Ethikkommission empfielt Ausstieg binnen zehn Jahren
Auch Deutschland denkt an den Atomausstieg
publiziert: Samstag, 28. Mai 2011 / 22:57 Uhr
In Berlin marschierten derweil 25'000 Atomkraftgegner durch die Strassen.
In Berlin marschierten derweil 25'000 Atomkraftgegner durch die Strassen.

Berlin - Die von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eingesetzte Ethikkommission empfiehlt der Regierung einen Atomausstieg innerhalb der nächsten zehn Jahre. Das verlautete am Samstag nach der Abschlusssitzung aus dem Umfeld der Kommission. Derweil fanden riesige Proteste im ganzen Land statt.

5 Meldungen im Zusammenhang
Der Bericht des «Rats der Weisen» ist für die Regierung eine wichtige Basis für ihre Entscheidung zum Atomausstieg. Diese fällt womöglich am Sonntag. Am Montag wird der Abschlussbericht der Ethikkommission dann offiziell übergeben und abends mit Bürgern öffentlich diskutiert.

Die Kommission ist der festen Überzeugung, dass der Ausstieg innerhalb eines Jahrzehnts abgeschlossen werden und der fehlende Atomstrom anderweitig ersetzt werden kann. Nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima hält die Kommission einen Ausstieg für ethisch geboten.

Sie legte sich aber nicht auf ein konkretes Enddatum fest, gleichwohl bedeutet die Empfehlung, dass bis spätestens 2021 der letzte der derzeit noch 17 Meiler abgeschaltet werden soll. Der Ausstiegszeitraum von zehn Jahren könne verkürzt werden, wenn man zügige Fortschritte bei der Energiewende mache, erklärte die Kommission.

Zehntausende demonstrieren gegen AKW

In 21 Städten demonstrierten am Samstag nach Veranstalterangaben 160'000 Menschen für einen Atomausstieg ohne Hintertüren. Sie forderten Kanzlerin Merkel auf, ohne jede Verzögerung das Ende der Atomenergienutzung in Deutschland durchzusetzen.

In Berlin zogen nach Angaben der Organisatoren 25.000 Atomkraftgegner vor die CDU-Zentrale und forderten das Ende der Atomenergienutzung ohne jede Verzögerung. Auch in München gingen 25'000 Menschen auf die Strasse, in Hamburg waren es 20'000, in Freiburg 10'000.

Zu den Protesten hatten Umweltverbände, Anti-Atom-Initiativen, Gewerkschaften und viele weitere gesellschaftliche Gruppen aufgerufen. Die Demonstrationen seien ein Zeichen dafür, dass der Grossteil der Bevölkerung die Atomenergie strikt ablehne und eine schnelle Energiewende fordere, erklärten die Veranstalter. Diesen Willen dürfe die Regierung nicht ignorieren.

(dyn/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese wirtschaft.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Berlin - Die christlich-liberale Regierung Deutschlands will «neue Wege» bei ... mehr lesen
Umweltminister Norbert Röttgen (CDU)
Der Ausstieg kommt, aber wie schnell?
Berlin - In Deutschland verdichten sich die Zeichen für einen schnellen Atomausstieg und das endgültige Aus für bis zu acht Kernkraftwerke. Die Spitzen der Regierungskoalition ... mehr lesen
Berlin - Mehr als hunderttausend ... mehr lesen
Greenpeace-Aktivisten entern das Brandenburger Tor.
Symbolbild
Frankfurt - Mehrere tausend Menschen haben am Samstag in zahlreichen deutschen Städten auf Ostermärschen gegen die Atomkraftnutzung und den NATO-Einsatz in Libyen protestiert. Zudem ... mehr lesen 2
Berlin - Nach dem Beschluss der ... mehr lesen
Block 2 im Kernkraftwerk Neckarwestheim.
Xiao Su, Professor für Chemie- und Biomolekulartechnik an der Universität Illinois.
Xiao Su, Professor für Chemie- und Biomolekulartechnik an der ...
Verbrauchte Lithium-Ionen-Batterien enthalten wertvolle Metalle, die sich beim Recycling nur schwer voneinander trennen lassen. Altbatterien stellen eine nachhaltige Quelle für diese Metalle dar, insbesondere für die schwindenden Reserven von Kobalt und Nickel. Eine neue Technologie nutzt die Elektrochemie zur effizienten Abtrennung und Rückgewinnung der Metalle. mehr lesen 
Publinews Immer mehr Menschen überlegen sich in Deutschland die Anschaffung von Solarsystemen. Sie sollen die Eigenversorgung des Stromverbrauchs im Haus sicherstellen. Die Gründe ... mehr lesen  
Was die Wirtschaftlichkeit der Solaranlage betrifft, so muss die Zeit eingeplant werden, bis sich die Investition amortisiert.
Grosse Preisunterschiede je nach Gemeinde.
Publinews Die Strompreise für 2020 steigen um 1 Prozent  Die Strompreise für 2020 steigen laut der Aufsichtsbehörde Elcom um 1 Prozent. Eine wichtige Komponente ... mehr lesen  
Ständerat schwenkt auf Linie des Nationalrats  Bern - Grosswasserkraftwerke sollen Subventionen erhalten, wenn sie den Strom zu tiefen Preisen ... mehr lesen  
Finanzhilfen für bestehende Grosswasserkraftwerke waren im ersten Massnahmenpaket zur Energiestrategie ursprünglich nicht vorgesehen.
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    grüezi Wie lasterhaft Mitleid mitunter sein kann, beweisen Sie doch gerade ... Mo, 26.12.16 20:05
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Vom Tode träumt ein negrophiles Schäfchen doch ständig. Wenn tausende Frauen in England ... Mi, 28.09.16 11:58
  • HentaiKamen aus Volketswil 1
    Kommt wieder Aber leider eine RIESEN Verlust für Leser wie mich die nicht mit dem ... Sa, 13.08.16 01:13
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    sogar nach dem Tode hat die Kassandra noch die grösste Schnauze... jaja, diese ... Fr, 12.08.16 16:30
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Wow, wie hat sich die gute Kubra gemausert! Ich danke auch Ihnen ganz persönlich für die vielen harten und ... Mi, 20.07.16 20:25
  • Pacino aus Brittnau 731
    Übrigens, wusstet ihr schon . . . . . . dass die Foren von AZ (Wanner), 20min. und Schweizer Fernsehen ... Mi, 29.06.16 15:20
  • PMPMPM aus Wilen SZ 235
    Und jetzt? Ist noch online...? Liebes news-Team, schade ist die Situation so, dass etwas aufhören ... Di, 28.06.16 22:43
  • kubra aus Berlin 3232
    Danke für die gelebte Pressefreiheit. Damit mein ich durchaus auch den ... Di, 28.06.16 16:09
.
Green Investment news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Ob Handwerksbetrieb oder Hightech-Firma: Eine Firmengründung muss gut vorbereitet sein
Startup News Ein Unternehmen in der Schweiz gründen - das sind einige der wichtigsten Schritte Nach Krisen bieten sich Unternehmern und Unternehmerinnen grossartige neue Gelegenheiten. Doch wer jetzt eine Firma ...
Jedes dritte KMU in Deutschland hat 2011-2013 Energie eingespart.
KMU-Magazin Research Energiewende ist im Mittelstand angekommen Die kleinen und mittleren Unternehmen sind auf ...
 
News
         
Besonders wichtig ist, auf die ausreichende Sicherheitskleidung für alle Mitarbeiter zu achten.
Publinews Die Arbeit in Produktionsstätten ist nicht ungefährlich und somit kann das Risiko der Mitarbeiter sowie das Risiko auf Defekte an bestimmten ... mehr lesen
Legen Sie Wert auf die Gestaltung ihres Online Auftritts.
Publinews Als Webshop Besitzer profitieren Sie von dem aufsteigenden Trend, denn der Onlinehandel wächst in Zeiten der Digitalisierung schneller ... mehr lesen
Adventskalender von FLYERALARM
Publinews Adventskalender mit Mehrwert statt Kalorien  Adventskalender sind beliebte Werbemittel. Zur klassischen Schoko-Variante gibt es praktische, kreative Alternativen, die überraschen und ... mehr lesen
Büroraum
Publinews Büros sind Ausdruck der Unternehmenskultur  Wie sehen die Arbeitsplätze der Zukunft aus? Setzt sich Home-Office durch oder Coworking Spaces? Erleben klassische Büros eine Renaissance? mehr lesen
Finanzierung Ihres neuen Apple-Geräts mit 0 % Zinsen
Publinews Finanzierung Ihres neuen Apple-Geräts mit 0 % Zinsen  Ohne Kapital grössere Anschaffungen tätigen. Nicht immer ist genug Kapital für den Neukauf eines Produkts vorhanden und in diesem ... mehr lesen
Eine Legalisierung von Cannabis würde dem Wirtschaftskreislauf Substanz verleihen.
Publinews Der Konsum von Cannabis wird mittlerweile in breiten Gesellschaftsschichten toleriert. Es ist ein weltweites Geschäft geworden, mit dem jedes Jahr Milliarden Dollar ... mehr lesen
Klimawandel ⇒ Wie Anleger vom Klimaschutz profitieren können
Publinews Klimaschutz: Welche Investitionsmöglichkeiten ergeben sich?  Der Klimawandel vollzieht sich in immer schnelleren Zügen ⇒ Die Wirtschaft ist in besonderem Masse betroffen ⇒ ... mehr lesen
Erfolgreich Investieren ⇒ Anlegen wie die Superreichen
Publinews Investieren wie die Superreichen?  Der Hype um den Bitcoin geht weiter ⇒ Von Value Investing und anderen Strategien der Reichen ⇒ Was lässt sich von den Reichen lernen ⇒ ... mehr lesen
Studentenkredit ⇒ Tücken stecken oft im Detail
Publinews Studium finanzieren: So wird das Studium nicht zur Schuldenfalle  Studieren kostet ⇒ Ausgaben für Miete und Leben, Studiengebühren müssen finanziert werden ⇒ Aber auch ein ... mehr lesen
Online Broking erfreut sich grosser Beliebtheit.
Publinews Der Online-Broker easyMarkets ist sehr erfreut darüber, seine Zusammenarbeit mit der Plattform TradingView bekannt zu geben. Ab jetzt können die Kunden von ... mehr lesen
Stellenmarkt.ch
Wirtschaft Marken
   Marke    Datum
Swiss Cybersecurity Start-Up Map Logo
26.11.2021
SIMBOJOY Logo
26.11.2021
MEXC Global Logo
26.11.2021
26.11.2021
26.11.2021
    Information zum Feld
Bitte geben Sie hier einen Markennamen ein wie z.B. 'Nespresso'
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 0°C 2°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Basel 1°C 4°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bedeckt, wenig Regen wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen -1°C 0°C immer wieder Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregen wolkig, aber kaum Regen
Bern 0°C 1°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Luzern 0°C 2°C bedeckt, etwas Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig Schneeregenschauer wolkig, aber kaum Regen
Genf 0°C 4°C wolkig, wenig Schneeleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt wechselnd bewölkt, Regen
Lugano 1°C 9°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich freundlich
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten