
Tokio/Köln - Der japanische Staatshaushalt befindet sich mit einer Verschuldung von einer Billiarde Japanische Yen (10,7 Bio. Euro) in einer prekären Schieflage.
Auch Sozialhilfeausgaben stehen zur Diskussion. Gesellschaftliche Auswirkungen sind unvermeidbar. «Die volks- und betriebswirtschaftlichen Turbulenzen haben in den vergangenen Jahren dazu geführt, dass das Gefühl von Unsicherheit vor allem in der Bevölkerung selbst immer grösser wird», urteilt der Japanologe Thilo Mardaus im Interview mit pressetext.
Verschuldung bei 230 Prozent des BIP
Die bis November kurzfristige Ausgabenstreichung der japanischen Regierung beläuft sich auf umgerechnet rund 50 Mrd. Euro. Die Staatsverschuldung ist rekordverdächtig. Laut einer Prognose des Internationalen Währungsfonds rangiert sie mittlerweile bei 230 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Die Schulden des schwer gescholtenen Prügelknaben Griechenland betragen hingegen nur 165 Prozent des BIP. «Diese langfristige Verschuldung kann gefährliche Auswirkungen haben. Insbesondere Südkorea und die Tiger-Staaten setzen den japanischen Konzernen wie Sony oder Sharp heftig zu», so Mardaus.
Das Land der aufgehenden Sonne ist somit der weltweit grösste Schuldner unter den Industrienationen. Knapp die Hälfte des Haushalts wird durch neue Schulden finanziert. Der Unterschied ist allerdings, dass der Bärenanteil der Staatsanleihen von heimischen Investoren selbst gezeichnet wird. Dadurch hat Japan am Kapitalmarkt weiterhin Zugang zu frischem Geld unter günstigen Konditionen.
Politischer Kuhhandel auf Japanisch
Ein politischer Kompromiss ist dringend notwendig, um die drohende Insolvenz zum wiederholten Male abzuwenden. Die Fronten sind verhärtet. Die Opposition will das Parlament auflösen und einen Neuwahltermin fixiert wissen. Deshalb verweigert sie auch ihre Zustimmung zu dem neuen Gesetz. «Wenn sich diese Entwicklung im nächsten und übernächsten Monat fortsetzt, wird das alles andere als positiv für die Wirtschaft sein», warnt Finanzminister Jun Azumi. «Uns könnte Ende November das Geld ausgehen.»
Premier Noda hatte sich unlängst die oppositionelle Zustimmung zur Anhebung der Verbrauchersteuer mit dem Versprechen auf baldige Wahlen gesichert. Die Krux daran ist, dass die Regierung im Unterhaus die Mehrheit besitzt, während die Opposition im Oberhaus das Zepter schwingt. Beobachter gehen allerdings davon aus, dass sich im Rahmen einer ausserordentlichen Sitzung doch noch ein Kompromiss finden lässt.
(knob/pte)
- Midas aus Dubai 3061
Zeichen für was? Schaden? Also Grendel, Sie wollen also ein Gesetzt annehmen dass der Schweiz ... gestern 21:24 - grendel aus Herisau 3
zeichen setzen ich mach mir keine illusionen, dass eine annahme gross verbesserungen ... Mo, 17.06.13 19:24 - BigBrother aus Arisdorf 1362
einfach naiv und blauäugig Die Umsetzung der Initiative wird bestimmt einfach sein, denn bei einer ... Mo, 17.06.13 15:56 - thomy aus Bern 3841
Liiieeeber jorian ... Einfach so ein (un-)gutes Gefühl ... Jetzt interessiert es mich nicht ... Mo, 17.06.13 11:22 - jorian aus Gretzenbach 1196
Humor Sie sind nicht neugierig, warum wollen Sie dann wissen, wer hinter dem ... So, 16.06.13 22:15 - Heidi aus Oberburg 875
was nein, thomy? Haben Sie keine Ahnung, obwohl ich das mehrmals hier im Forum erwähnt ... So, 16.06.13 21:58 - thomy aus Bern 3841
Nein, liebe Heidi ... ... so genau weiss ich es nicht - Allerhöchstens kann ich etwas ahnen. ... So, 16.06.13 21:08 - jorian aus Gretzenbach 1196
Gewerkschaften Ich war bei der UNIA, ich war bei der SYNA und beim SBKPV. Brauchte ... Fr, 14.06.13 06:39
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