Asiatische Börsen fahren weiter Verluste ein
publiziert: Donnerstag, 5. Apr 2012 / 09:40 Uhr
Die Verlustserie an den Börsen in Asien geht mehrheitlich weiter.
Die Verlustserie an den Börsen in Asien geht mehrheitlich weiter.

Tokio - Die Aktienbörsen in Asien haben ihre Verlustserie am Donnerstag überwiegend fortgesetzt. Die Furcht vor einem Wiederaufflammen der Euro-Schuldenkrise nach einer schwachen Spanien-Auktion und gesunkene Hoffnungen auf neue Konjunkturhilfen der US-Notenbank (Fed) belasteten den Markt.

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Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gab den dritten Tag in Folge nach und verlor 0,5 Prozent auf 9767 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index sank 0,3 Prozent auf 832 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Hongkong und Australien verbuchten Abschläge.

Auf dem chinesischen Festland kehrten die Händler nach drei Feiertagen an ihren Arbeitsplatz zurück, der Shanghai Composite Index legte über ein Prozent zu. Auch in Singapur und Korea konnten die Börsen dazugewinnen.

Sorgenkind Spanien

Sorgen bereitete Händlern die Lage Spaniens. Das Land spürte am Mittwoch auf dem Anleihenmarkt wieder Gegenwind und musste den Anlegern wieder mehr Zinsen zahlen. «Das schwache Ergebnis der spanischen Bond-Auktion verdeutlicht ein tiefer liegendes Problem», sagte Park Suk Hyun von KTB Securities. «Die Schulden an sich sind kein Thema, solange sie von ausreichendem Wachstum gestützt werden. Aber die Wachstumsaussichten sind alles andere als rosig.»

«Wir hatten gestern grosse Verluste, heute etwas geringere, aber niemand ist derzeit bereit, Aktien zu kaufen», sagte ein Händler in Japan. Am Mittwoch hatte der Nikkei mit einem Minus von 2,3 Prozent seinen schlechtesten Tag seit fünf Monaten. Er liegt in diesem Jahr aber immer noch gut 15 Prozent im Plus - dank ermutigender Signale von der US-Konjunktur und den Mega-Geldspritzen der Notenbanken.

Experten rechnen daher auch nicht damit, dass die Kurskorrektur lange anhält. Sollten die Aktienkurse weiter fallen, dürfte die Geldpolitik wieder stützend eingreifen, sagte Jefferies-Analystin Naomi Fink. Es sei nicht mit einem Wiederaufflammen der Griechenland-Krise und einem harten Konjunkturabschwung in China zu rechnen.

Autobauer grösste Verlierer

Zu den grössten Verlieren gehörten die Autobauer. Toyota-Papiere büssten 0,7 Prozent ein. Nissan-Titel gaben ein Prozent nach, und Honda-Aktien rutschten 1,1 Prozent ab. Der Kurs der Grossbank SMFG sank um 1,4 Prozent.

Kräftig aufwärts ging es dagegen für das Papier des Energiekonzerns Kansai Electric Power (+3,2 Prozent), nachdem einem Medienbericht zufolge der japanische Handelsminister bei lokalen Behörden das Wiederhochfahren des Atomkraftwerks Ohi beantragen will. Wegen einer Panne war die Anlage in Westjapan im Juli vergangenen Jahres abgeschaltet worden.

(bg/sda)

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