Abstimmungen über Managerlöhne abgelehnt
publiziert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 11:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 24. Feb 2009 / 17:10 Uhr

Basel - An der Generalversammlung von Novartis in Basel hat die Konzernspitze wegen der Managerlöhne einen Schuss vor den Bug erhalten. Zwar wurde ein Ethos-Antrag für Konsultativabstimmungen abgelehnt, der Antrag erzielte jedoch 31 Prozent der Stimmen.

CEO Daniel Vasella spricht an der ordentlichen Generalversammlung.
CEO Daniel Vasella spricht an der ordentlichen Generalversammlung.
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Auf den Antrag, künftig über die Kadervergütungen konsultativ abzustimmen, entfielen an der Versammlung in der Basler St. Jakobshalle 31,1 Prozent der Stimmen.

66 Prozent folgten dem Verwaltungsrat, der dagegen war. 2,9 Prozent enthielten sich. Vertreten waren 49,93 Prozent der Aktienstimmen.

Anlagestiftung Ethos

Eingebracht worden war der Antrag von der Anlagestiftung Ethos, acht grossen Schweizer Pensionskassen und weiteren Aktionären. Demnach hätte der Verwaltungsrat künftig jährlich einen separaten Vegütungsbericht vorlegen sollen, über den dann konsultativ, also unverbindlich, abgestimmt worden wäre.

Ethos fordere Novartis seit zwei Jahren auf, konsultative Abstimmungen über die Managerlöhne einzuführen, sagte Ethos-Direktor Dominique Biedermann. Roche, Credit Suisse, UBS, Schindler und Nestlé führten solche ein, doch Novartis weigere sich. Die Aktionäre seien aber nicht mehr bereit, dies zu akzeptieren.

Massiver Eingriff

Der Verwaltungsrat sah darin aber einen «massiven Eingriff» in seine Kompetenzen, da die Ernennnung und damit auch die Entlöhnung der Geschäftsleitungsmitglieder nach Schweizer Recht seine ureigene Aufgabe sei. Zudem führten Konsultativabstimmungen auch nicht zum gewünschten Zweck, machte er geltend.

Die Entlöhnung von Novartis-Chef Daniel Vasella von 20,5 Mio. Fr. für 2008 war schon bei der Behandlung des Jahresergebnisses von Kleinaktionären kritisiert worden. Dem Ethos-Antrag nicht folgen wollte dann aber Thomas Minder, Initiant der «Abzocker»-Initiative, der eine bloss konsultative Abstimmung als «Farce» bezeichnete.

An der Novartis-GV in Basel wurden alle übrigen Anträge im Sinne des Verwaltungsrats beschlossen, so auch die Ausschüttung einer um 25 Prozent erhöhten Dividende von 2 Fr. je Aktie.

(sl/sda)

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schon klar!
es zeigt aber auch deutlich, wie gross deren Interesse ist, die Macht zu konservieren ...
ist nicht verwunderlich !
Da müssen nur ein paar inaktive Grossaktionäre ( Versicherungen , Pensionskassen ) oder aber ( und )grössere Firmeneigene Aktiendepots ( Bonusreserven u.ä ) vorhanden sein ! Das Klein- Aktionariat ist so immer in der Minderheit !
na also,
das ist doch eine klare Machtdemonstration der Konzernleitung, die von zwei Dritteln der anwesenden Aktionäre getragen wird - oder sehe ich das etwa falsch?

Ein knappes Drittel ist für eine kosultative Abstimmung über Kadervergütungen - aber eben nur konsultativ, also eh unverbindlich!
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