Accenture-Umfrage: Spar-Strudel erfasst Modebranche
Auch Luxus und grosse Marken können verlieren
publiziert: Donnerstag, 27. Nov 2008 / 07:13 Uhr / aktualisiert: Montag, 1. Dez 2008 / 18:27 Uhr

Jeder dritte Deutsche will in nächster Zeit weniger für Kleidung ausgeben als heute – im Durchschnitt 34 Prozent. Auch die Kunden von Luxus- und Top-Markengeschäften sparen. Das zeigt der repräsentative «Textil Trend 08» des Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleisters Accenture.

Die aktuellen Befragungsergebnisse verheissen schwere See für Hersteller von Haut-Couture und Marken-Outfits.
Die aktuellen Befragungsergebnisse verheissen schwere See für Hersteller von Haut-Couture und Marken-Outfits.
Im Handel gilt allgemein der Grundsatz: Exklusiv geht immer. Lässt sich diese Devise auch bei Bekleidung halten? Die aktuellen Befragungsergebnisse verheissen schwere See für Hersteller von Haut-Couture und Marken-Outfits: Mehr als jeder zweite ihrer Kunden möchte zukünftig weniger Geld in ihren Geschäften ausgeben (59 Prozent und 52 Prozent). 33 Prozent der befragten Verbraucher sagen ganz generell, sie wollten weniger Markenkleidung kaufen (33 Prozent) – und sogar jede zweite Frau (49 Prozent).

Kleidung ist Kann-Konsum

«Kleidung gehört zum Kann-Konsum», sagt Christoph Schwarzl, Geschäftsführer im Bereich Handel & Konsumgüter bei Accenture. «Hier hat jeder Verbraucher die Möglichkeit, sofort den Gürtel enger zu schnallen, im Gegensatz zu Lebensmitteln. Deshalb wirkt sich die Kaufzurückhaltung auf die ganze Branche aus.»

Günstige Mode weniger betroffen

Nicht verschont, aber weniger betroffen werden Ketten sein, die günstige junge Mode anbieten und sowie klassische, aber nicht gehobene Bekleidungshäuser: Zwischen 26 und 29 Prozent ihrer befragten Kunden sagen, sie wollten dort weniger kaufen. Im Mittelfeld: Versandhändler, Textil-Discounter, junge Mode und Marken der mittleren Preiskategorie und sowie Bekleidungshäuser der mittleren bis gehobenen Kategorie – hier planen 37 bis 45 Prozent der Kunden, sich in Kaufzurückhaltung zu üben.

Alleinstehende sparen mehr

Der stärkste Spar-Effekt wird von Alleinstehenden ausgehen. 33 Prozent dieser Verbraucher beabsichtigen, ihre Ausgaben für Kleidung um durchschnittlich 42 Prozent zu senken. Familien sehen dagegen den geringsten Spielraum: 23 Prozent der Haushalte mit vier oder mehr Personen werden laut Umfrage weniger ausgeben, im Schnitt 29 Prozent.

Internet hat Potenzial

Am besten treffen es die Online-Händler: 27 Prozent der Befragten sagen, sie wollten dort weniger ausgeben – aber weitere 27 Prozent wollen zukünftig mehr Kleidung über das Internet bestellen. Der Verkauf von Bekleidung über das Internet hat nach Einschätzung von Accenture hohes Potenzial. In einer Studie aus dem Jahr 2007 bezeichneten bereits 29 Prozent der deutschen Verbraucher Kleidung als die Warengruppe, die sie am häufigsten online kaufen.

In Personal und in Online-Angebote investieren

«Die Branche befinde sich mitten in einem Ausleseprozess», sagt Christoph Schwarzl. «Gestärkt gehen die Unternehmen daraus hervor, die auch in schwierigen Zeiten an den richtigen Konzepten festhalten, die also zum Beispiel in den Ausbau des Online-Kanals und in qualifiziertes Personal investieren.» Christoph Schwarzl weiter: «Wer als Modeanbieter das Internet nicht für Vertrieb oder auch nur Information und Vermarktung nutzt, verkennt die Ansprüche der Verbraucher und verpasst eine Chance, den Kunden für sich zu gewinnen.»

Nachhaltigkeit gewünscht

Trotz der zu erwartenden Konsumzurückhaltung: Verbraucher sind auch zukünftig durchaus bereit, für die Erfüllung bestimmter Bedürfnisse sogar mehr für Kleidung auszugeben. 85 Prozent der Befragten sagen, für nachweislich nachhaltig hergestellte Waren würden sie auch mehr bezahlen – durchschnittlich 16 Prozent.

Zur Umfrage

Für «Textil Trend 08» wurden 1013 deutsche Verbraucher im Auftrag von Accenture durch das Marktforschungsinstitut Forsa befragt.

(bk/KMU Magazin)

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