Empfehlung der EU
AKW-Leibstadt soll Sicherheit nachbessern
publiziert: Donnerstag, 4. Okt 2012 / 18:23 Uhr
Das AKW Leibstadt verfüge derzeit über keine passiven Systeme beim Wasserstoffmanagement. (Archivbild)
Das AKW Leibstadt verfüge derzeit über keine passiven Systeme beim Wasserstoffmanagement. (Archivbild)

Brugg AG - Der am Donnerstag veröffentlichte AKW-Stresstest der EU-Kommission gibt den Schweizer Atomkraftwerken gute Noten. Diesen Schluss zieht die Schweizer Atomaufsichtsbehörde ENSI. Allerdings müsste das AKW Leibstadt beim Wasserstoffmanagement nachbessern.

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Weil die Schweiz nicht Mitglied der EU ist, nimmt der Bericht nicht direkt Stellung zu den Schweizer AKW. Ein Vergleich mit den Daten des EU-Stresstests zeigt jedoch, dass die Schweizer AKW sehr gut abschneiden, wie das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) am Donnerstag mitteilte.

Die AKW Mühleberg, Beznau und Gösgen hätten keine Empfehlung zur Nachbesserung erhalten, wird Georg Schwarz, Leiter des ENSI-Aufsichtsbereichs Kernkraftwerke, in der Mitteilung zitiert. Einzig das AKW Leibstadt erhalte eine Empfehlung.

Nachbesserungen bei AKW Leibstadt

Das AKW Leibstadt verfüge derzeit über keine passiven Systeme beim Wasserstoffmanagement, sagte Sebastian Hueber, Mediensprecher des ENSI, am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die EU-Kommission empfiehlt nun, diese passiven Systeme einzurichten.

Das AKW Leibstadt verfügt bisher über so genannte aktive Rekombinatoren, welche Energie benötigen. Die AKW Mühleberg, Gösgen und Beznau verfügen bereits heute über aktive und passive Systeme zum Wasserstoffmanagement.

Das AKW Leibstadt habe Ende Juni den Nachweis zur Wasserstoffproblematik eingereicht, hielt das ENSI weiter fest. Dieser Nachweis werde zurzeit geprüft. Die Atomaufsichtsbehörde wird voraussichtlich Mitte 2013 dazu Stellung nehmen.

Bereits acht Prüfpunkte festgelegt

Die Schweiz nahm freiwillig am EU-Stresstest teil. Bereits bei der Erstellung des Schweizer Länderberichts für den EU-Stresstest fand das ENSI acht Prüfpunkte. Davon betreffen drei den Erdbebenschutz und zwei das Notfallmanagement.

Je einen Prüfpunkt gab es für den Schutz bei Überflutung, extremen Wetterereignissen und den Verlust der Stromversorgung. Diese acht Punkte wurden zu den 37 Prüfpunkten hinzugefügt, die bereits nach der Analyse der Ereignisse in Fukushima festgestellt wurden.

(bert/sda)

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