Gute Konjunktur macht 2007 weltweit Gehaltserhöhungen möglich
2,9 Prozent mehr Lohn in der ICT
publiziert: Freitag, 15. Jun 2007 / 07:16 Uhr / aktualisiert: Montag, 18. Jun 2007 / 06:50 Uhr

Die aktuelle konjunkturelle Lage wie auch die positiven gesamtwirtschaftlichen Aussichten lassen die Unternehmen der Informationstechnologie- und Telekommunikationsbranche dieses Jahr erneut ihre Budgets für Gehaltserhöhungen ausbauen. Dies gilt für Europa, Afrika sowie den Mittleren Osten.

Den ICT-Spezialisten in der Schweiz werden Lohnerhöhungen von 2,9 Prozent prognostiziert.
Den ICT-Spezialisten in der Schweiz werden Lohnerhöhungen von 2,9 Prozent prognostiziert.
Angesichts weitgehend stabiler Preise ist absehbar, dass die inflationsbereinigte Gehaltssteigerung 2007 in den meisten Ländern über derjenigen des Vorjahres liegen wird. Zu diesem Fazit kommt der aktuelle «EMEA Compensation Planning Report: ICT» der auf Personal-Management-Themen spezialisierten Unternehmensberatung Towers Perrin HR Services. Die jährliche Studie untersucht die Entwicklung der weltweiten Vergütungsbudgets von Unternehmen im Bereich Informationstechnologie und Telekommunikation.

Noch keine Hype-Exzesse

Anna Wiestler, Vergütungsexpertin bei Towers Perrin in Frankfurt, erklärt: «2007 können sich die Beschäftigten der IT- und Telekommunikationsbranche besonders in osteuropäischen Ländern über eine hohe reale Gehaltserhöhung freuen. Hier haben sich Preise und Währungsverfall stabilisiert. Aber auch in den westeuropäischen Ländern ist mit Blick auf die rückläufigen Arbeitslosenzahlen und dem bereits spürbaren Fachkräftemangel mit weiteren Gehaltssteigerung zu rechnen.» Die Beraterin sieht allerdings noch keine Gefahr, in die Vergütungshöhen und -praktiken aus der Zeit des Dotcom-Hypes vorzudringen. «Die Firmen beherzigen die Lehren aus dem zurückliegenden Internet-Boom. Die Professionalisierung der Vergütungssysteme macht sich bemerkbar.»

2,9 Prozent in der Schweiz

Auch in der Schweiz erhöhen die Unternehmen ihre Vergütungsbudgets: Nach einem durchschnittlichen Zuwachs von 2,5 Prozent im Jahr 2006 wird von den hiesigen Arbeitgebern für 2007 ein durchschnittlicher Ausbau der Lohnerhöhungsbudgets von 2,9 Prozent erwartet. Damit stellt der durchschnittliche Anstieg der schweizerischen Lohnerhöhungsbudgets nach Slowenien den geringsten Wert im Vergleich aller untersuchten Länder dar; das bedeutet aber immer noch einen Anstieg von 0,4 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr. Zugleich hat sich der inflationsbereinigte Lohnzuwachs erhöht: Hierzulande können Mitarbeitende von High-TechUnternehmen mit einer realen Lohnsteigerung von 1,4 Prozent rechnen — ein Wert, der in Deutschland und Österreich mit 1,6 Prozent bzw. 1,5 Prozent nur knapp übertroffen wird.

Osten als Gewinner

Vor dem Hintergrund geringerer Inflationsraten erweist sich der Osten Europas als Gewinner der aktuellen Entwicklung bei den Vergütungen: Rumänien weist um 10,6 Prozent höhere Lohnbudgets auf. Bei einer Inflationsrate von 4,7 Prozent bedeutet dies 5,9 Prozent realen Lohnzuwachs und damit den Spitzenwert im Ländervergleich. In der Slowakei können Angestellte von High-Tech-Unternehmen 2007 dank zunehmender Preisstabilität mit 4,7 Prozent realem Lohnzuwachs rechnen, in Polen sind es 3,0 Prozent. In Russland dagegen werden die Lohnerhöhungen nach wie vor stark durch die Inflation geschmälert, liegen aber dennoch bei realen 3 Prozent.

Mehr Beförderungen

Massgeblich für die Erhöhung der Vergütungsbudgets ist die Beförderung von Mitarbeitenden, die nach Aussagen von Towers Perrin wieder rascher und zahlreicher erfolgen. «Es zeichnet sich eine Knappheit von frei am Markt verfügbaren Spezialisten und Führungskräften ab. Mehr Unternehmen greifen deshalb 2007 zu Beförderungen und in diesem Zusammenhang auch zu Gehaltserhöhungen als noch 2006», erläutert Anna Wiestler.

Geringere Erhöhungen in der Produktion

Angesichts der guten gesamtwirtschaftlichen Lage führen nahezu alle der in die Untersuchung einbezogenen Unternehmen 2007 reguläre Gehaltserhöhungen durch. Einzig in Marokko nehmen 11 Prozent der Unternehmen Abstand von Gehaltserhöhungen, in Tschechien 5 Prozent, in der Schweiz 3 Prozent, in Deutschland und Schweden jeweils 2 Prozent. Hierzulande kalkulieren jedoch mehr als die Hälfte der Unternehmen mit einer höheren Gehaltssteigerungsrate als im Vorjahr (49 Prozent). In Deutschland gestaltet sich die Lage mit 55 Prozent ähnlich, doch in Österreich liegt der vergleichbare Wert mit 39 Prozent deutlich unter jenem von Deutschland und der Schweiz.

Die positive Entwicklung der Lohnbudgets nach Hierarchiestufen zeigt sich in der Schweiz, in Deutschland und Österreich identisch. Auf allen Ebenen ist ein etwa gleich hoher Anstieg der Vergütungsbudgets zu verzeichnen. Lediglich in der Produktion sind 2007 in Österreich und der Schweiz geringere Gehaltssteigerungsraten als auf den anderen Hierarchiestufen vorgesehen. 2006 konnten sich in Österreich die in der Produktion beschäftigten Mitarbeitenden noch über die höchste Gehaltssteigerungsrate freuen. Im Vergleich zum Vorjahr erhalten Beschäftigte in der Produktion hierzulande den grössten Zuschlag (+0,4 Prozentpunkte) von allen Mitarbeitenden.

Leistungsorientierte Entlöhnung

Grundsätzlich setzt sich der Trend zur leistungsorientierten Vergütung fort. Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen in der EMEA-Region plant, die zusätzlichen Mittel 2007 ganz oder zum überwiegenden Teil für die Entlöhnung der Leistungsträger ihres Unternehmens zu verwenden.

Als auffallend leistungsorientiert erweisen sich Unternehmen in Estland, Litauen und Slowenien. Dort verwenden Unternehmen Vergütungserhöhungen kaum mehr pauschal, sondern für Leistungsträger. In Bezug auf überwiegende Lohnsteigerung für Leistungsträger liegt die Schweiz mit Deutschland, Frankreich und Grossbritannien nahe dem Durchschnitt (73 Prozent). Österreich ordnet sich hier auf einem hinteren Platz ein, weist aber im Gegensatz zu den genannten Ländern einen sehr hohen Prozentsatz an Unternehmen aus, die Lohnerhöhungen ausschliesslich an Leistungsträger weiterreichen (25 Prozent). In diese Kategorie an Ländern fällt unter anderem auch Grossbritannien (18 Prozent) oder mit einem Spitzenwert von 31 Prozent Luxemburg.

(tm)

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