Abdeckung an Ölleck hält Druck vorerst stand
publiziert: Samstag, 17. Jul 2010 / 08:24 Uhr / aktualisiert: Samstag, 17. Jul 2010 / 09:59 Uhr
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Der Test läuft noch weiter. (Symbolbild)
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Washington - Die neue Abdichtung über der lecken Ölquelle im Golf von Mexiko hat dem Druck in den ersten 24 Stunden standgehalten. Seit dem Anbringen der Kappe ist nach Angaben des britischen Energiekonzerns BP erstmals seit rund drei Monaten kein Öl mehr ins Meer geflossen.

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BP-Vizechef Kent Wells sagte, die Experten des Energiekonzerns hätten die Ölquelle rund um die Uhr überwacht. Die Kameraaufnahmen von Unterwasserrobotern, akustische Sensoren sowie Temperaturmessungen am Bohrloch deuteten allesamt darauf hin, dass der Ölfluss gestoppt sei. «Das ist eine gute Sache.»

BP und die US-Regierung wollen nach ursprünglicher Planung 48 Stunden lang testen, ob das vier Kilometer lange Steigrohr im Meeresboden dem Druck standhält oder das Öl plötzlich an anderer Stelle austritt.

US-Präsident Barack Obama bezeichnete die Fortschritte als «gute Nachrichten». Der Zylinder werde den Kampf gegen die Ölpest auf jeden Fall voranbringen. Noch sei aber nicht entschieden, ob das Loch mit dem Zylinder tatsächlich dauerhaft verschlossen bleibe.

Und auch falls kein Öl mehr austreten sollte, bleibe noch viel zu tun, sagte Obama weiter. Durch die Kamera beim Ölleck hätten alle das Gefühl, die Sache sei erledigt, sobald kein Öl mehr fliesse. Aber dies sei nicht der Fall.

Grosser Schaden

Die BP-Bohrinsel «Deepwater Horizon» war im April nach einer Explosion gesunken. Bislang strömten Schätzungen der Internationalen Energieagentur zufolge zwischen 2,3 und 4,5 Millionen Barrel Öl ins Meer. Das entspricht zwischen der 58- und 112-fachen Menge, die 1989 bei der Ölkatastrophe der Exxon Valdez in Alaska ausgelaufen war.

BP zahlte nach eigenen Angaben bislang an mehr als 32'000 Geschädigte der Ölkatastrophe gut 200 Millionen Dollar Entschädigung. Grösste Gruppe seien Fischer und Garnelenfänger. Insgesamt seien 114'000 Anträge eingereicht worden. Bei mehr als 61'000 Eingaben hätten jedoch die Angaben nicht ausgereicht.

(bert/sda)

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