Appell für mehr Nahrungsmittelhilfe fruchtet
publiziert: Dienstag, 15. Apr 2008 / 15:53 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 15. Apr 2008 / 17:01 Uhr

Washington - Angesichts der weltweiten Lebensmittelkrise haben die USA und Deutschland eine Aufstockung ihrer Wirtschaftshilfen im Kampf gegen den Hunger angekündigt. Die USA stellen 200 Millionen Dollar Soforthilfe zur Verfügung.

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Die USA und Deutschland haben Gelder zugesichert, um die gestiegenen Lebensmittelpreise in armen Ländern aufzufangen.
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11 Meldungen im Zusammenhang
Wie das US-Präsidialamt mitteilte, sollen die Hilfsgelder vor allem in US-Nahrungshilfeprogramme fliessen und sicherstellen, dass die gestiegenen Lebensmittelpreise in armen Ländern aufgefangen werden können.

In Deutschland kündigte Entwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul in einem Zeitungsinterview zusätzliche zehn Millionen Euro für das Welternährungsprogramm an.

Das Schweizer Hilfswerk Swissaid macht unterdessen die Weltbank und den Internationalen Währungsfond mitschuldig für die aktuelle Krise. Im Rahmen der Strukturanpassungen der letzten Jahrzehnte seien Entwicklungsländer dazu gedrängt worden, Subventionen für die Landwirtschaft abzubauen und auf den Export zu setzen, schreibt die Entwicklungshilfeorganisation in einem Communiqué.

Unruhen in mehreren Ländern

Zu einem ähnlichen Schluss kommen über 400 Wissenschaftler des Weltagrarrates in einem Bericht. In dem von mehr als 60 Staaten unterzeichneten Papier heisst es, notwendig sei die Rückbesinnung auf natürliche und nachhaltige Produktionsweisen.

Der drastische Anstieg der Nahrungsmittelpreise droht Millionen Menschen in Armut und Hunger zu stürzen. In mehreren Ländern kam es bereits zu Unruhen: In Haiti stürzte am Wochenende die Regierung. Proteste gab es auch in Indonesien und auf den Philippinen.

(smw/sda)

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