Alle sollen TV-Gebühren bezahlen
publiziert: Donnerstag, 30. Sep 2010 / 13:39 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 30. Sep 2010 / 19:15 Uhr
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Auch Handy- und Computerbenützer werden zur Kasse gebeten.
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Bern - Radio- und Fernsehgebühren soll künftig auch bezahlen, wer kein Empfangsgerät hat. Dieser Ansicht ist nicht nur der Bundesrat, sondern auch der Nationalrat. Er hat am Donnerstag einer Motion seiner Kommission mit 96 zu 71 Stimmen zugestimmt.

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Der Nationalrat beauftragte den Bundesrat damit, eine Gesetzesvorlage für ein neues Gebührensystem auszuarbeiten. Alle Haushalte und Betriebe sollen demnach Radio- und Fernsehgebühren bezahlen, unabhängig davon, ob sie Empfangsgeräte besitzen oder nicht.

Dies hatte auch der Bundesrat vorgeschlagen. Er legte im Januar einen Bericht mit verschiedenen Optionen vor und sprach sich dabei für eine allgemeine Abgabe aus. Das heutige System sei ungerecht, weil Radio- und Fernsehprogramme heute auch über Handys und Computer empfangen werden könnten, begründete er dies.

Nutzen für Demokratie

Zudem würden nahezu alle Radio und Fernsehen nutzen, und die übrigen profitierten indirekt von der Rolle, die Radio und Fernsehen in der Demokratie spielten. Von den Gebühren befreit werden sollen nach dem Willen des Bundesrates nur sozial Benachteiligte. Der Nationalrat möchte, dass der Bundesrat darüber hinaus Ausnahmen für bestimmte Betriebe prüft.

Auch was das Inkassosystem betrifft, ist der Nationalrat einig mit dem Bundesrat. Dieser hatte alternative Möglichkeiten für die Durchführung des Inkassos geprüft, aber einer zentralen Lösung den Vorzug gegeben, wie sie heute mit der Billag besteht.

Keine Schwarzseher mehr

Der Bundesrat rechnet damit, dass mit dem neuen, geräteunabhängigen System die Gebühren sinken werden, und zwar um rund 100 Franken. Heute betragen die Gebühren für Radio- und TV-Empfang 462 Franken im Jahr. Sinken würden sie vor allem deshalb, weil sich das Problem der Schwarzhöhrer und -seherinnen nicht mehr stellen würde.

Zwar bezahlen heute über 90 Prozent der Haushalte Radio- und TV-Gebühren. Bei den Betrieben sieht es jedoch anders aus: 20 bis 30 Prozent der Betriebe bezahlen keine Gebühren. Der Schweizerische Gewerbeverband hat bereits angekündigt, die Einführung der allgemeinen Gebührenpflicht zu bekämpfen.

(ht/sda)

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Wenn schon dann bitte einfach:
direkt mit den bundessteuern einfordern. keine zusätzlichen RGs und Papierveschwendung
Klar doch
Dann wäre ich auch dafür dass alle jene die kein Auto besitzen Motorfahrzeugsteuer zahlen und Velofahrer eine Autobahnvignette brauchen.

Dass Gebühren 100 sinken werden, wäre noch zu sehen.
Alle Gebühren abschaffen...
...und dafür 100% MwSt (die übrigens eine Unternehmenssteuer ist (lach...))

Dann an all die Bezüger verteilen: SUISA, SRG, IV, ALV, UBS
Schwachsinn
Das ist genauso Schwachsinn wie die Velovignette - was soll der administrative Quatsch, allen Haushalten eine Rechnung zu schicken? Am besten würde man das gleich auf die MWSt umlegen, und alle SUISA-Abgaben noch dazu. Damit würde der Papierkrieg mit "Unsinn" deutlich abnehmen, und man spart noch viele Kosten.
10% Betrüger ?
Damit werden die ehrlichen Nicht-TV-Schauer per Giesskannenprinzip bestraft, danke schön!!
Bundesrätlicher Eintopf
Alle, die kein Auto besitzen, bezahlen zukünftig eine Autosteuer, denn alle profitieren irgendwie vom wirtschaftlichen Erfolg usw., usw. Wenn schon diese unselige Regelung mit den Radio- + Fernsehgebühren durchgesetzt werden muss, so kann zumindest die Billag sofort abgeschafft werden.
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