... mehr lesen
Nahaufnahme eines Lochblechs
Publinews Lochblech - was ist das überhaupt?  Lochblech findet inzwischen in vielen verschiedenen Bereichen Einsatz: in der Industrie, in der Architektur und sogar beim Kfz-Tuning. ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
m Logo
m
22.02.2018
22.02.2018
medtest EDUCATION Logo
22.02.2018
22.02.2018
22.02.2018
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich -1°C -1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Basel -1°C 1°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
St. Gallen -5°C -2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Bern -3°C -2°C Wolkenfelder, Flockenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Luzern -1°C 0°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt freundlich
Genf -1°C 2°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Lugano 4°C 4°C bedeckt, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, etwas Schnee
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten