Sanfter Druck der Arbeitgeber für höheren Euro-Mindestkurs
Arbeitgeber fordern tieferen Frankenkurs
publiziert: Montag, 7. Nov 2011 / 19:01 Uhr
Arbeitgeber machen Druck auf die SNB: Franken
schwächen.
Arbeitgeber machen Druck auf die SNB: Franken schwächen.

Bern - Die Nationalbank sieht sich mit wachsendem Druck für einen höheren Euro-Mindestkurs konfrontiert: Wie Gewerkschaften und economiesuisse drängt auch der Schweizerische Arbeitgeberverband auf eine Anhebung. Die Arbeitgeber warnen vor langfristigen Schäden.

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Auf eine konkrete Forderung nach einer Erhöhung des derzeitigen Euro-Mindestkurses von 1,20 Franken verzichtete der Schweizerische Arbeitgeberverband an seiner Herbst-Medienkonferenz in Bern zwar. Die Verbandsspitze verhehlte aber nicht, dass sie eine Anhebung stark befürworten würde. Die Arbeitgeber wären «froh um einen höheren Kurs», sagte Verbandspräsident Valentin Vogt.

Erst bei einem Euro-Kurs von 1,30 bis 1,40 Franken oder sogar darüber seien grosse Teile der Schweizer Exportwirtschaft und des Tourismus wieder konkurrenzfähig. Statt Forderungen aufzustellen, zählen die Arbeitgeber aber auf «Weitsicht und Kompetenz» der Nationalbank (SNB), wie es Vogt formulierte.

Er vertraue darauf, dass die SNB sobald als möglich weitere Massnahmen ergreifen werde. Die SNB sei aber unabhängig, müsse die Risiken beachten und könne nicht unbegrenzt gegen die Märkte vorgehen, gab er zu bedenken.

Erhebliche Strukturschäden befürchtet

Bleibt der Franken stark gegenüber Euro und Dollar, sieht der Arbeitgeberverband dunkle Wolken für die Schweizer Wirtschaft aufziehen. Es drohen laut Vogt in einem schleichenden Prozess «erhebliche Strukturschäden».

Zuerst würden Waren im Ausland eingekauft, was Schweizer Zulieferer in Bedrängnis bringe, dann Stellen gestrichen und schliesslich die Produktion ins Ausland verlagert. «Diese Arbeitsplätze kommen in der Regel nicht wieder zurück», sagte Vogt. Stark in Bedrängnis sei auch der Tourismus.

Wenn sich die Abschwächung der globalen Konjunktur auf die Nachfrage nach Schweizer Produkten auswirkt, hält Vogt ausserdem eine Rezession für realistisch.

Längere Arbeitszeiten als bestes Mittel

Bis der Franken wieder auf einem «vernünftigen Niveau» steht, fordern die Arbeitgeber «Spielraum für die Unternehmen bei Personalmassnahmen». Weiterhin sehen die Arbeitgeber vorab längere Arbeitszeiten als das geeignetste Mittel gegen die Frankenstärke.

Lohnsenkungen kommen für den Arbeitgeberverband «nur in existenziellen Notlagen» in Frage und wenn eine längere Arbeitszeit nicht möglich ist.

(fest/sda)

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Soso..
Ein Jammeri mehr.
Ein Sprung in der Schallplatte führt eben in der Regel zu einem ebensolchen in der Schüssel.

Dieses Gejammere ist lächerlich und entspricht überhaupt nicht der realen Situation. Wo man mit Unternehmern redet, hört man in der Regel vernünftigeres. Das ist reine Interessenpolitik, die diese Verbände da betreiben.

Tachles: Auf Billigarbeitsplätze mit importierten Arbeitskräften können wir gut verzichten - lieber schon heute als morgen. Adieu.
Dazu gehört u.a. der Tourismus, der ohnehin nur die Umwelt verschandelt.
Dazu gehören u.a. gewisse Industrien, deren Zeit so oder so langsam abgelaufen ist. Wer heutzutage Produkte exportieren will, deren Stärke nur noch im günstigen Preis liegt, wird morgen verlieren.
Und dazu gehören auch Importeure, die ihre Produkte zu überteuerten Preisen verkaufen wollen..

WENN ein Unternehmer glaubt, er fände auf dieser Kugel einen besseren Ort zum Produzieren... was macht der denn eigentlich noch hier?
Die angesprochenen Strukturschäden können auch wohltuende Wirkung haben. Ich jedenfalls erlebe die Wirtschaft in diesem Land zunehmend als verfilzten Moloch, der den ehemals freien Arbeitsmarkt in eine Handlangergesellschaft umgebaut hat, in der sich die einen in den Teppichetagen dumm verdienen, während sie die Arbeiter in der Produktion zu austauschbaren Robotern gemacht haben, die erst noch von staatlich betriebenen Arbeitsvermittlungen per Gesetz zum Billigarbeiten verknurrt werden.

Ich habe ganz genau 0 Mitgefühl mit dieser "Wirtschaft". Meinetwegen können alle grossen "verduften"; ich zweifle keine Sekunde daran, dass der Rest davon profitieren würde.
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