81 Mrd. Franken: Nestlé glänzt mit Rekordumsatz
publiziert: Donnerstag, 23. Okt 2008 / 08:08 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 23. Okt 2008 / 18:34 Uhr

Vevey VD - Nestlé spürt keine Flaute. Der weltgrösste Nahrungsmittelkonzern erzielte in den ersten neun Monaten 2008 einen Rekordumsatz von 81,362 Mrd. Franken. Nach dieser Zunahme um 3,4 Prozent erhöht Nestlé trotz Finanzkrise die Jahresprognose.

Nestle rechnet mit rund 8 Prozent organischem Wachstum.
Nestle rechnet mit rund 8 Prozent organischem Wachstum.
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Die Nestlé-Verantwortlichen gaben sich trotz der Krise der Finanzmärkte und der damit verbundenen Rezessionsgefahr betont zuversichtlich. «Manchmal hat man Gegenwind, manchmal hat man Rückenwind. Es gilt einfach, den Motor in Gang zu halten», sagte der neue Konzernchef Paul Bulcke.

Einen Wachstumseinbruch befürchtet er nicht. Denn Bulcke ist überzeugt, dass Nestlé gut aufgestellt ist, um negativen Marktentwicklungen widerstehen zu können.

Nestlé-Dampfer auf Kurs

In den ersten drei Quartalen 2008 funktionierte die Nestlé-Strategie auf jeden Fall. Die Umsatzzunahme entspricht 8,9 Prozent organischem Wachstum. 3,4 Prozentpunkte davon schaffte Nestlé aus eigener Kraft (Reales Inneres Wachstum, RIG), 5,5 Prozentpunkte dank Preiserhöhungen.

Gewachsen ist Nestlé in allen Märkten, am stärksten in der Zone Asien, Ozeanien, Afrika mit einem organischen Wachstum von 13,2 Prozent und einer RIG-Zunahme von 4,5 Prozent. In aufstrebenden Märkten lag das organische Wachstum bei 16,8 Prozent. Demgegenüber wuchs Nestlé in Europa mit Raten von «nur» 6 Prozent organisch und 2,1 Prozent aus eigener Kraft.

Nach Produktgruppen aufgeschlüsselt, erwies sich das Segment der Pulver- und flüssigen Getränke als besonders wachstumsstark. Hier wuchs der Konzern organisch 13,1 Prozent. Das RIG lag bei 8,1 Prozent. Dazu beigetragen hat auch Nespresso, das den Eroberungszug munter fortsetzt und im laufenden Jahr bereits die 2-Milliarden-Umsatzgrenze überschreiten dürfte.

Schwieriges Wassergeschäft

Einziger Wermutstropfen unter den Produkten ist mit einem Umsatzrückgang um 1 Prozent auf 7,6 Mrd. Fr. das Geschäft mit Wasser. Grund für das Minus ist ein wachsendes Umweltbewusstsein in den USA und Europa.

Viele Konsumenten empfänden in Flaschen abgefülltes Wasser als nicht umweltfreundlich, erklärte der Chef von Nestlé-Waters, John Harris. Diesem Image will Nestlé etwa mit leichteren PET-Flaschen begegnen.

Gleichzeitig fährt der Konzern Werbekampagnen, mit denen die Menschen vom gesundheitlichen Nutzen des regelmässigen Konsums von (Nestlé)-Wasser überzeugt werden sollen. Diese Kampagnen richten sich insbesondere auch an Menschen in Schwellenländern, wo sich der Siegeszug von Nestlé Pure Life mit Wachstumsraten um die 20 Prozent fortsetzt.

Nestlé-Geschäftsmodell bekräftigt

Bulcke begründete die abgesehen vom Wassergeschäft «starken Zahlen» mit dem hauseigenen Geschäfts-Modell. Nestlé habe eines der stärksten Produkte- und Markenportfolios, investiere am meisten in Forschung und Entwicklung, sei weltweit mit gut ausgebildetem Personal präsent und kenne die lokalen Märkte.

In den aufstrebenden Märkten setzt der Konzern auf erschwingliche und in den Industriestaaten auf Premium-Produkte. Mit dieser Strategie werde Nestlé auch in Zukunft solide Wachstumsraten erzielen, erklärte Bulcke und bekräftigte, auch im 2009 organisch um 5-6 Prozent zu wachsen und die Margen zu verbessern.

Fürs laufende Jahr hob er die Umsatzprognose leicht von 7,4 auf rund 8 Prozent an und versprach, die EBIT-Marge zu konstanten Wechselkursen erneut zu steigern.

Kurssprung

Zur Finanzkrise erklärte Bulcke weiter, dass der Konzern eine hohe Kreditwürdigkeit geniesse und damit auf dem Geldmarkt günstigere Konditionen erziele als üblich. Zudem könne man dank der eigenen Finanzstärke das Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Mrd. Fr. - wie im August angekündigt - beschleunigt fortführen.

Die Analysten und die Anleger zeigten sich über die Meldungen aus Vevey erfreut. Bis Handelsschluss gewannen die Nestlé-Aktien 3,4 Prozent hinzu auf 44.4 Franken, während der Gesamtmarkt (SMI) 0,5 Prozent tiefer schloss.

(fest/sda)

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