Verbesserung für Arbeiter abgelehnt
Arbeitgeber gegen Mindestlöhne und besseren Kündigungsschutz
publiziert: Freitag, 25. Mrz 2011 / 11:55 Uhr / aktualisiert: Freitag, 25. Mrz 2011 / 13:19 Uhr
Rudolf Stämpfli, Präsident des Arbeitgeberverbands.
Rudolf Stämpfli, Präsident des Arbeitgeberverbands.

Bern - Die Arbeitgeber kämpfen gegen Mindest- und Höchstlöhne sowie gegen sechs Ferienwochen für alle. Die aktuell diskutierten Verbesserungen für Arbeitnehmer lehnen die Arbeitgeber ab, weil sie dadurch die Wettbewerbsfähigkeit der Schweiz gefährdet sehen.

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Der Arbeitgeberverband hat am Freitag seinen vehementen Widerstand gegen drei Initiativen begründet, für welche die Gewerkschaften und die Linke im Wahljahr werben. Die Anliegen schränkten die guten Rahmenbedingungen für Unternehmen in der Schweiz ein, sagte Arbeitgeber-Präsident Rudolf Stämpfli vor den Medien in Bern.

Die Freiheit der Sozialpartner, Löhne frei zu gestalten, werde unnötig beschränkt durch die Mindestlohninitiative des Schweizerischen Gewerkschaftsbunds (SGB) und die 1:12-Initiative der Jungsozialisten (JUSO), argumentierte Vizepräsident Wolfgang Martz.

Der vorgeschlagene Mindestlohn von 4000 Franken pro Monat liegt laut Martz deutlich höher als Mindestlöhne in vergleichbaren europäischen Ländern. Rund 400'000 oder 10 Prozent aller Beschäftigen würden eine höheren Lohn erhalten. Die Folge: «Solche Arbeitsplätze würden bei Unternehmen in Frage gestellt», sagte Martz.

Ein Lohn sei nicht immer «existenzsichernd», räumte er ein. Wenn ein oder zwei Einkommen nicht genügten, eine Familie zu ernähren, springe aber der Staat ein. So sei ein «garantiertes Mindesteinkommen» - eine weitere Gewerkschaftsidee - bereits Tatsache.

Weniger Jobs für Schlechtqualifizierte

Genauso wie die Lohninitiativen verteuere auch die Initiative «Sechs Wochen Ferien für alle» der Arbeitnehmerorganisation Travail.Suisse die Arbeit und schade somit dem Standort Schweiz, sagte Stämpfli. Die Wirtschaft erhole sich zwar, doch der Aufschwung stehe noch auf «tönernen Füssen».

Die Kosten für Arbeit seien schon heute hoch. Eine weitere Erhöhung nütze denen am wenigsten, für welche die Initiativen Verbesserungen bringen sollten: «Arbeitsplätze für Niedrigqualifizierte würden noch stärker ins Ausland abwandern», sagte der im Sommer abtretende Arbeitgeberpräsident.

Statt neuer Regulierungen im Arbeitsmarkt mahnte Stämpfli dazu, den Wirtschaftsaufschwung zu nutzen, um die Sozialwerke zu sanieren.

(dyn/sda)

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Sinnvolle Regeln
Ich bin Ihrer Meinung, sinnvoll und bezahlbar, mit einem maximalen Schutz der Schwachen.

Grundsätzlich sollte jeder mit seinem Lohn ausreichend abgedeckt sein und davon Leben können. Situationen mit Zweit- oder Drittjobs wie in USA und jetzt auch in Deutschland sind unhaltbar. Die regulären Löhne sind da meines Erachtens das kleinere Problem. Eher die vertragsrechtlichen Schlupflöcher. "Arbeit auf Abruf", "Temporär", "Zeitarbeit", etc., wie es zum Beispiel gerne von Call Center gebraucht wird. Das Betrifft vor allem Grosskonzerne, hängt aber auch wieder mit Bedarf und Kündigungsschutz zusammen. Da gibt es sicherlich Schlupflöcher die man vorrangig stopfen könnte.

Man darf beim Kündigungsschutz nicht übertreiben. Ich war mal bei einer grossen Schweizer Firma, da hatten wir eine Angestellte in der Tochtergesellschaft Deutschland die jahrelang Lohn bezog und nur 6 Monate gearbeitet hatte (Mutterschutz, etc. etc.). Was Grosskonzerne als ärgerlich abschreiben können, kann KMUs das Genick brechen.

Die 1:12 Initiative wäre für den Wirtschaftsstandort Schweiz mehr als bedenklich.
zwiespältig
Ich bin gegen die Mindestlohnforderung, weil es Klein- und Kleinstbetriebe gibt, die zwar Arbeit anbieten, aber keine hohen Löhne zahlen können. Wer dort arbeiten will, weiss, dass der Lohn tief sein wird - was ja schnell mal besser als gar nichts ist (ich war mal gut zwei Jahre lang erst arbeitslos und dann ausgesteuert - ich weiss sehr genau, wovon ich rede).

Die "1:12-Initiative" ist Traumtänzerei der Ewiggestrigen, die 'auf Teufel komm raus' versuchen, das System zu kippen.

"6 Wochen Ferien ist für alle" ist so ein typischer Furz der orientierungslosen Linken, denn: wer soll das bezahlen?
Können, sollen, dürfen oder müssen wir den Jungen, deren Zukunftsaussichten im Arbeitsmarkt nicht gerade rosig sind, noch mehr Steine in den Weg legen, indem wir sie noch mehr zur Kasse bitten - oder eher: zwingen?

Die Verschärfung des Kündigungsschutzes ist eine zweischneidige Sache.
Einerseits macht es unbestritten Sinn, Arbeitnehmer besser vor der Kündigung zu schützen.
Andrerseits können und dürfen (nicht sollen und müssen) dann alle 'faulen' Elemente sich noch mehr erlauben, weil ja auch sie besser vor Kündigung geschützt sind.
Und dieser Umstand geht dann nicht nur zu Lasten des betroffenen Arbeitgebers, sondern bringt auch mehr Unruhe und Stress für die Mitarbeitenden ...
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