Atel schreibt Rekordgewinn
publiziert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 09:00 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 19. Aug 2008 / 16:00 Uhr

Olten - Der Energiekonzern Atel hat im ersten Halbjahr 2008 den Gewinn um rund 12 Prozent auf 374 Mio. Franken gesteigert, obwohl der Umsatz um 1 Prozent auf 6,38 Mrd. Franken sank. Das Kernkraftwerks-Projekt im Niederamt SO wird vorangetrieben.

Der Konzernumsatz lag bei 6,4 Mrd. Franken.
Der Konzernumsatz lag bei 6,4 Mrd. Franken.
Das Betriebsergebnis (EBIT) stieg um 7 Prozent auf 478 Mio. Franken, wie der europaweit tätige Energieanbieter mitteilte. Die Rahmenbedingungen seien im Berichtszeitraum allerdings schwieriger geworden.

Der Energiekonzern setzte 52,2 TWh Energie ab, das sind 15 Prozent weniger. Als Grund für den Rückgang nennt Atel eingeschränkte Transportkapazitäten nach Italien und regulatorische Restriktionen in Zentraleuropa. In Deutschland sanken Absatz und Umsatzmargen, in der Schweiz und in Italien verbuchte Atel dagegen Zuwachs.

Steigende Preise und stabile Produktionsverhältnisse hätten sich im Segment Energie positiv ausgewirkt. Auch das Segment Energieservice, bestehend aus der Atel Installationstechnik-Gruppe (AIT) in Zürich sowie der GAH Gruppe in Heidelberg (Deutschland), setzte seine positive Geschäftsentwicklung dank guter Auftragslage fort.

Geplante Fusion

Auf gutem Wege sieht sich Atel im Hinblick auf die geplante Fusion mit dem Waadtländer Energieanbeiter Energie Ouest Suisse (EOS). Atel, EOS und gegebenenfalls die Schweizer Aktivitäten von Energie de France (EDF) könnten schon Anfang 2009 in einer neuen Gruppe zusammengelegt werden.

Für ein neues Kernkraftwerk im Solothurner Niederamt steht Atel weiterhin in Gesprächen mit verschiedenen Interessenten, auch heutigen KKW-Betreibern. Atel verfolgt das Projekt selbständig weiter, bis eine definitive Partnerstruktur feststeht. Derzeit läuft das Rahmenbewilligungsgesuch beim Bund, das letzte Wort über den KKW-Neubau dürfte das Schweizer Volk haben.

(fest/sda)

applaus mit stirnfalten
nun.... positive wirtschaftsnachrichten sind wirklich was erbauliches! sie machen freude... also geht's den unternehmen doch gut!

ich für meinen teil kann nur sagen: ich möchte auch wie die meisten grossen wirtschaftsbetriebe jedes jahr sagen können: ich mache mit viel weniger aufwand (weniger arbeit) mehr gewinn (mehr lohn)!

gerade bei der atel verursacht mir diese aussage natürlich schon etwas kopfschmerz. die wirtschaft bezahlt ja dank vertragsverhandlungen sowieso nicht sonderlich viel für energie. also hat dieses ergebnis hauptsächlich der privatkonsum an energie verursacht. wir zahlen also regelmässig höhere strompreise und ironischerweise steigt meine stromrechnung tatsächlich von jahr zu jahr, obwohl der verbauch eher im sinken begriffen ist!
energie soll was kosten, das ist in ordnung.... billig muss strom nicht sein, sonst verbrauchen wir davon nur noch mehr. aber wenn wir dann sehen, womit atel wirklich das geld verdient, dann wird's bitter. hauptsächlich atomstrom, der nun wirklich alles andere als sauber ist.... oder läuft uran von selbst aus dem stadtbrunnen in olten und muss nicht mittels horrendem aufwand und abertonnen von diesel aus der erde gekratzt, rumgekarrt und aufbereitet werden? oder stammt der strom aus der sauberen wasserkraft der pumpspeicherwerke, welche tagsüber sauberen wasser-strom produzieren und ihn als ökologisch etwas teurer verkaufen.. um dann des nachts billigen kohlestrom aus nord und ost einzukaufen und damit das wasser wieder in die seen raufzupumpen? sauberer strom aus wasserkraft...

tja, der konsument ist abhängig von solchen energie-giganten.... und muss mit sich machen lassen was er nicht ändern kann... also hören wir auf zu heulen über diese deprimierende situation und erfreuen wir uns von herzen an diesem super ergebniss der atel! wir sollten zur feier des tages gleich ein bisschen mehr strom verbrauchen!
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