Augmented Reality kommt in die Supermärkte
publiziert: Montag, 2. Jul 2012 / 21:42 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Jul 2012 / 09:57 Uhr
Das Potenzial solcher Technologien ist riesig, sowohl für den Handel als auch für die Kunden.
Das Potenzial solcher Technologien ist riesig, sowohl für den Handel als auch für die Kunden.

Wien - Die Forschungssabteilung von IBM hat den Prototyp einer Einkaufs-App für Smartphones angekündigt, die auf Augmented Reality setzt, wie mashable.com berichtet. Noch in diesem Jahr soll die Software auf den Markt kommen.

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Registrierte Kunden können dann durch ihre Smartphone-Kamera auf die Produkte in den Regalen sehen und bekommen am Bildschirm ausgewählte Informationen zu den Waren eingeblendet. Die Produktdatenbanken der Einzelhandelsketten müssen allerdings noch ausgeweitet werden, um möglichst viele für Kunden relevante Informationen, etwa über die Nachhaltigkeit des Produktionsprozesses, liefern zu können.

Grosses Potenzial

«Das Potenzial solcher Technologien ist riesig, sowohl für den Handel als auch für die Kunden. Momentan gibt es verschiedene Ansätze, wie etwa QR-Codes, die Kunden mit Zusatzinformationen zu versorgen. Welcher sich schlussendlich durchsetzt, ist noch offen», sagt Iris Thalbauer von der Wirtschaftskammer Österreich gegenüber pressetext. Neben Informationen zur Herkunft der jeweiligen Produkte gibt es noch diverse andere für Einkäufer interessante Anwendungen. Angedacht ist etwa die Einblendung von Produktbewertungen anderer Kunden.

«Nährwerttabellen und Informationen für Allergiker sind sicher hilfreich. Ausserdem werden auch die Gutscheine von der Zeitung auf die Smartphones wandern, in den nächsten Jahren wird sich einiges tun. Die grossen Handelsketten haben grosses Interesse an den neuen Technologien», so die Expertin. Das liegt auch daran, dass sich für Marketing-Abteilungen ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Erstens erhalten die Einzelhändler über die Apps eine Menge Informationen über das Einkaufsverhalten der Kunden und zweitens können sie diese Information sofort verwenden, um massgeschneiderte Reklame und Rabatte an die Smartphones der Kunden zu schicken.

Technische Hürden

IBM arbeitet derzeit mit seinen potenziellen Kunden daran, die entsprechenden Datenbanken aufzubauen. Die technische Infrastruktur wird über IBMs Smarter Commerce Software bereitgestellt. Trotz der momentan nicht ausreichend vorhandenen Informationen will IBM die App Ende 2012 auf den Markt bringen. Die Vision ist, dass Kunden dann beim Betreten eines Geschäfts die App herunterladen und sich einen Account anlegen. Dann geben sie ein, wonach sie suchen, beispielsweise ein Bio-Müsli, das im Angebot ist, und die App blendet dann beim Scannen der Regale die relevanten Informationen ein.

Laut IBM sollen Kunden so schnellere und besser informierte Kaufentscheidungen treffen können. «Derzeit ist es noch eine Studie, die zeigt, was möglich ist. Wir müssen noch einiges an Arbeit investieren. Aber das Produkt wird einen Einblick in das Einkaufserlebnis der Zukunft geben», sagt John Kennedy von IBM Research.

 

 

(fest/pte)

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