Autobranche steht vor dem Kollaps
publiziert: Samstag, 25. Okt 2008 / 10:16 Uhr

Stuttgart/Wolfsburg - Tausende Jobs auf der Kippe - Absatzkrise droht zu eskalieren: Die Autobranche droht im Chaos zu versinken.

Die Autoindustrie wird von der Krise zusehends verschrottet.
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Angesichts der konjunkturellen Flaute und der einsetzenden Absatzkrise überschlagen sich die Autohersteller mit schlechten Nachrichten. Der Abschwung scheint den Industriezweig nach monatelangen Warnungen und negativen Vorzeichen nun weltweit eingeholt zu haben.

Bereits angekündigte Produktionskürzungen und -stopps sowie einbrechende Geschäftszahlen haben den massenhaften Abbau von Arbeitsplätzen zur Folge. Besonders Zeitarbeiter werden von den Sparmassnahmen betroffen sein.

Alleine bei Volkswagen (VW) seien «alle Möglichkeiten» und bis zu 25'000 Leiharbeiter-Jobs zu prüfen. Bis Jahresende laufen die ersten 750 Verträge aus und in diesem Stil könnte es auch 2009 weitergehen.

Einrichten auf einen langfristig anhaltenden Abschwung

Die Autobranche müsse sich auf einen langfristig anhaltenden Abschwung einstellen, urteilt Ferdinand Dudenhöffer, Automobilmarktexperte und Direktor des Center Automotive Research (CAR) an der Fachhochschule Gelsenkirchen.

Mit dieser Ansicht ist Dudenhöffer nicht allein: Branchenkenner gehen in Westeuropa von einem um bis zu 17 Prozent einbrechenden Absatz im vierten Quartal aus. Im Gesamtjahr 2008 sei mit einem Rückgang von acht Prozent zu rechnen.

Während Daimler betriebsbedingte Kündigungen in den kommenden Jahren noch ausschliesst, befindet sich der Konzern ebenso wie die weltweite Konkurrenz in einer angespannten Lage. Mit den Zahlen zum dritten Quartal, die Daimler diese Woche vorgelegt hat, und einer erneut korrigierten Gewinnprognose sorgte der Hersteller für Besorgnis in der Branche. An der Beschäftigungssicherung bis 2012 werde dennoch nicht gerüttelt.

Bei VW zeichnet sich hingegen eine weitaus düsterere Situation ab. «Wir kommen um harte Einschnitte nicht herum. So schlecht und unsicher waren die Aussichten schon lange nicht mehr», wird VW-Chef Martin Winterkorn von der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert. Angesichts der schlechten Marktlage sei ein harter Sparkurs zu erwarten.

Weltweit deutliche Spuren

Die Krise der Autobranche hat aber nicht nur deutsche Häuser erfasst, sondern hinterlässt weltweit deutliche Spuren. Der traditionsreiche US-Automobilmarkt ächzt unter der Absatzflaute, was etwa General Motors und Chrysler in eine Notfusion treibt.

Ford kündigte am Standort Köln Kurzarbeit an und Opel stoppt die Autoproduktion in sechs verschiedenen Werken vorübergehend.

Auch der angesichts der Krise bislang stabile französische Konzern Renault kündigt die Stilllegung «nahezu aller» französischer Werke für ein bis zwei Wochen an.

Volvo verzeichnet einen Gewinnrückgang von über 36 Prozent und der japanische Anbieter Toyota meldet einen stark eingeknickten Absatz um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Von Absatzrückgang betroffen kündigt Peugeot «massive Produktionskürzungen» an und senkt die Gewinnprognose um die Hälfte.

(dl/pte)

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Weitere Krise in der Krise.
wenn wir...
...es doch einmal realistisch betrachten, werter bewusstsein, ist der ast schon lange abgebrochen. die meisten menschen haben eben nur noch nicht begriffen, dass sie sich grad im freien fall befinden...
ich bleibe dabei
ich bleibe bei meiner Ansicht ich denke nicht nur an mich sondern vielmehr an Betroffene
..is no idea
wird recht bald zur Tatsache. Wohl dem, der sich vorbereitet hat. Edward Teller, Erfinder der Wasserstoffbombe hat einnal gesagt, daß seine Bombe die verheerendste dieser Zivilisation ist und es bestimmt fünf dieser Zivilisationen bereits gab. Wird denn wirklich jemand glauben, daß unsere Zivilisation bestehen bleibt? Wie an anderer Stelle gesagt, sägen wir an dem Ast auf dem wir sitzen. Es macht krack und der Ast bricht. Das geht verdammt schnell.
...glaub mir...
mit stillstand meinte ich nicht, dass alle menschen die jetzt kein geld mehr haben über die klinge springen. mit stillstand meinte ich eher besinnung. und ich glaube mich für meinen emotionalen schreibstil nicht entschulden zu müssen. du schreibst ja auch emotional.

du kannst dich meinetwegen noch lange über meinen kommentar aufregen, kannst ihn meinetwegen auch als anstössig melden. oder aber, du kanns dir darüber gedanken machen, ob du vielleicht ein bisschen wahrheit in meinen zeilen findest...
gehts noch
So einen dämlichen Kommentar habe ich ja schon länger nicht mehr gelesen einer der begrüsst dass alles stillsteht Du solltest mal entlassen werden weil die Branche derart vor dem Kollaps steht. Da sind Tausende von Arbeitsplätzen in Gefahr etwas vom schlimmsten was jemandem passieren kann da hängen Familien dran und Existenzen da gehts ums Ueberleben und da gibt es Leute die das begrüssen Dir gehts wohl zu gut!
weisst du...
... ich begrüsse die idee, dass irgendwann (oder jetzt schon) einmal alles stillsteht! nichts mehr geht...
Als ob das erst jetzt absehbar war
Wenn ich mir die Leute um mich herum ansehe und mich selber, dann können sich viele keinen Neuwagen mehr leisten. Viele fahren ihre Wagen immer länger und seit dem ganzen "Grün ist geil" Gerede ist Auto fahren auch nicht mehr eine so schöne Freiheit. Die Fahrzeuge werden immer teurer und viele konnten sich einen Neuwagen früher nur leasen. Dies wird jetzt immer schwieriger und ja: Es hat ja fast jeder ein Auto. Wie konnten die Hersteller nur daran denken, dass es immer mit Gewinn weitergeht? Vor allem bei der Schwette an Modellen einzelner Hersteller. Ich persönlich sage seit Jahren, dass die Autohersteller bald einbrechen. Mit der Finanzkrise kommt das nun einfach ein wenig früher. Jaja, immer jammern.
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