ABB mit weniger Gewinn im Quartal
publiziert: Donnerstag, 28. Okt 2010 / 07:25 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 28. Okt 2010 / 09:41 Uhr
ABB hat im dritten Quartal weniger verdient.
ABB hat im dritten Quartal weniger verdient.

Zürich - Die Auftragsbücher des Energie- und Automationstechnikkonzerns ABB füllen sich. Dank anziehender Nachfrage aus der Industrie und grossen Aufträgen von Energieversorgern stieg der Auftragseingang im dritten Quartal um 16 Prozent auf 8,197 Mrd. Franken.

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Die Grossaufträge, also Bestellungen mit einem Volumen von über 15 Mio. Dollar, stiegen um ein Drittel, wie der global tätige Konzern am Donnerstag verlauten liess. Dazu gehört ein rund 700 Mio. Dollar schwerer Auftrag zur Anbindung eines Offshore-Windparks an das Stromnetz in Deutschland.

Der typische Spätzykliker ABB hat zwischen Juli und September dem Umsatzrückgang der vergangenen Quartale stoppen können. Die Verkäufe sanken noch leicht von 7,910 Mrd. auf 7,903 Mrd. Dollar. In Lokalwährungen gerechnet vermeldet ABB ein Umsatzwachstum von 2 Prozent.

Tieferer Gewinn

Der Konzern, der sich unter der Führung von Joe Hogan ehrgeizige Sparziele gesetzt hat, reduzierte die Kosten nach eigenen Angaben im dritten Quartal um 350 Mio. Dollar, unter anderem durch Straffung von Verwaltung und Einkauf. Das Betriebsresultat (EBIT) sank jedoch um 19 Prozent auf 1,156 Mrd. Dollar.

Unter dem Strich fiel der Reingewinn um rund ein Viertel auf 774 Mio. Dollar. Im Vorjahr hatte allerdings ein Nettoertrag von 380 Mio. Dollar aus Rückstellungsanpassungen das Resultat aufgebessert.

Die ABB-Aktie stieg am Donnerstagmorgen mit einem Minus von 1,1 Prozent auf 21,33 Fr. in den Handel. Analysten äusserten sich indessen positiv zum Resultat. Sie bezeichneten das Ergebnis als «solide» und lobten unter anderem die Resultate der Sparpolitik.

Gemischter Ausblick

Der Auftragsbestand betrug Ende September 26,6 Mrd. Dollar, 2 Prozent mehr als zum gleichen Zeitpunkt 2009. ABB ist zuversichtlich, dass die Erholung der globalen Konjunktur das früh- und mittelzyklische Geschäft stützen wird. Im grösseren spätzyklischen Markt seien die Aussichten aber immer noch uneinheitlich.

Grossen Chancen biete in vielen Teilen der Welt die Notwendigkeit, Energienetze auszubauen oder zu erneuern. ABB legt dabei seit Jahren auch ein besonderes Augenmerk auf die Schwellenländer.

(ade/sda)

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